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Dreifach spannendes Konzept

Nicht immer lassen sich Messvorrichtungen ausschließlich aus Standardkomponenten erstellen. Bei komplizierten Werkstückgeometrien oder besonderen Aufnahmebedingungen werden spezielle Werkstück-Adaptionen benötigt. Die Spanntechnik-Profis von Witte haben dafür ein spannendes Konzept und eben solche Neuheiten.

Witte, Hersteller des modularen Vorrichtungssystems Alufix, hat die werkstückspezifischen Pass-Stücke bisher frästechnisch erstellt. Um die Spezial-Adaptionen zügiger bereitstellen zu können, macht sich das Unternehmen jetzt die Möglichkeiten des Rapid Prototyping zu Nutze und setzt RapidFit von Materialise ein. Nachdem mit der Witte Konstruktionssoftware ‚Alufix Experte’ die Vorrichtung bis zu den Anlagepunkten aus Alufix-Standardkomponenten konstruiert wurde, kommt RapidFit zum Einsatz. Aus den Daten des Alufix-Experten werden die Geometrien für die Anlagepunkte errechnet. Diese werden dann per Laser-Sintertechnik aus einem pulverförmigen Ausgangsstoff (Thermoplaste) materialisiert. Dabei wird das Pass-Stück Schicht für Schicht aufgebaut. Es können beliebige dreidimensionale Geometrien, die sich mit konventioneller mechanischer Fertigung oft nicht herstellen lassen, erzeugt werden. Somit stehen auch äußerst komplizierte Pass-Stückformen innerhalb kurzer Zeit zur Verfügung. Bei Bauteiländerungen ist lediglich ein Austausch der laser-gesinterten Konturteile erforderlich, die zügig rekonstruiert und neu erstellt werden können. Desweiteren stellte Witte auf der Control in Stuttgart das neue modulare Vorrichtungssystem Aluquick vor, hierbei handelt es sich um ein Nutenstrangprofil, das mit Rasterungen versehen wurde. Aluquick entspricht durch kostengünstige Standardkomponenten, die eine hohe Reproduzierbarkeit ermöglichen, den im Vorrichtungsbau geforderten Hauptmerkmalen. Beim Erstellen einer Aluquick-Vorrichtung können die Komponenten wiederholgenau im Bohrungsraster abgesteckt oder rasterübergreifend innerhalb der Nut positioniert und angeordnet werden. Durch die bewusst begrenzte Anzahl an unterschiedlichen Aluquick-Standardkomponenten wird ein Einstieg mit geringem Investitionsvolumen ermöglicht. Durch die Kompatibilität zu den vorhandenen Witte-Systemen wie Alufix Classic, Alufix XL ergeben sich nahezu unbegrenzte Erweiterungsmöglichkeiten. Auch bei der Vorrichtungsmontage spielt Aluquick seine Vorteile durch spezielle Verbindungselemente gegenüber herkömmlichen Strangpressprofilen aus. Die Verbindungstechnik vereinfacht nicht nur die Montage sondern gibt die Möglichkeit, die Vorrichtung zu modifizieren, ohne dass eine Demontage des Grundrahmens erforderlich ist. Für große Vorrichtungen, wie Pkw-Türen oder -Seitenwände, können mehrere Quader miteinander verbunden werden. Dadurch wird zusätzliche Steifigkeit bei großen, schweren Bauteilen erreicht. Die Aluquick-Profile stehen in vorgefertigten Längen zur Verfügung, können jedoch auch längenspezifisch bis zu einer Länge von sechs Metern geliefert werden. Das System ist für den reinen (klassischen) Vorrichtungsbau, wo der Bedarf nach kostengünstigen, stabilen und zugleich leichten Vorrichtungen ständig wächst, prädestiniert. Weitere Neuheiten gibt es mit dem Dreh- und Kipptisch zum individuellen Positionieren und Spannen von Werkstücken. Für die eindimensionale Messung auf Oberflächen-, Rauheits- und/oder Rundheitsmessgeräten ist es notwendig, die zu messenden Flächen/Konturen parallel zur Messachse auszurichten oder das Bauteil in die entsprechende Messachse zu schwenken. Weil dieses insbesondere bei unebenen, konvex oder konkav gewölbten Bauteilen oftmals problematisch ist, werden so genannte Schwenktische eingesetzt. Diese herkömmlichen, vorwiegend in die Messgeräte integrierten Bauweisen eignen sich jedoch meist nur für kleinere Bauteile oder sind bei größeren Ausführungen aufgrund des hohen Gewichtes nicht mehr ergonomisch einsetzbar. Die von den Messgeräteherstellern angebotenen Systeme sind erfahrungsgemäß nur mit dem jeweiligen System einsetzbar. Witte, Hersteller unterschiedlicher modularer Spannsysteme, hat deshalb einen universellen Dreh- und Kipptisch mit zusätzlicher X/Y-Verstellung aus hochwertigem Aluminium entwickelt, der aufgrund des geringeren Gewichts das Handling vereinfacht und das Positionieren und Spannen von Werkstücken bis zu einer Größe von 220 x 160 mm ermöglicht. Die Tischfläche ist stufenlos um 360° drehbar und kann um bis zu 90° geneigt werden. In X- und Y-Achse sind ebenfalls stufenlose Verstellungen bis zu ±12,5 mm möglich. Alle Einstellungen können arretiert und aufgrund der Nominus-Skalen für weitere Werkstückaufnahmen reproduziert werden. Die Dreh- und Kipptische von Witte sind auch auf 2D und 3D Koordinatenmessgeräten zum Messen von schwer zugänglichen Features (wie Bohrungen, Langlöcher) einsetzbar. Da die Spannfläche frei im Raum geschwenkt werden kann, können die Messpunkte parallel zur Messmaschinenachse ausgerichtet werden. Hierdurch wird der Messablauf vereinfacht und der Messaufwand reduziert.

www.horst-witte.de



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