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2009 verbesserungsvorschläge

Von Harald Klieber Wenn BDE-Systeme nicht ausreichend sind, empfiehlt Coscom ein Software-Tool zur Ermittlung der Effizienz von Maschinen und Anlagen. Das fertigungsweit einsetzbare Auswertungssystem nimmt den Maschinenstatus, die -fehler sowie die Berechnung von Kennzahlen automatisch vor. Spätestens zur Hannover Messe 2009 sollen dann sogar Schwachstellen noch leichter analysiert und Verbesserungsvorschläge gemacht werden.

In 30 Jahren hat sich Coscom zu einem der führenden Anbieter von Prozessoptimierungs-Software entwickelt. Das Portfolio deckt Software für die gesamte Fertigung ab: Leitstand und Feinplanung, MES (also MDE und BDE) sowie DNC, CAM und Simulation und die Schwerpunkte Werkzeugverwaltung und Fertigungs-Daten-Management. „Unser Produkt ist sehr erklärungsbedürftig. Deshalb kommen keine Handelsvertreter für uns in Frage. In punkto Partner unterstützen wir alle führenden Systeme und Trendsetter am Markt über perfekt abgestimmte Schnittstellen, wie etwa die Systeme von Zoller, Hermle oder auch Ingersoll Werkzeuge.“ Exemplarisch führt Geschäftsführer Michael Platzner die zuletzt eingegangene, strategische Partnerschaft mit Zoller an. Darin stellt die Coscom-Werkzeug- und Betriebsmittelorganisation ToolDirector die Werkzeug-Solldaten für die Zoller-Einstell- und Messgeräte zum Messen und Einstellen von Werkzeugen bereit. „Der Vorteil für den Anwender liegt in der durchgängigen Datentransparenz und Verfügbarkeit aller Werkzeugdaten über die Werkzeugvoreinstellung bis an die Maschine“, skizziert Michael Platzner. Weitere Projekte sollen noch in 2008 folgen. „Dennoch legen wir Wert auf Neutralität. Unsere Kunden bekommen damit eine integrative Lösung, die es so am Markt nicht gibt.“ Als Erfolgspunkte sieht Michael Platzner die Kundenbeziehungen, seine Mitarbeiter und die Kontinuität. Um den Erfolg weiter zu konservieren, ist für Michael Platzner klar: „Prozesse müssen künftig noch strukturierter ablaufen. Wir müssen dafür neue Technologien mitgehen beziehungsweise Vorreiter sein. Anders als andere Hersteller werden wir unseren Fokus auf die Durchgängigkeit in der Fertigung legen.“ Und das aus gutem Grund. Denn als Trend hat sich für die Software-Experten um Michael Platzner gerade in den letzten Boom-Jahren eins herauskristallisiert: „Mit vollen Auftragsbüchern brauchen Unternehmen eine schlanke und vernünftige Prozessorganisation“, mahnt Michael Platzner. Schon im April hatte Coscom auf der Metav Lösungen vorgestellt, damit eben volle Auftragsbücher nicht zum Problem werden. „Das ist momentan die Hauptaufgabe moderner Unternehmen“, berichtet Michael Platzner. Fertigungsprozesse optimieren, Produktivität steigern, um die Termintreue dauerhaft zu gewährleisten, würde derzeit mehr denn je auf der Agenda vieler Unternehmen stehen. Dafür hatten die Ebersberger schon zur Metav das Motto ‚Zukunft sehen – die Perlen der Coscom-Prozesskette’ in Halle 3 gelebt. Highlight und Mittelpunkt war die Coscom-LiveFabrik, in der die Besucher Fertigungsprozesse live verfolgen konnten, vom Auftrag bis zum fertigen Produkt. Die LiveFabrik zeigte die Vernetzung der SAP-zertifizierten Coscom-Software-Module CAM/Simulation, MDE/BDE, DNC, Feinplanung Fertigungs-Daten-Management und Werkzeugverwaltung zu einer kompletten Prozesskette. „Denn erst eine durchgängige Software-Prozesskette bis in die Fertigung ermöglicht es, Synergie-Effekte zu erkennen, bestehende Kapazitäten optimal auszulasten und neue Produktionspotentiale zu erschließen“, fasst Michael Platzner zusammen. Erster Schritt soll zur AMB die Präsentation des OEE-Monitors sein, dem Software-Tool zur Ermittlung der Effizienz von Maschinen und Anlagen und der Overall Equipment Effectiveness (OEE). Der OEE-Wert ist einer der aussagekräftigsten Kennziffern für die Leistung einer Maschine, Produktionslinie oder eines Produktionsclusters. Durch den OEE-Wert werden Effektivitätsverluste unmittelbar aufgezeigt und ein Vergleich der Maschinen unabhängig vom jeweils gefertigten Produkt ermöglicht. Dabei ist nach Einschätzung von Michael Platzner die genaue Kenntnis der Maschinenverfügbarkeit und Produktionseffektivität die Grundlage eines erfolgreichen und kontinuierlichen Optimierungsprozesses. „Die heute häufig anzutreffenden Datenerfassungen beruhen auf einer Kombination mit BDE-Systemen, denen letztlich manuell eingetragene Daten zugrunde liegen. Für die genaue Feststellung des vorhandenen Optimierungspotentials sind diese jedoch zu ungenau“, so Michael Platzner. Deshalb empfiehlt der Coscom-Chef: Die Erfassung (Dokumentation) des Maschinenstatus und der Maschinenfehler, sowie die Berechnung von Kennzahlen vom OEE-Monitor, dem neuen fertigungsweiten Auswertungssystem von Coscom, automatisch vornehmen lassen. „Maschinen werden vergleichbar“, erklärt Michael Platzner. Eine direkte Kopplung an die Informationen der Maschinen gestattet die automatische Dokumentation und Analyse der Daten. „Diese Auswertung ist so detailliert, dass die Fertigung ihren ‚Schleier’ verliert und transparent wird. Die Einsatzbereiche des OEE-Monitors liegen sowohl in der Einzel- als auch Serienfertigung. Denn durch ein einfach zu konfigurierendes System wird es dem jeweiligen Bedarf angepasst.“ Ergänzend dazu empfiehlt Michael Platzner, mit dem Coscom-Leitstand auch die Mitarbeitermotivation zur Verkürzung von Auftragsdurchlaufzeiten zu nutzen. „Nur wenn Entscheidungen nachvollziehbar sind, werden sie von den Mitarbeitern mitgetragen. Dann sind diese auch bereit, Mehrarbeit im Sinne der Sache zu leisten“, weiß Michael Platzner. Gerade wenn durch volle Auftragsbücher die Ressource Mensch knapp ist, würden die Mitarbeiter häufig da eingesetzt, wo es offensichtlich am meisten „brennt“, ohne jedoch den gesamten Fertigungsprozess zu betrachten. „Eine Simulation, die Auswirkungen der unterschiedlichen Planungsszenarien darstellt, liefert dem Planer hier die notwendigen Informationen, um gesicherte Entscheidungen treffen zu können“, so Michael Platzner. Deshalb würden moderne Feinplanungs-Systeme wie der Coscom-FactoryManager heute auf eine Multiressourcen-Planung setzen. Diese Planung berücksichtigt neben der Verfügbarkeit der Maschinen auch die Ressourcen Mensch und Fertigungshilfsmittel. Somit wird die entsprechende Arbeitsfolge erst terminlich verplant, wenn zeitparallel die Maschine, ein qualifizierter Mitarbeiter und die entsprechenden Fertigungshilfsmittel wie Vorrichtungen, Spannmittel, NC-Programme oder Werkzeuge zur Verfügung stehen. Die benötigten Fertigungshilfsmittel können beispielsweise in der Werkzeug- und Betriebsmittelverwaltung ToolDirector verwaltet werden. „Ziel der Feinplanung ist die realistische Darstellung des Fertigungsablaufes und der Terminsituation. Denn letztlich möchte der Planer frühzeitig von der Softwarelösung seine Fragen über haltbare Kundentermine oder Auswirkungen auf die Verschiebung der Auftragsprioritäten beantwortet bekommen“, erklärt Michael Platzner. Hierfür bietet die Applikation eine Reihe von übersichtlichen Darstellungen wie Gantt-Darstellung der eingelasteten Fertigungsaufträge mit farblicher Darstellung der Liefertermine oder eine Maschinenbelegungssicht. Den FactoryManager sieht Michael Platzner übrigens nicht in Konkurrenz zu den vorhandenen ERP/PPS-System – „sondern vielmehr als ‚verlängerte Arm’ des ERP/PPS in die Fertigung.“

www.coscom.eu



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