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von Harald Klieber Heidenhain-Steuerung, große Bearbeitungsräume, Zuladung bis 1.400 kg, Gabelkopf für Freiformflächen. Geschäftsführer Wolfgang Seeger erklärt, warum Heller die neue FT-Baureihe zwar nicht speziell für unsere Branche entwickelt hat, sie aber doch dafür prädestiniert ist.
Herr Seeger, Sie sagen es bislang nicht, aber die Features Ihrer neuen FT-Baureihe deuten stark auf die Bedürfnisse des Werkzeug- und Formenbaus hin. Haben Sie die Maschine dafür speziell entwickelt?
Nicht für diese Branche speziell, aber doch für diese Branche prädestiniert. Auch im Werkzeug- und Formenbau nimmt der Zwang zu einer höheren Produktivität in Verbindung mit hoher Zerspanleistung und der bewährten Fünf-Achskinematik immer mehr zu. Hier hat Heller einen enormen Fundus an Erfahrung. Auch die Eignung der FT-Baureihe für ein großes Teile- und Werkstoffspektrum, kleinen Stückzahlen und ein sich häufig änderndes Aufgabenprofil spricht für den Einsatz in diesen Branchen.
Automatisierung wird zwar im Formenbau immer wichtiger, ist aber nicht entscheidend. Wie sieht es mit den Spindel-Varianten, Schwerzerspanung, HSC für glänzende Oberflächen, Werkstattprogrammierung, viel ‚look ahead‘ oder einem großen Werkzeugmagazin aus? Oder wo sehen Sie die Haupteinsatzgebiete für die FT-Maschinen?
Die FT ist als klassische Werkstattmaschine konzipiert. Dank des hervorragenden Arbeitsraumzugangs über eine dreiteilige Arbeitstür ist die FT besonders einfach manuell zu beladen. Kunden, die mit einem großen Teile- und Werkstoffspektrum bei kleinen Stückzahlen arbeiten und auf ein sich häufig änderndes Aufgabenprofil reagieren müssen, sind mit der FT bestens beraten. Und die FT hat, was andere nicht haben: Sie arbeitet mit der höchsten Zerspanleistung und besten Oberflächengüte, die momentan am Markt verfügbar ist.
Welche Features sind einmalig? Oder mit welchen Features bieten Sie besonders den Herstellern von reinrassigen Werkzeug- und Formenbau-Maschinen mehr als Paroli?
Der Kunde kann bei allen Maschinen zwischen drei verschiedenen Spindelausführungen wählen: der Power Cutting Universal PCU 63 für die Leistungszerspanung, der Speed Cutting Unit SCU 63 für Speed-Zerspanung und der Speed Cutting Tilt SCT 63 für Speed-Zerspanung mit Gabelkopf. Mit dieser Spindelvarianz deckt Heller alle Arbeitsanforderungen ab, denen 5-Achs-Maschinen heute und in der Zukunft gerecht werden müssen. Insbesondere im HSK63-Bereich ist Heller nunmehr der einzige Anbieter am Markt, der mit der PCU (44 kW, 242 Nm) eine derartige Zerspanleistung an den Tag legt.
Die FT-Maschinen sind also im Formenbau fast uneingeschränkt einsetzbar. Werden Sie sich künftig auch dort engagieren, mit entsprechendem Support? Was können Sie den Formenbauern da versprechen?
Unser Ziel ist es, natürlich auch in vielen für Heller bisher nicht angestammten Branchen Fuß zu fassen. Dazu zählt sicherlich auch der Formenbau. Heller steht seit jeher für hohe Technologie-Erfahrung beim Fräsen und für eine sprichwörtliche Zuverlässigkeit und Robustheit bei seinen Maschinen. Und dies kombiniert mit der 5-Achs-Kompetenz, die Heller ja bereits bei seinen MCH-C-Maschinen mit Schwenkkopfeinheit unter Beweis gestellt hat. Wir sind der Meinung, mit der Entwicklung der FT-Baureihe genau den richtigen Schritt getan zu haben, um auch Kunden im Formenbau zufrieden zu stellen.
Kann der Formenbauer bald noch weitere Evolutionsstufen bei der FT-Baureihe hoffen? Welche Entwicklungsschwerpunkte werden Sie bei der FT-Serie künftig setzen?
Selbstverständlich werden wir uns in Zukunft auf die Herausforderungen der simultanen 5-Achs-Bearbeitung konzentrieren. Alle daraus resultierenden Anforderungen an die Maschinentechnik werden wir sorgfältig prüfen, und dann bei konkretem Bedarf auch in weitere Entwicklungsschritte investieren.
Grundsätzlich: Denken Sie auch über die Integration des Lasers nach?
Auch dieser Entwicklungsschritt muss geprüft werden, grundsätzlich verschließen wir uns jedoch keiner neuen und anwenderorientierten Technologie.
Für was steht eigentlich FT?
FT steht für das Fünf-Achs-Bearbeitungszentrum mit Tischbeladung. Parallel hierzu haben wir die FP – ebenfalls ein Fünf-Achs-Bearbeitungszentrum mit Palettenwechsler – im Programm.
Was kostet die Maschine in der Basisversion und was würde sie kosten mit automatisierter Vollausstattung?
Die FT 4000 zum Beispiel mit einem Arbeitsraum von 800 x 800 x 1.000 m³, Schwenkkopfeinheit SCU (HSK 63, 16.000 1/min, 40 kW, 80 Nm) und einem NC-Rundlauftisch ist für zirka 440.000 Euro zu haben.