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von Harald Klieber Kleinste Bohrungen und modernste Technologie verspricht die Heun GmbH ihren Kunden mit den Maschinen der Serie APos. Mit diesen Erodierbohrmaschinen können Bohrgeschwindigkeiten bis 200 mm/min erreicht werden. Laut Firmengründer Rüdiger Heun können Elektroden mit Durchmesser 0,1 bis 6,0 mm, in Sonderfällen sogar bis zu 10 mm, verwendet werden.
Heun Werkzeugmaschinen & Industriebedarf ist es nach Angaben von Rüdiger Heun gelungen, die Probleme zu lösen, die beim Einbringen von Kühlluftbohrungen mit extrem steilen Ein- und Austrittswinkeln in Turbinenschaufeln vorlagen. Die Aufgabe und Anforderung von namhaften Turbinenherstellern an Heun bestand darin, bei nicht bekannter und wechselnder Materialstärke die Durchgängigkeit der Bohrungen zu garantieren – ohne Beschädigung der nahe dahinter liegenden Rückwand. Dazu hat Heun eine Durchbrucherkennung aus Hardware-Komponenten und einer entsprechenden intelligenten Softwarelösung konfiguriert. Diese erlaubt, nach Erkennung des Durchbruches der Elektrode verschiedene Maßnahmen, auch gemäß den Vorgaben des Kunden. „Es handelt sich um ein umfangreiches Zusammenspiel von Hardware und Software.“ Mehr wollte Geschäftsführer Rüdiger Heun gegenüber special tooling nicht über die Technik verraten. Nur noch soviel: Die Entwicklungsphase lief über mehrere Jahre. Die ersten Maschinen mit Durchbrucherkennung wurden im 2007 ausgeliefert.
Laut Aussage von Rüdiger Heun gibt es kein vergleichbares Konzept am Markt. Weitere Einsatzbereiche für die Durchbrucherkennung, auch in der Zerspanungstechnik hält Rüdiger Heun für möglich. „In der Funkenerosion gelten jedoch andere Prozessgesetzgebungen als in der konventionellen spanenden Bearbeitung. Durch unsere Entwicklung nehmen wir bei der sogenannten Durchbrucherkennung Einfluss auf die Prozessparameter beim Erodieren. Wir erkennen nicht nur den Durchbruch, sondern wir optimieren auch das Durchbruchverhalten, welches beim Erodierbohren einen relativ hohen Risikofaktor darstellt.“
Grundsätzlich bietet Heun, nach eigenen Angaben Europas führender Hersteller von Hochgeschwindigkeits-Erodierbohrmaschinen, seine Erodierbohrmaschinen für höchste Qualitäts- und Leistungsansprüche ‚nach Maß’ oder ‚von der Stange’ an. Mehr als 35 Jahre Erfahrung bietet das Familienunternehmen aus Kahl seinen Kunden. Bereits seit acht Jahren wird in einem Institut für Luft- und Raumfahrt in Shanghai mit einer Maschine Typ APos 600 CNC P gearbeitet. Auf Grund immer höherer Anforderungen an die Tragkraft und die Verfahrwege der Maschinen wurde der Maschinentyp „APos Solid“ entwickelt. Die hohen Genauigkeitsanforderungen haben Heun dazu bewogen, ein Maschinengestell aus Mineralbeton zu konstruieren. Das neue Konzept bietet optimale thermische Stabilität, extrem hohe mechanische Steifigkeit, größere Tragkraft, sowie geringere Empfindlichkeit gegen Schwingungen, verspricht Heun.
Ein erneuter Beweis für die technologische Qualität der Heun-Maschinen war im Juni die Inbetriebnahme einer 9-achsigen Hochgeschwindigkeits-Erodierbohrmaschine Typ APos 1200 CNC P bei einem weiteren, international tätigen Unternehmen aus dem Bereich der Luft- und Raumfahrtindustrie. Die zweite Maschine wurde im August 2009 ausgeliefert. Auf diesen Maschinen werden Gas- und Flugzeugturbinen im Auftrag von namhaften Herstellern bearbeitet.
Doch nicht nur im Turbinenbau, sondern auch in allen anderen Bereichen, in denen Erodierbohren eingesetzt wird, bietet Heun Maschinen und Sonderlösungen an – besonders, wenn es um spezielle Probleme beim Einbringen von Entlüftungs-, Kühl- oder Startlochbohrungen geht oder ein Werkstück in einem außergewöhnlichen Winkel gespannt oder bearbeitet werden muss.