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(¿jk) Geiz sei geil ¿ behauptet jedenfalls eine Werbung, die das (in jeder Beziehung) Billige propagiert. Richtig: investkosten-günstigere Offerten gibt es (fast) immer, und wenn ein entsprechend gepolter Einkauf das Sagen hat, dann zahlt zum Schluss (zumeist) die Fertigung als Anwender die Zeche ¿ belastet wird dann das Budget der Techniker, nicht das der Kaufleute: die einen haben den Dreck im Kasterl, und die andren sind fein raus. Ganzheitliche Betrachtung wäre da besser. Bei Freudenberg in Laudenbach ist sie selbstverständlich ¿ allein acht Zyklen-Drehmaschinen von DMT glänzen dort inzwischen mit Präzision und Zuverlässigkeit ¿ alte Schule halt.
Günter Zumsteg gesteht: ¿Einmal haben wir es ja auch mit einer überaus kostengünstigen Zyklen-Drehmaschine probiert ¿ aber das war uns eine Lehre. Denn die erwies sich als unzuverlässig und ungenau ¿ und gilt bei uns als Reinfall auf der ganzen Linie.¿ Als Technologieberater und Investitionsbeauftragter der Freudenberg Anlagen- und Werkzeugtechnik KG prüft er Preis und Leistung seit diesem Ärger sorgfältiger denn je: ¿Auch wir gehen beim Investieren keineswegs in die Vollen, sondern achten sehr wohl auf möglichst günstige finanzielle Konditionen ¿ aber Voraussetzung ist ganz klar, dass die Technik und für den Fall des Falles der Service stimmen.¿
Den ersten Invest-Versuch mit (ja nur etwas) höherpreisigen Zyklen-Drehmaschinen der DMT Drehtechnik GmbH aus Lörrach machte Freudenberg bereits 1995 mit gleich zwei Modellen der ,CD¿-Baureihe und entschied sich aus vor allem drei Gründen für diese Alternative ¿ so zählt Zumsteg auf: ¿Erstens grundsolider Werkzeugmaschinenbau mit zudem praxisorientierten, pfiffigen Details, zweitens mit der Adaption der ,Manual-Plus¿ eine Heidenhain-Steuerung, mit der unsere Werker vertraut sind und drittens über die Rheinschiene direkter und schneller Service ¿ denn von Lörrach nach Laudenbach ist es ja nicht allzu weit.¿ Die Praxis bestätigte die Theorie (wobei der DMT-Service noch nicht einmal beansprucht wurde), und als nun Bedarf bestand nach gleich vier weiteren Zyklen-Drehmaschinen, galten die Modelle von DMT verständlicherweise als erste Wahl.
¿Aber natürlich haben wir erneut die Markt-Offerten vergleichend evaluiert, sind aber letztlich wieder zum Entscheid zugunsten der DMT-Modelle gekommen¿, und begründet zunächst den überraschend großen Bedarf an zyklen-gesteuerten Drehmaschinen: ¿Mit unseren 160 Mitarbeitern bei etwa 140 Werkzeugmaschinen aller, vor allem für den Formenbau relevanten Technologien, beliefern wir die Werke der Freudenberg-Gruppe weltweit mit den unterschiedlichsten Press-, Spritzgieß- und Form-Werkzeugen ¿ aber wir stehen auch im Wettbewerb mit andren, also externen Werkzeug/Formenbauern und diversifizieren mehr und mehr in Richtung Lohn-Bearbeitung für Dritte. Und so gibt es eine gewisse Verlagerung von der Einzelteil- hin zur Kleinserien-Fertigung ¿ und auch gerade für sie bietet sich beim Drehen der Einsatz von entsprechend ausgerüsteten Zyklen-WZMs an.¿
Das lässt sich ja leicht nachvollziehen: setzt doch der Werkzeug/Formenbau zurecht auf das umfassende Know-how seiner Mitarbeiter und hat mit arbeitsteiliger Fertigung so gut wie nichts am Hut ¿ SpecialTooler können in der Werkstatt einfach alles. Mit DIN/ISO freilich darf man ihnen an einer NC-gesteuerten Werkzeugmaschine normalerweise nicht kommen. Aber ohne NC geht¿s bei einer Kleinserien-Fertigung bei komplexen Geometrien natürlich auch nicht mehr ¿ da bietet sich eine zyklen-gesteuerte WZM also geradezu an, die sich in der Werkstatt direkt (und zwar einfach) programmieren lässt. Und nachdem (bis auf die Erodier-Ausnahmen¿) sonst (so gut wie) alle anderen WZMs bei Freudenberg in Laudenbach über Steuerungen der Heidenhain-Gruppe kontrolliert (und also auch programmiert) werden, war klar, dass auch an die weiteren Zyk-len-Drehmaschinen eine ,ManualPlus¿-CNC der Traunreuter adaptiert sein müsste¿
Begründet Zumsteg: ¿Erstens beherrschen unsere Mitarbeiter die ja alle ähnlichen Heidenhain-Oberflächen, so dass sich der Schulungs-Aufwand beim Neu-Invest in engen Grenzen hält, und zweitens eröffnet uns das die Möglichkeit zum (wenn denn nötig) flexiblen Einsatz unserer Werker in der Fertigung.¿ Nun werden die ,ManualPlus¿-Steuerungen ja nicht allein an die Zyklen-Drehmaschinen von DMT adaptiert¿
¿was also gab den Ausschlag bei Freudenberg, sich grad für sie zu entscheiden? Erklärt Zumsteg: ¿Erstens sind die grundsolide aufgebaut und also mit ihrer mechanischen Basis sehr präzis und wiederholgenau, und zweitens bieten sie von der Werkstück-Spannung bis zu den Werkzeug-Aufnahmen so viele Alternativen, dass man sich technisch je nach individuellem Bedarf einfach optimal ausrüsten kann ¿ und zwar ohne, dass man mehr Geld investiert als wirklich nötig ist.¿
So gibt es die DMT-Zyklen-Drehmaschinen etwa sowohl mit Dreibackenfutter ohne oder mit Kraftspann- als auch alternativ mit Spannzangen-Einrichtung, und toolseitig mag man sich entscheiden zwischen dem ,Multifix¿-Halter als Standard oder einem 4fach-Revolver von Parat oder automatischem Scheiben-Revolver ¿ und hat bei ihm noch (natürlich in Verbindung mit C-Achse) die Option für angetriebene Werkzeuge. Zudem: ist bei Ihnen mit hohem Späneanfall zu rechnen, können Sie Ihr ,CD¿-Modell auch mit Späneförderer ordern. ¿So lässt sich die jeweilige Drehmaschine ganz nach individuellem Bedarf ausrüsten¿, weiß Zumsteg die Auswahl-Möglichkeiten zu schätzen und lobt weiter:
¿Und die Werker sind ja im Einsatz der Drehmaschinen selbst auch je nach Aufgabe ganz flexibel ¿ können sie doch mit ihr entweder manuell mit den Handrädern oder aber automatisch über die Zyklen arbeiten¿, und Friedrich Spohn als geschäftsführender Gesellschafter der DMT Drehtechnik GmbH ergänzt: ¿Und schließlich ist es auch durchaus möglich, in die CNC ein DIN/ISO-Programm einzulesen, das dann wohl aus der AV käme ¿ und sogar DXF-Dateien können importiert umgewandelt und verarbeitet werden¿, um noch anzuhängen: ¿Unsere ,CD¿-Baureihe wurde ja entwickelt auf der Basis einer bewährten NC-Flachbett-Drehmaschine ¿ also von oben nach unten, und deshalb war es kein Problem, sie auch mit Optionen zu offerieren, die eigentlich NC-Drehmaschinen für die Serien-Fertigung vorbehalten sind.¿
Diese konstruktive Vita vor allem ist es denn wohl auch, die den Zyklen-Drehmaschinen ihre Präzision und Zuverlässigkeit mitgeben: so biete die mit Präzisions-WZM-Lagern bestückte Hauptspindel ,beste Voraussetzungen für hohe Drehzahlen und für die fürs Hart-Drehen notwendige Stabilität¿ und die Öl-Umlaufschmierung der Hauptlager beuge ,thermisch bedingten Ungenauigkeiten vor¿ und sei ,Garant für sehr lange Lager-Standzeit¿. Nun: bei anderen Zyklen-Drehmaschinen mag denn auch eine Dosierkolben-Zentralschmierung (für Führungsbahnen und Kugelgewindetriebe) wohl eher die Ausnahme sein ¿ bei der ,CD¿-Baureihe dagegen sei sie ebenso selbstverständlich wie vorgespannte Doppelmuttern an den beiden geschliffenen (Präzisions-)Kugelrollspindeln der X- und der Z-Achse (der Schutz der X-Achs-Führungsbahn durch eine Gliederschürze gehört denn gleichfalls zu diesen pragmatischen Maßnahmen, die hoch beanspruchten Komponenten ohne sonderlichen Aufwand gleichwohl zu langer Lebensdauer verhelfen und die festen Stahl-Abdeckungen über den Z-Achs-Führungsbahnen sind für DMZ sogar gebrauchsmuster-geschützt).
Sowohl die Steuerung als auch das Handbedienfeld mit den beiden Hand-räder der ,CD¿-Baureihe von DMT sind ergonomisch in einem gemeinsamen Panel zusammengefasst und über die gesamte Länge der Drehmaschinen unabhängig vom Bettschlitten und unabhängig von der Schutztür verfahrbar ¿ das Panel nämlich gleitet über die Schutztür hinweg und beide lassen sich somit jeweils so positionieren, wie es für den Schutz des Werkers, für die Prozess-Beobachtung, für das Bedienen und die Programm-Eingabe am günstigsten ist (damit ist denn auch klar, dass über die beiden Handräder ¿ natürlich ¿ die Achs-Servos angesprochen werden; und klar ist eben auch, dass der Arbeitsraum fürs Umrüsten wie fürs Be/Entladen frei und damit optimal zugänglich ist, weil sich eventuell störende Bedien-Elemente einfach wegschieben lassen).
Die ,CD¿-Baureihe von DMT reicht mittlerweile von der ,CD 280¿ bis zur ,CD 800¿ ¿ wobei die Kennzahl im Kürzel jeweils den Dreh-Durchmesser über Bett kennzeichnet. Freudenberg hat im Werk Laudenbach inzwischen acht ,DC¿s, installiert, wobei das Spektrum weit gespreizt ist: von einer kleinen ,CD 322¿ über sechs ,CD 480¿ (davon zwei mit angetriebenen Tools) bis zu einer großen ,CD 650¿ mit 2000 mm Spitzenweite (hinzu kommt eine weitere ,CD¿ im Werk Neuenburg). Kommentiert Zumsteg: ¿Das ist wohl ein Beleg dafür, dass wir mit den Zyklen-Drehmaschinen von DMT sehr zufrieden sind, weil sie unseren Anforderungen einfach in jeder Beziehung voll entsprechen.¿ Alte Schule enttäuscht halt nicht¿