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Um ihren neuen Bruderer-Stanzautomaten mit perfekten Folgeverbund-Werkzeugen ,füttern’ zu können, investierte die Lüdenscheider Piepenstock Metall Systeme GmbH im vergangenen Jahr in eine PA20 von Mitsubishi Electric Europe. Neben der perfekten Zugänglichkeit und der bedienerfreundlichen CNC-Steuerung für schnelles Rüsten, loben die Sauerländer vor allem die hohe Produktivität und Zuverlässigkeit sowie insbesondere die µm-genauen Schneidergebnisse und Oberflächengüten der komplett temperaturstabilisierten Drahterodiermaschine aus Ratingen.
Klaus Piepenstock machte sich1987 als Lohnerodierer selbstständig. Vor drei Jahren gründeten Vater und Tochter, Janine Piepenstock, gemeinsam die Piepenstock Metallsysteme GmbH. „Freude hat die Selbstständigkeit immer bereitet, aber jetzt macht’s obendrein richtig Spaß,“ erklärt uns Klaus Piepenstock begeistert. Und mit der neuen Perspektive tut man sich natürlich auch bei vielen zukunftsweisenden Entscheidungen wesentlich leichter. „Man plant ganz anders“, betont er und verweist exemplarisch auf die jüngsten Investitionen. So habe man „für nicht wenig Geld“ im vergangenen Jahr nicht nur einen Hochleistungsstanzautomaten von Bruderer gekauft, sondern zudem mit der PA20 von Mitsubishi den „Mercedes“ unter den Erodiermaschinen installiert. „Das eine geht nicht ohne das andere“, begründet Janine Piepenstock den mutigen Doppelschlag: „Die Bruderer-Maschine hat uns im Prinzip eine neue Welt in punkto Bauteildimensionen und Präzision eröffnet. Aber was nutzt die anerkannte Klasse der Bruderer-Maschine, wenn man nicht in der Lage ist, das Potenzial im Werkzeugbau entsprechend umzusetzen. Schließlich bearbeiten wir heute filigrane Bauteile aus Blechdicken von nicht selten wenigen Zehntel Millimeter, für die im Werkzeug Schnittspalte von einigen µm sicher gewährleistet werden müssen. Da brauchte es einfach eine Drahterodiermaschine, die uns diese Präzision bietet, ohne dafür gleich in den Klimaraum wechseln zu müssen.“ Ganzheitliches Denken steht ganz oben in den Firmenleitbildern, bestätigt Klaus Piepenstock: „Trotz unserer vergleichsweise geringen Betriebsgröße repräsentieren wir die gesamte Prozesskette vom Prototypenbau bis zur Serienfertigung. Als Kleiner unter vielen großen und größeren Wettbewerbern müssen wir dabei nicht nur zumindest qualitativ gleichwertig sein, sondern darüber hinaus auch noch schnell und flexibel. Das geht nur, wenn wir zum einen mit hoher Motivation in interdisziplinären Teams agieren, bei denen Bauteilentwicklung, Konstruktion und Fertigung sehr eng zusammenarbeiten und diesen Teams zum anderen ein Equipment zur Verfügung steht, dass ihnen alle Freiheiten lässt.“ Entsprechend sei es selbstverständlich, dass auch Investitionen im Team entschieden würden, wie Janine Piepenstock ergänzt. Wobei man sich gerade die Entscheidung in Sachen Drahterodieren alles andere als leicht gemacht habe: „Schließlich stand damit gleich nach der Bruderer eine weitere hohe Investition ins Haus, die für ein Unternehmen unserer Größe durchaus stattlich zu nennen ist.“ Dass sich in der Entscheidungsfindung letztlich die PA20 von Mitsubishi Electric durchsetzen konnte, begründet Klaus Piepenstock vor allem mit der hohen Produktivität und Genauigkeit, wenn er erklärt: „Es ist schon beeindruckend, mit welcher Geschwindigkeit die PA20 bei Drahtdurchmessern bis lediglich 0,05 mm ihre Präzision bringt. Immerhin sprechen wir hier aufgrund des temperaturstabilisierten Maschinenbaus von einer Präzisionsgarantie von plusminus 2 µm auch über lange Laufzeiten. Das kannten und kennen wir von unseren anderen fünf Drahtschneidemaschine anderer Hersteller nicht in der Form. Dabei fasziniert mich vor allem auch der hohe Automationsgrad im Prozess, sprich die zuverlässig funktionierende automatische Drahteinfädelung, die nur zehn Sekunden für das Einfädeln benötigt und es uns letztlich ermöglicht, selbst filigrane Werkstücke in Mehrfachaufspannung im Nachtbetrieb produktiv durchlaufen zu lassen.“ Bei Tischabmessungen von 780 x 630 mm sind die maximalen Werkstück-Abmessungen von 1.050 x 800 x 295 mm (bei einem Höchstgewicht von 1.500 kg) wie maßgeschneidert für das Bauteilspektrum der Lüdenscheider. Das gilt auch für die Verfahrwege in X-,Y- und Z-Richtung von 500 x 350 x 300 mm respektive den Bewegungsspielraum von plusminus21 mm in der U- und V-Achse, was Konikwinkel beispielsweise von 10 Grad bei 100 mm Werkstückhöhe ermöglicht. „Darüber hinaus ist die PA20 trotz ihres unbestrittenen Hightech-Charakters überaus einfach in der Handhabung, sehr gut zugänglich und vor allem sehr flexibel in der Steuerungstechnik“, ergänzt Janine Piepenstock und verweist in dem Zusammenhang auf den Geschäftsbereich des Lohnerodierens: „Auch, wenn wir gut 80 Prozent unserer Kapazitäten im Erodierbereich für den eigenen Werkzeugbau einsetzen, haben wir das Lohnerodieren über die Jahre gleichwohl immer beibehalten. Also brauchten wir keine Einzweck-Hochgeschwindigkeitsmaschine, wie man sie vielleicht auch anderswo bekommen hätte, sondern eben ein System, das auch mal schnell für andere Aufgaben eingesetzt werden kann. Bei diesen Vorzeichen ist die PA20 nicht zuletzt auch dank der intelligenten Steuerungstechnik einfach und unbestritten erste Wahl!“ Hier bewährt sich, dass die 64-BIT-CNC-Steuerung trotz ihres komplexen Funktionsumfangs mit übersichtlichen Menüs und grafischen Darstellungen schnell und intuitiv zu bedienen ist. Dafür sorgen unter anderem intelligente Features wie „Graphic Check“ zur zwei- beziehungsweise dreidimensionalen Programmsimulation vor und während der Bearbeitung oder das Expertensystem E.S.P.E.R., das entsprechend der anstehenden Aufgabe automatisch die passenden Generatoreinstellungen vorschlägt. Und diverse Auswerte- und Optimierungsprogramme unterstützen den Bediener interaktiv bei der Ermittlung der optimalen und also wirtschaftlichsten Maschineneinstellungen. Für die zuvor gelobte Produktivität und Präzision im Schneidspalt sorgt die Hightech-Generatortechnik, besonders der digitalen Feinschlichtgenerator als Basis für feinste und homogene Oberflächenstrukturen bis Ra 0,1 µm.