java.lang.NullPointerException
Zeit- und Personalmangel ebenso wieder immer häufigere Wechsel von Fertigungslosen sprechen dafür, Werkzeuge direkt in der Maschine zu vermessen. Damit wird nicht nur eine häufige Fehlerquelle beim manuellen Übertragen der Werte in die Steuerung vermieden, sondern auch die Präzision erhöht, weil die tatsächliche Spannsituation des Werkzeuges als auch die jeweiligen Maschinengegebenheiten in die Werkzeugmessung eingehen. Dies ist nicht nur für HSC-Bearbeitungen und höchste Genauigkeitsanforderungen heute unabdingbar.
Allerdings waren Toolsetter bislang bei vielen Anwendern unbeliebt, weil sie meist auf dem Arbeitstisch der Maschine eine platzraubende Störkontur darstellen und die Nutzfläche einschränken, beziehungsweise eine ständige Kollisionsgefahr darstellen. Zusätzlich benötigen sie ein Kabel im Maschinenraum. Beschädigungen durch große Werkstücke, Späne oder gar Werkzeuge waren bislang an der Tagesordnung. Der neue Pick Up Toolsetter 35.40 von m&h mit Infrarot-Datenübertragung räumt nun mit all diesen Problemen und Vorbehalten auf. Er ist manuell oder automatisch einwechselbar und findet seinen Platz in einer Wechselhalterung, die an der Seite des Arbeitstisches angeflanscht wird. Dank der kleinen Bauweise kann diese Wechselhalterung auch an Paletten angebracht werden. Von außen wird der Toolsetter in eine selbst zentrierende Halterung gedrückt und rastet mit einer Wechselgenauigkeit von nur 2 µm ein. Nach dem Messen der Werkzeuge kann der Toolsetter ebenso einfach aus der Halterung gezogen werden. Das Ein- und Auswechseln kann auch automatisch erfolgen. Zu diesem Zweck gibt es eine Wechselhülse, die wie ein normales Werkzeug im Magazin abgelegt ist. Bei Aufruf des Toolsetters kommt diese Hülse und fährt in die Wechselhalterung ein. Dabei öffnet sich automatisch eine Schutzklappe, die die Halterung vor Spänen und anderem schützt. Der Toolsetter wird eingesetzt, die Hülse zieht nach oben weg und lässt den Toolsetter, auf 2 µm genau eingerastet, zurück. Nach der Werkzeugmessung wird die Wechselhülse wieder über den Pick Up Toolsetter gestülpt und mit diesem aus der Wechselhalterung heraus gefahren. Im Magazin schützt die Hülse den Toolsetter vor Spänen und Kühlmitteln. Im Arbeitsraum bleibt keine Störkontur, die Kollisionen provozieren könnte. Die Hülse dient gleichzeitig zur Kalibrierung des Toolsetters sowohl in Z-Richtung als auch für den Umfang. Schließlich lässt sich der neue Pick Up Toolsetter 35.40, im Gegensatz zu manch anderen Geräten, sowohl für die Längenmessung der Werkzeuge, als auch für die Umfangsmessung einsetzen. Damit eröffnet sich auch die Möglichkeit der Werkzeugbruchkontrolle nicht nur in der Länge, sondern auch durch gezieltes Antasten einzelner Werkzeugschneiden am Umfang des Toolsetters. Entsprechende Programme und Messzyklen zum Ein- und Auswechseln, zum Kalibrieren und zum Messen gehören zum Standard-Lieferumfang. Um die Anwendung des Pick Up Toolsetters zu vereinfachen, sind diese Zyklen mit Bildern versehen, die dem Maschinenbediener die tägliche Arbeit erleichtern und damit zur Kürzung der Rüstzeiten ebenso beitragen, wie zu einer deutlich höheren Arbeitssicherheit. Die Messsignale des Pick Up Toolsetters werden mit der bewährten HDR -Technologie von m&h, also mit Infrarotsignalen, an die Steuerung übertragen. Dabei nutzt der Pick Up Toolsetter für die Datenübertragung den gleichen Infrarotempfänger, wie auch die m&h-Messtaster in der Maschine. Das macht dieses System kostengünstiger und funktionssicherer als andere Alternativen. Das Messen in der Maschine ist zwischenzeitlich zum Stand der Technik geworden und hilft, die Möglichkeiten der Maschinen besser zu nutzen. Dabei geht es nicht mehr nur um die schiere Spitzenklasse der Genauigkeit, sondern immer mehr auch um Zeitersparnis in der Gesamtfertigung und die Prozesssicherheit insgesamt. Der neue Pick Up Toolsetter von m&h leistet einen weiteren Beitrag zur Steigerung der Wirtschaftlichkeit und zur Prozesssicherheit in der spanenden Fertigung.