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Schon seit Jahren geht die AMB mit ausgebuchten Messehallen an den Start. Über 900 Aussteller werden in diesem Jahr mit dabei sein. Gut 20 Prozent von ihnen kommen aus dem Ausland. Vertreten sind bisher 19 Länder. Belegt sein werden wieder alle 14 Messehallen, insgesamt über 50.000 Quadratmeter Bruttoausstellungsfläche. Die Veranstalter rechnen mit rund 50.000 Besuchern, aus 40 Ländern.
Worauf begründet sich die Erfolgsstory der AMB? Großen Anteil daran hat mit Sicherheit der exzellente Standort. Mitten im Markt und im Herzen Europas ¿ so lässt sich Stuttgart, die Landeshauptstadt von Baden-Württemberg, in Sachen Investitionsgüterindustrie wohl am treffendsten beschreiben. Das drittgrößte deutsche Bundesland ist Standort von Hochtechnologie und zahlreichen Zukunftsbranchen.
Baden-Württemberg wurde in einer EU-Studie bereits 1999 zur High-Tech-Region Nummer 1 in Europa gekürt. Auf einem Zehntel der Gesamtfläche Deutschlands leben rund 10,6 Mio. Einwohner (von insgesamt 82 Mio.). Zahlreiche namhafte Unternehmen von Weltgeltung, wie DaimlerChrysler, Porsche, Bosch, HP, IMB, Trumpf, ABB, Audi, Kodak und viele mehr haben ihren Sitz im Land. Unternehmen, die sehr stark export-orientiert sind.
Die Industriestruktur des Landes könnte für Werkzeugmaschinenanbieter kaum besser sein, denn der weitaus größte Teil der Industrieumsätze wird in den Kernabnehmerbranchen der Werkzeugmaschinen-Industrie getätigt. Der Fahrzeugbau erwirtschaftet ein Viertel des gesamten Industrieumsatzes, auf den Maschinenbau entfallen 19 Prozent und auf die Elektrotechnik/Feinmechanik/Optik 16 Prozent. In den Bereichen Maschinenbau, Fahrzeugbau, der Herstellung von Metallerzeugnissen und in der Elektrotechnik arbeiten allein 71 Prozent aller Beschäftigten des produzierenden Gewerbes Baden-Württembergs. Die AMB findet damit mitten im Markt der Anwender statt. Umso mehr, wenn sie künftig auf der ¿Neuen Landesmesse¿ mit einer idealen Infrastruktur aufwarten kann.
Das Ausstellungsspektrum der AMB fokussiert in erster Linie drei Bereiche: spanende und abtragende Werkzeugmaschinen sowie Präzisionswerkzeuge. Weil genau diese Bereiche von den Fachbesuchern der AMB verstärkt nachgefragt wurden, wurde die Nomenklatur entsprechend angepasst. Die Umformtechnik wurde heraus genommen, um den genannten Kernbereichen mehr Raum zu geben, denn die Ausstellungsfläche auf dem derzeitigen Messegelände ist begrenzt. Darüber hinaus zeigen die Aussteller aber auch Innovationen und Weiterentwicklungen aus der Messtechnik und Qualitätssicherung, der Robotik, der Werkstück- und Werkzeughandhabungstechnik, Softwarelösungen, Rechnersysteme und Peripherie sowie Bauteile, Baugruppen und Zubehör.
Mit diesem Ausstellungsprogramm spricht die AMB von der Führungsebene (Inhaber, Geschäftsführer, Vorstandsmitglieder, Prokuristen) bis zur Werkstattebene (Abteilungs- und Gruppenleiter, Angestellte, Meister, Facharbeiter) alle technischen Entscheider und Produktionsverantwortlichen der Abnehmerbranchen von Werkzeugmaschinen und Präzisionswerkzeugen an. Dazu zählen der Fahrzeugbau, die Automobil- und Zulieferindustrie, der Maschinenbau, die EBM-Industrie, die Elektroindust-rie, der Werkzeug- und Formenbau, die Luft- und Raumfahrtindustrie und weitere klassische Kundenbranchen dieser vielseitigen Hightech-Maschinen.
Neben technischen Innovationen und Weiterentwicklungen in den genannten Ausstellungsbereichen bietet die AMB aber auch ein auf die Bedürfnisse der Anwender ausgerichtetes Rahmenprogramm in Zusammenarbeit mit namhaften Verbänden, Forschungsinstituten und Universitäten:
Zur AMB 2004 ist eine Sonderschau zum Thema ¿Rationalisierungspotential Hochgeschwindigkeitsbearbeitung¿ geplant, ergänzt durch eine Vortragsreihe, beides unter der Leitung des Institutes für Produktionsmanagement, Technologie und Werkzeugmaschinen (PTW) der TU Darmstadt, Prof. Dr. Eberhard.
Eine weitere Sonderschau, ausgerichtet von der Universität Stuttgart, widmet sich dem Thema ¿Ganzheitliche Produktionssysteme in Zeiten des Wandels¿. Die Uni Stuttgart unterhält einen Sonderforschungsbereich der sich mit der Wandlungsfähigkeit von Unternehmensstrukturen vor dem Hintergrund der variantenreichen Serienproduktion befasst. Vorgestellt werden neueste Methoden und Instrumente zur Verbesserung eben dieser Wandlungsfähigkeit auf allen Unternehmensebenen, von der Fabrikebene bis hin zu den Produktionsnetzwerken.
Weitere Aktivitäten: Einen ¿Beratungstag Trockenbearbeitung¿ bietet das Informationszentrum für betrieblichen Umweltschutz des Landesgewerbeamtes Baden-Württemberg an. Im Rahmen des Projektes ¿B2Fair¿ (Business to Fair) will die Handwerkskammer Stuttgart die pan-europäische Zusammenarbeit von KMUs im Rahmen der EU-Erweiterung fördern und bringt dazu auf fünf europäischen Leitmessen im Metallbereich gezielt mögliche Partner zu Kooperationsgesprächen zusammen. Das Netzwerk von ¿B2Fair¿ besteht mittlerweile aus fünf Messegesellschaften und 30 Euro-Info-Centern in 23 Ländern sowie den jeweiligen Wirtschaftsorganisationen.