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Erfolgsstory

Bei der Parallel-Evolution in den Bereichen Werkzeugmaschinen und Präzisionswerkzeuge haben in letzter Zeit die Werkzeuge die Nase klar vorn. Deren Leistungspotenzial wird heute, im Gegensatz zu früher, eher von den Möglichkeiten der Maschinen begrenzt als umgekehrt. Für die Werkzeuge bringt das noch höhere Anforderungen mit sich, weil einerseits zusätzliche Bearbeitungsfunktionen integriert und andererseits Maschinen-Leistungsmängel kompensiert werden müssen.

Das Bild der Präzisionswerkzeug-Branche hat sich in den letzten Jahren stark gewandelt. Der Trend geht eindeutig weg von Standardwerkzeugen und hin zu projektspezifischen Sonder-Werkzeugen. Gleichzeit jedoch wachsen beide Bereiche überproportional, weil selbst die Standardwerkzeuge heute mit einer Performance aufwarten, die bis vor kurzem noch für kaum möglich gehalten wurde. Ursache dafür sind im positiven Sinne evolutionäre Entwicklungen bei den Schneidstoffen, Beschichtungen und Geometrien. Davon ausgehend, dass modernen Werkzeugen nicht mehr allein die Aufgabe des Zerspanens zukommt, sondern dass über die Faktoren mehr Funktionalität, maximale Schnittgeschwindigkeiten, höhere Vorschübe und beste Qualität sowie optimierte Standzeiten die Produktivität in der Bearbeitung entscheidend beeinflusst wird, stellen vor allem die Präzisionswerkzeuge den Schlüssel für die gebotene Wirtschaftlichkeit dar. Für die Hersteller herkömmlicher Werkzeuge heißt das aber auch, ihr Geschäft wandeln und neu organisieren zu müssen. Denn der Beratungs- und Serviceaufwand zur Anwendung von Sonderwerkzeugen ist ungleich höher als der für Standardwerkzeuge. Vor allem große und zum Voll-Sortimenter expandierende Werkzeughersteller mussten dies schon so manches Mal schmerzhaft erfahren, als sie glaubten, Kompetenz und Know-how aus dem Geschäft mit Standardwerkzeugen relativ schnell weil quasi 1:1 auf das Business mit Sonderwerkzeugen übertragen zu können. Bei den mittelständischen Werkzeugherstellern dagegen sieht das doch anders aus, vor allen Dingen dann, wenn sie sich über viele Jahre parallel die Kompetenz und das Know-how im Geschäft mit Standard- und Sonder-Werkzeugen erarbeitet haben. Dass sich daraus eine echte Erfolgsstory entwickeln kann, ist am eindrucksvollen Beispiel der Firma HAM Hartmetallwerkzeugfabrik Andreas Maier abzulesen. Im Jahr 1969 gründete Dipl.-Ing. Andreas Maier sein Unternehmen HAM Präzision und stellte zunächst ein kleines Programm an Zerspanwerkzeugen her. Bis heute entwickelte sich daraus eine weltweit agierende Firmengruppe mit 650 Beschäftigten, die einen Umsatz von rund 100 Mio. Euro erwirtschaften. Produziert wird auf 25.000 m² an fünf Standorten in Deutschland, der Schweiz, Frankreich und Tschechien. In all den Jahren wurde das Produktportfolio sukzessive erweitert und Zug um Zug kamen neue Anwendungsbereiche hinzu. HAM ist heute mit unterschiedlichen Werkzeugprogrammen in den verschiedenen Branchen Metallbearbeitung und Elektronikfertigung aktiv. Weitere Betätigungsfelder der gesamten Unternehmensgruppe sind Laser- und Präzisionsoptik sowie Pneumatik und Medizintechnik. Das Segment HAM Präzision realisiert mit seinen Präzisionswerkzeugen für die Metall-, Leichtmetall- und Kunststoffbearbeitung mit Abstand den größten Anteil am Gesamtumsatz, wobei hier wiederum das Segment Sonder-Werkzeuge dominiert. Im Grunde lässt sich das Gesamtprogramm in „Präzisionswerkzeuge aus Vollhartmetall, Diamant Cermets und CBN zum Bohren, Senken, Reiben und Fräsen“ einteilen. Darin sind jeweils mehrere Produktlinien enthalten, durch welche die Kompetenz und das Know-how für die Zerspanung insgesamt deutlich wird. Fräswerkzeuge aus Vollhartmetall und Diamant: Schaftfräser, Schruppfräser, Torusfräser, Radiusfräser, Spezialfräser und last but not least Diamant-Fräser.Bohr-, Senk- und Reib-Werkzeuge aus Vollhartmetall, Diamant und Cermets: Superdrill-VHM-Bohrer für die Stahlbearbeitung, Multidrill-VHM-Bohrer für Werkstoffe wie GG und GGG sowie kurzspanendes Aluminium, Reibahlen aus VHM, PKD, CBN und Cermets, Tieflochbohrer für Aluminium und Stahl bis 40 x D, Diamant-Bohrer, Nirodrill-VHM-Bohrer für rostfreie Stähle. Wie schon angedeutet, handelt es sich hier um Standardwerkzeuge, die natürlich permanent von der Technologie und den Erfahrungen aus dem Bereich Sonder-Werkzeuge profitieren. Speziell hier spielt HAM seine Kompetenz für die Bohr-, Senk-, Reib- und Fräsbearbeitung voll aus und stellt für die Kunden aus den verschiedenen Branchen, von der Analyse bis zur Schneideinsatz- und Ersatzteilversorgung, komplette Hochleistungs-Werkzeugsysteme her. Bei HAM kommt die ideale Kombination aus Kompetenz für die Entwicklung und Fertigung von Standard- und individuellen Sonder-Werkzeugen zum Tragen. Denn die schon genannten Produktlinien der Bohr- und Fräswerkzeuge werden jeweils durch das High-end-Angebot an Sonderwerkzeugen nach oben erweitert, etwa durch VHM-Stufenbohrer mit zusätzlichen Fas- und Senkfunktionen, Diamantwerkzeuge für die Vor- und Feinstbearbeitung beim Bohren, Senken oder Fräsen, Diamant-1D-, 2D- und 3D-Messerkopfsysteme, Werkzeugsysteme mit Stahlgrundkörper und gelöteten Hartmetall-Schneiden oder Wendeschneidplatten- und Kassetten-Werkzeugsysteme. In Form eines umfangreichen Projekt-Engineerings finden sowohl die Auslegung und Konstruktion als auch die Produktion und Erprobung von Sonder-Werkzeugen nach Kunden-Spezifikation im eigenen Haus statt. HAM produziert die Standard- und Sonder-Werkzeuge mit einem modernen CNC-Maschinenpark mit hoher Fertigungsintensität komplett in Eigenregie. Dies schließt neben der rein mechanischen Fertigung der Monoblock- und System-Werkzeuge durch Drehen, Bohren, Fräsen und Schleifen etc. vor allem auch die Wärmebehandlung und die Oberflächenbeschichtung ein. Darüber hinaus werden im Technologiezentrum mit Metallographielabor auf Basis aller relevanter Schneidstoffe intensive Versuche durchgeführt, um die Schneiden-Geometrie und damit die Schnitt- und Leistungsdaten aller Werkzeuge und Werkzeugsysteme laufend optimieren zu können. Als Zerspantechnik- und Werkzeug-Spezialist ist HAM zertifiziert nach DIN EN ISO 9001, VDA 6.4 und DIN EN ISO 13485. Mit der Etablierung als TCM-Partner (Tool-Consulting-Management) wird zudem in weltweit tätigen Automobil-Firmen, Flugzeugbau-Betrieben und deren autorisierter Zulieferer das komplette Tool-Management, und zwar einschließlich dem Werkzeug-Nachschleifservice, abgedeckt. Dahinter steckt die Philosophie, für die Kunden sämtliche Zerspanprozesse aus einer einzigen Hand realisieren zu können. Das noch junge Geschäft im Segment Werkzeug- und Formenbau ist symptomatisch für die Entwicklung von HAM Präzision, sich aus dem Produkt-Programm und dem daraus resultierenden Know-how immer wieder in neue Märkte zu wagen.

www.ham-tools.com

 



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