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Wenn bewährte Maschinen gar nicht oder nur mit großem finanziellen Aufwand mit einer Netzwerkkarte ausgerüstet werden können, dann ist guter Rat teuer. Wie die Becker Diamantwerkzeuge GmbH am Produktionsstandort Landsberg/Lech trotzdem eine ganze Gruppe von Brother Erodiermaschinen ohne eigene Netzwerkkarte an einem Tag in das vorhandene PC-Netzwerk integriert und damit den Datentransfer komfortabel gestaltet hat, erläutert der nachstehende Anwenderbericht.
Becker Diamantwerkzeuge mit Sitz in Puchheim bei München ist einer der führenden Hersteller von Zerspanwerkzeugen mit ultraharten Schneidstoffen wie cubischem Bornitrit, CBN, polykrystalinem Diamant PKD und monokristalinem Diamant MDC. Über 60 Mitarbeiter fertigen an mehreren Standorten im Bundesgebiet Werkzeuge zur Bearbeitung härtester Materialien. Der Produktionsbetrieb in Landsberg/Lech ist ausschließlich mit hochmodernen CNC gesteuerten Maschinen ausgerüstet, auf denen mehrschichtig ¿rund um die Uhr" gefertigt wird.
Hauptanwendungsgebiet ist hierbei das Draht- und Senk-erodieren, bei dem die Becker GmbH seit vielen Jahren auf die Zuverlässigkeit von Brother Maschinen setzt. Schon die älteste Brother 3600 zeichnet sich durch eine kompakte Bauweise mit geringem Platzbedarf und hoher Verfügbarkeit aus. Die später angeschafften Maschinen der Modellreihe Brother HS50 bestätigten die guten Erfahrungen mit dem japanischen Hersteller durch ihr einfaches Handling und die hohen Qualitätsergebnisse. Aufgrund des Erfolges der anspruchsvollen Produkte am Weltmarkt wurde unlängst in zwei weitere Maschinen der neusten Brother HS70 Generation investiert.
¿Einen kleinen Schönheitsfehler gab es allerdings bei der Versorgung mit NC-Programmen", berichtet Betriebsleiter Gert Bühl in Landsberg. ¿Im Gegensatz zu den beiden neuen HS70 Maschinen mit integrierter Netzwerkkarte war die Programmversorgung an den übrigen fünf Maschinen nur seriell über eine RS232 Schnittstelle möglich. Hierzu haben wir ständig einen Laptop hin und her getragen.¿ Nachdem diese Vorgehensweise auf Dauer keine Lösung war, sollten die Steuerungen in das vorhandenen Netzwerk integriert werden. Da befand sich die Becker GmbH allerdings in dem gleichen Dilemma wie viele andere CNC-Anwender, deren bewährte Maschinen gar nicht, oder nur mit großem finanziellen Aufwand mit einer Netzwerkkarte ausgerüstet werden können. Hilfesuchend wandte man sich natürlich an den Maschinenlieferanten, die Generalvertretung Nomura Trading Co. Ltd in Sulzbach bei Frankfurt, um eine Lösung für die Integration zu finden.
¿Wir konnten den Wunsch unseres Kunden selbst leider nicht erfüllen", gesteht Thomas Knoch als Verkaufsleiter für Werkzeugmaschinen. ¿Da für die bewährten Brother Maschinen älterer Bauart keine nachrüstbare Netzwerkkartenoption existiert, brachten wir unseren Partner AutoDNC Systeme Berlin ins Spiel, der auf die Kommunikation von CNC-Maschinen spezialisiert ist."
Innerhalb nur einer Woche wurde man sich einig und bereits nach weiteren zehn Tagen erfolgte die Installation vor Ort. Dabei spielten auch Sicherheitsaspekte aus Sicht der Becker GmbH eine große Rolle. So wurde die Verkabelung durch die Innenräume der Maschinen bis in die Nähe der bisherigen RS232-Schnittstellen und dort wieder nach außen geführt. Steht das Netzwerk durch Wartungsarbeiten am Server oder aus sonstigen Gründen einmal nicht zur Verfügung, wäre vorübergehend der ursprüngliche Datentransfer mit dem Laptop durch einfaches Umstecken der Verbindung wieder möglich. So hat die Becker GmbH die Sicherheit, von der Verfügbarkeit des Netzwerks nicht abhängig zu sein und ihre Erodiermaschinen jederzeit nutzen zu können. Bemerkenswert ist die Tatsache, dass alle fünf Maschinen auf diese Weise an nur einem Tag erfolgreich in das PC-Netzwerk integriert wurden.
Die von AutoDNC angebotene Lösung basiert auf dem Prinzip, den gesamten Datentransfer ausschließlich von der Maschinensteuerung durch den Werker abzuwickeln. Durch Nutzung des PC-Netzwerkes ist das System dabei unabhängig von Entfernungen und der Uhrzeit, was gerade im Mehrschichtbetrieb bei der Becker GmbH eine große Rolle spielt. Programme können jederzeit aus der Steuerung heraus archiviert oder umgekehrt aus dem Archiv über das Netzwerk wieder abgerufen werden. Dies realisiert AutoDNC durch ein Softwareprotokoll zwischen der Steuerung und einer Netzwerkbox, die über eine eigene TCP/IP-Adresse in das PC-Netzwerk integriert und üblicherweise im elektrischen Schaltschrank der Maschine platziert ist. Mit der zugehörigen AutoDNC Software wird die Verbindung auf den Archivrechner hergestellt, auf dem die NC-Programme abgelegt sind.
¿Es gibt nichts angenehmeres, als an der Steuerung einer Maschine zu stehen und das gewünschte Programm einfach abrufen zu können", erzählt Martin Massenberg, der bei der Becker GmbH für das Erodieren verantwortlich ist. ¿Dabei schätze ich besonders, beim Abruf mit mehreren unterschiedlichen Verzeichnissen arbeiten zu können. Wir haben unsere Programme nämlich auf dem Leitrechner projektorientiert in Unterordnern organisiert. Ich gebe einfach nur zusätzlich den Pfad mit an, und schon greift das System in den richtigen Ordner. Da merkt man den Komfort schon.¿
Archiviert werden alle Programme auf einem zentralen Server im Bürobereich, der im ersten Obergeschoss des Verwaltungsgebäudes untergebracht ist. Hier oben hat auch die CAM-Programmierung ihre Räume. Von den CAM- Arbeitsplätzen werden die HS70 Maschinen über die integrierte Netzwerkkarte mit Programmen direkt versorgt. Anlässlich der EMO 2005 in Hannover wird AutoDNC Systeme eine neue Kommunikationssoftware für die Brother HS70 Generation vorstellen, die den Bedienungskomfort auch für diesen Weg deutlich erhöht.
www.beckerdiamant.de
www.nomuratrading.de
www.autodnc.de