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Weniger ist mehr

Auf der EMO 2007 präsentiert die Pfleghar Entwicklungs- und Vertriebs GmbH mit der MF1000-2F von IMSA eine neue Tiefbohrmaschine, die für kleine bis mittelgroße Bauteile geeignet ist. Bei ihr legten die IMSA-Entwickler den Fokus auf ein besonders gutes Preis-/Leistungsverhältnis. Darüber hinaus stellt Pfleghar auf der EMO die IMSA MF1200BBLL vor, die überbreite Version der Standardausführung MF1200BB.

Die von Pfleghar auf dem deutschen Markt neu eingeführte Universal Tiefbohr-Fräsmaschine MF1000 2F von IMSA ist das Ergebnis umfangreicher Marktuntersuchungen. Diese haben ergeben, dass viele Anwendungen keine zusätzliche Schwenkung der Bohrachse benötigen und mit einer 4(5)-achsigen Maschinenkinematik auskommen. Darauf hat IMSA reagiert und mit der MF1000 2F ein neues Maschinenkonzept entwickelt und umgesetzt. Dabei stehen zu den Linearachsen in X,Y und Z-Richtung sowie dem NC-Rundtisch eine Tiefbohrspindel und eine unabhängigen Frässpindel zur Verfügung. Nach der Devise „weniger ist mehr“ wurde bei der MF1000 2F auf die aufwändige und teure Kippanordnung verzichtet. Dadurch können viele Komponenten fertigungstechnisch vereinfacht werden, was der Maschine zu einem besonders guten Preis-/Leistungsverhältnis verhilft. Ansonsten bietet die MF1000 2F die bewährten IMSA-Merkmale wie die Gantry Bauweise, deren Aufbau rund vier Mal steifer ist als der von Ständervarianten, außerdem ein Autofokussystem, eine elektronische Feder sowie komplett getrennte Komponenten zum Fräsen und Bohren. Das Ergebnis: eine kompakte und preiswerte Maschine zum Tiefbohren, Bohren, Gewindeschneiden und Fräsen. Jürgen Pfleghar, Geschäftsführer des deutschen IMSA-Vertriebs- und Servicepartners Pfleghar Entwicklungs- und Vertriebsgesellschaft, Weingarten, ist von dem Konzept überzeugt: „Die MF1000 2F verfügt über alle IMSA-Merkmale, welche die Leistung der Maschine um rund 50 bis 100 Prozent, je nach Anwendung, gegenüber dem bekannten Wettbewerb erhöhen.“ Mit einem Bearbeitungskubus von 1.400 x 835 x 1.000 mm sind vor allem kleinere bis mittelgroße Formen in einer Aufspannung bearbeitbar. Das typische Produktspektrum auf dieser Maschinenbaureihe sind Formplatten, Heißkanalbauteile und Formhälften mit einachsiger Schwenkung. Auf der EMO 2007 wird die Baureihe 2F zum ersten Mal der breiten Öffentlichkeit präsentiert. Dies geschieht in Verbindung mit dem intelligenten und hochflexiblen Spannsystem von FCS, das in Deutschland ebenfalls von Pfleghar vertrieben wird. Als erstes deutsches Unternehmen hat sich die Weber GmbH, Dillenburg, für die MF1000 2F entschieden. Der Kunststoffteile-Produzent stellt einen Teil der benötigten Spritzgießformen im eigenen Formenbau her. Um Prozesse im Sinne kürzerer Schusszeiten zu optimieren, sind optimale Kühlkreisläufe Pflicht. Daher hat die Tiefbohranwendung einen besonders hohen Stellenwert im Formenbau bei Weber. Maschinenbediener Jan Holighaus: „Wir hatten für die neue Maschine sehr wenig Platz zur Verfügung. Somit kam uns die kompakte Bauform der MF1000 2F sehr entgegen. Die Tiefbohrleistung der IMSA-Maschinen spricht für sich. Aber auch ihr flexibler Einsatz zum Fräsen und Gewindeschneiden entlastet unsere anderen Maschinen, wenn mal weniger Tiefbohrarbeiten anstehen.“ Seit Mai ist die Tiefbohrmaschine bei Weber im Einsatz – zur vollen Zufriedenheit aller Beteiligten, wie Abteilungsleiter Steffan Tüttö bestätigt. Durch eine Partnerfirma ist er auf die MF1000 2F aufmerksam geworden: „Dieses Unternehmen hat mit IMSA sehr gute Erfahrungen gemacht. Nach einer Marktanalyse war klar, dass dieses Konzept am besten zu uns passt. Da wir das Tiefbohren auch als externe Dienstleistung anbieten, sind wir auf Leistung und Flexibilität angewiesen. Um wettbewerbsfähig zu sein, brauchen wir heute beides.“ Als weiteres Highlight stellt Pfleghar auf der EMO eine neue Version der Erfolgsbaureihe MF1000/1200BB vor. Der Name des neuen Tiefbohr-Fräszentrums: MF1200BBLL. Dabei weisen die zwei „L“ auf die besondere Breite der neuen Maschine hin. Sie schließt die bisherige Lücke – was mögliche Bauteilgrößen betrifft – zwischen den MF1000/1200BB und der nächst größeren MF15000BB. Mit einem effektiven Wirkbereich zum Bohren und Fräsen von 2200 mm in der X-Achse und einem Drehradius von Bauteilen bis 2700 mm ist die MF1200BBLL eine optimale Zwischenlösung. Auch die-se Maschine ist mit allen IMSA-Merkmalen ausgestattet und verfügt über komplett getrennte Komponenten zum Fräsen und Bohren, eine Fräsachse als eigene NC-Achse, eine zusätzliche Kippachse für den Bohr/Fräsarm sowie einen Werkzeugwechsler für ELB -Bohrer und/oder Fräswerkzeuge. Die hohe Variabilität bei der Bauteilgröße in Verbindung mit der IMSA-Leistung und Prozesssicherheit überzeugt vor allem die Tiefbohrprofis der Branche. Jürgen Pfleghar erläutert: „Der Prototyp der MF1200BBLL wurde im November letzten Jahres ausgeliefert. In Deutschland haben wir inzwischen vor allem Aufträge von Tiefbohr-Dienstleistern bekommen. Ein direkter Vergleich speziell zum deutschen Wettbewerb zeigt immer wieder die enormen Leistungsvorteile der IMSA-Maschinen.“

www.pfleghar.de



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