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Eine innovative Lösung, um die bestehenden Grenzen der Produktivität zu überschreiten – so skizzieren die Ingenieure der Präzisionswerkzeugfabrik Johs. Boss GmbH das Potenzial ihrer neusten Entwicklung. Den neuen Glockengewindefräser hat JBO auch für schwer zerspanbare Werkstoffe entwickelt. Erfolgsgeheimnis sind bis zu 12 Wechselfräseinsätze.
Es ist der Glockengewindefräser GFG-WFE, den JBO speziell für die Großserienfertigung von Stählen und für schwer zerspanbare Werkstoffe entwickelt hat. JBO ist nach eigenen Angaben ein führender Hersteller von Gewindezerspanungs- und Prüfwerkzeugen und hat den Glockengewindefräser schon seit über einem Jahr bei ausgewählten Kunden getestet. Ergebnis: Der GFG-WFE hat sich nach Erfahrungen des Albstädter Werkzeugspezialisten hervorragend bewährt. Im Vergleich zu herkömmlichen, bisher am Markt erhältlichen Systemen, ist der GFG-WFE nicht mit Wechselplatten, sondern mit zylindrischen Wechselfräseinsätzen ausgestattet. Dafür steht auch das Kürzel WFE. Bei diesem Werkzeug handelt es sich, je nach Größe des Gewindedurchmessers, um eine Gewindefräsapplikation mit 6 bis 12 Wechselfräseinsätzen, die jeweils 6 Schneiden haben. Nach Verschleiß der Schneiden werden die Wechselfräseinsätze einfach um ein Sechstel gedreht und dies wiederholt, bis jeweils alle 6 Schneiden stumpf sind. Das Werkzeug ist nach Angaben der Werkzeug-Experten von Johs. Boss mit Innenkühlung mit einer Verteilerdüse ausgestattet. Der Vergleich mit dem herkömmlichen Glockengewindefräsern GFG-WP mit Wechselplatten, die JBO nach wie vor für die Bearbeitung von Buntmetallen und für die Kleinserienfertigung von Stählen anbietet und fertigt, zeigt sehr deutlich die Unterschiede beider Werkzeuge, so der Hersteller. Die bei gleichem Gewindefräsdurchmesser wesentlich höhere Schneidenzahl des GFG-WFE und die stabilere Bauweise und Lagerung der einzelnen Werkzeuge, erlauben höhere Schnittgeschwindigkeiten und Vorschübe im Vergleich zu Wechselplattenfräsern. Dadurch werden bei der Gewindeherstellung geringere Bearbeitungszeiten, eine bessere Oberflächenbeschaffenheit der Gewinde und ein verbessertes Verschleißverhalten der einzelnen Schneiden erreicht, versprechen die Albstädter. Diese Tatsachen würden sich auf die Wirtschaftlichkeit des Werkzeugs überaus vorteilhaft auswirken. Die Wechselfräseinsätze sind, bei normalem Schneidenverschleiß, 3 bis 4 mal nachschärfbar. Die Wirtschaftlichkeit wird dadurch nochmals erhöht, versichert JBO. Im Standardsortiment des Baden Württemberger Werkzeugherstellers finden sich darüber hinaus Schaft- und Bohrgewindefräser, Schneideisen, Gewinderolleisen, Präzisionsgewindelehren und MultiCheck-Gewindelehrdorne. Im Sonderwerkzeugbereich projektiert und fertigt JBO nach kundenspezifischen Anforderungen. Anwendungstechniker stehen zur Beratung bereit.