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Ein innovatives Werkzeugsystem mit gedrallt geschliffenen Schneidplatten macht es möglich: Mit dem neuen Hybrid TAC Mill kombiniert Tungaloy die Präzisionseigenschaften eines VHM-Fräsers mit der Wirtschaftlichkeit eines TAC-Schaftfräsers. Mit ihm sind hohe Rotations- und Bearbeitungsgeschwindigkeiten möglich, wobei die erzielte Genauigkeit annähernd denen von VHM-Fräsern entspricht und sie anderen schneidplattenbestückten Fräsern sogar noch überlegen ist.
Der Grundgedanke des neuen Werkzeugs ist es, die Präzisionsschneiden eines gedrallten Vollhartmetall-Fräsers durch Inserts zu ersetzen und so die Präzision gedrallter Schneiden mit der Wirtschaftlichkeit wendeplattenbestückter Werkzeuge zu kombinieren. Die Ingenieure von Tungaloy, die sich auf den Weg machten, diese Idee umzusetzen, schufen einen neuen Klemmmechanismus mit höchster Genauigkeit im Plattensitz: Das neue DD-Fit-System spannt die Schneidplatten mit zwei Schrauben gleichzeitig. Deren schräge Anordnung hält die Platte auch bei hohen Fliehkräften fest im Griff und exakt positioniert. Dadurch können die Fräser mit bis zu 15.000 min-1 gefahren werden, was schnelle Bearbeitungsgeschwindigkeiten beziehungsweise große Zerspanvolumen ermöglicht. Die hochpräzise geschliffenen Schneidplatten mit Eckenradien von 0 bis 2,0 mm gibt es in zwei Sorten: als AH730 für die Stahlbearbeitung mit PVD-Beschichtung sowie als DS1200 für Aluminiumlegierungen und andere Nichteisen-Werkstoffe. Die Anwendungsgebiete entsprechen denen der VHM-Pendants: Ob Schulterfräsen, Nutenfräsen, vertikales Fräsen, ob axiales oder schräges Eintauchen, vertikales Zeilenfräsen, Spiralinterpolationen oder zirkulares Aufweiten – die neuen EPH Hybrid TAC Mill Fräser meistern alle Aufgaben mit Bravour. Dabei sind sie in der Regel deutlich wirtschaftlicher als die Konkurrenz, ganz gleich, ob ihre Fräser aus VHM oder mit Wendeschneidplatten bestückt sind. Denn schon alleine durch die extrem scharfen, austauschbaren Schneiden und den Wegfall des Nachschleifens reduzieren sich die Werkzeugkosten deutlich. Hinzu kommt, dass die Wendeschneidplatten in der Maschine gewechselt werden können, was für sich genommen schon Zeit spart. Durch den präzisen Sitz der Platten ist darüber hinaus – anders als bei Vollhartmetallfräsern – ein erneutes Vermessen des Werkzeugs nicht mehr notwendig, was noch einmal zusätzlich die Nebenzeiten reduziert und zur Kostenersparnis beiträgt. Im direkten Vergleich mit einem zuvor eingesetzten Wettbewerbsfräser zeigte sich der EPH Hybrid TAC Mill bei der Bearbeitung eines Maschinenteils aus C15E (einem Einsatzstahl mit reduziertem Phosphor- und Schwefelanteil) allein schon wegen der enorm verbesserten Standzeit überlegen: Er wies nach 1.000 Teilen erst leicht Gebrauchspuren auf, während der Wettbewerbsfräser schon nach 700 Teilen versagte. Das schafft der EPH Hybrid TAC Mill nicht zuletzt dank seiner extrem scharfen Schneidkanten und der dadurch reduzierten Schnittkräfte. Die tragen darüber hinaus dazu bei, störende Bearbeitungsgeräusche zu eliminieren und eine stark verbesserte Oberflächengüte zu erzielen.