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Ein innovatives schwedisches Unternehmen setzt neu entwickelte, patentierte Produktions-verfahren ein, um den Hydroforming-Prozess „neu zu erfinden“. Heute nimmt das Unternehmen für sich in Anspruch, seinen Kunden die kostengünstigste Produktion innenhochdruckgeformter Komponenten weltweit bieten zu können. Haas CNC-Maschinen spielen dabei eine entscheidende Rolle.
Das Hydroforming (Innenhochdruckformen) ist ein kostengüns-tiger Prozess zum Formen umform-barer Metalle in leichte und konstruktiv steife Werkstücke. Mit dem Prozess können komplizierte Formen gebildet werden, die mit herkömmlicher Presstechnik nur schwer oder gar nicht zu erzielen sind. Außerdem können Teile mit einem höheren Verhältnis von Steifigkeit zu Gewicht und geringeren Einheitskosten hergestellt werden. Die Hydroforming Design Light (HDL) AB mit Sitz im schwedischen Vansbro fertigt und montiert ihre eigenen Hydroforming-Maschinen und bietet drei grundsätzliche Varianten des Hydroforming-Prozesses an: das „Tube Hydroforming“, das „Sheet Hydroforming“ und das „Pillow Hydroforming“. Für all diese Prozesse sind genaue Formen notwendig. Deren Herstellung hat HDL bis vor kurzem Maschinenwerkstätten als Subunternehmen in der Umgebung anvertraut.
„Wir haben das Haas VF5 CNC-Bearbeitungszentrum mit Vertikalspindel von unserem Haas Factory Outlet gekauft; hauptsächlich, um unsere Formen und Werkzeuge herzustellen,” erzählt Geschäftsführer Alvar Palmcrantz. „Auf lange Sicht werden wir – wenn wir mehr Haas Maschinen haben – über genügend Kapazität verfügen, um mindestens 50 bis 60 Prozent unseres Werkzeugbedarfs intern herzustellen. Wir haben die Haas Maschine auch gekauft, weil wir unsere Kunden schnell bedienen möchten. Beeindruckend ist, dass wir Stahlformen genauso schnell bearbeiten können wie Aluminiumformen, die wir gelegentlich für Aufträge mit kleineren Stückzahlen herstellen. Allerdings sind einige der von uns bearbeiteten Hohlräume äußerst kompliziert, und so verbringen manche Formen einen ganzen Tag oder sogar zwei auf der Haas.”
Bevor die Teile zur mit einem TR 210 Dreh-/Schwenktisch ausgestatteten Haas Maschine gelangen, verwendet Hydroforming Design Light eine ZCorporation Spectrum Z510 Maschine, um schnelle, hochaufgelöste Vollfarben-3D-Drucke aus CAD-Modellen zu erzeugen. „Wir machen 95 Prozent unserer Fehler im Modellierungsstadium,” meint Palmcrantz, „was bedeutet, dass wir weniger Material verschwenden und eine Menge Zeit sparen.” Heute ist Volvo Truck der wichtigste Kunde von Hydroforming Design Light. Und obwohl das Hauptgeschäft mit Pkws und Nutzfahrzeugen gemacht wird, ist das Potenzial für diesen innovativen Prozess immens. Das Unternehmen arbeitet zur Zeit an verschiedenen Kundenprojekten, die alle von den enormen Gewichts- und Materialeinsparungen ohne Verlust an Festigkeit profitieren werden.
„In einer anderen Anwendung haben wir sechseckige Rahmenrohre für Funkmasten hergestellt,” erklärt Palmcrantz. „Dabei wurde die Steifigkeit der Komponenten um 40 Prozent erhöht. Bei einem 30 Meter hohen Mast würde unsere Ausführung 89 Kilogramm wiegen – gegenüber 1.400 Kilogramm bei Verwendung herkömmlich hergestellter Teile. Mit diesem Verfahren könnte der Kunde Edelstahl verwenden, das zwar vier bis fünf Mal teurer ist als beispielsweise verzinkter Stahl, jedoch insgesamt immer noch weitaus günstiger wäre.“
Und abschließend: „Die Materialdicke hat nichts mit der Bauteilsteifigkeit zu tun, die Form hat einen viel größeren Einfluss. Dem Hydroforming sind nicht viele Grenzen gesetzt – außer vielleicht durch die Fantasie des Bauteilkonstrukteurs.”