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Wer wettbewerbsfähig bleiben will, muss investieren. Diese vom Markt diktierte Regel befolgt VMR, Spezialist für Rapid Tooling und Prototyping aus dem badischen Mönchweiler mit derzeit 44 Mitarbeitern seit jeher: Mit einer neuen vollautomatisierten Fräslinie hat das Technologie-Unternehmen jedoch neue Maßstäbe in Sachen technischer Innovation gesetzt.
Allein eine Million Euro betrugen die Anschaffungskosten für die beiden fünf- und dreiachsigen Fräsmaschinen von Hermle sowie für den dazwischen geschalteten Sechs-Achs-Roboter von Kuka. „Der Nutzen für unsere Kunden rechtfertigt diese Investition in unseren Augen allemal“, betont Geschäftsführer Thomas Viebrans. Denn den Kunden kommt nicht nur die Zeit- und Kostenersparnis, sondern auch die deutlich erhöhte Prozesssicherheit zugute. Mit dieser automatischen Hochpräzisionsanlage ist den Tüftlern in Mönchweiler ein technologischer Wurf gelungen, der nicht nur VMR-Kunden aufhorchen lässt. „Teil unserer Kultur ist absolute Termintreue. Falls bereits bei einer Auftragsvergabe ein Terminverzug abzusehen ist, wird ein Auftrag von uns eher abgelehnt“, erklärt Thomas Viebrans die Philosophie des Unternehmens. Mit höchster Qualität bei gleichzeitig absoluter Termintreue habe sich VMR in der Branche einen Namen gemacht, so Viebrans. „Mit dieser Einstellung haben wir uns auch in schlechten Zeiten eine hohe Kundenzufriedenheit sowie kontinuierliche Umsatzsteigerungen in den letzten Jahren gesichert.“ Wenn aber zu Qualität und Termintreue noch Dumpingpreise dazukommen, dann müsse man von der Quadratur des Kreises ausgehen: „Dumpingpreise auf Kosten von Qualität oder Termin kann und darf es bei uns nicht geben.“ Um dennoch auf hohem Niveau die Marktfähigkeit zu untermauern, hat sich das Hightech-Unternehmen mit der neuen Anlage wichtige Wettbewerbsvorteile in Sachen Werkzeugbau und Kleinserienfertigung vor allem im Bereich komplexer Bearbeitungen gesichert. „Bei uns werden Teile gefräst, die mitunter Laufzeiten von bis zu zehn Stunden haben können“, erklärt Geschäftsführer Viebrans. „Das neue System ermöglicht uns einen Drei-Schichtbetrieb mit zwei mannlosen Schichten.“ Zusammen mit der weltweit agierenden Hermle AG, Technologieführer im Bereich der Fräsbearbeitungszentren, ist ein kleiner technologischer Durchbruch gelungen, vor allem das filigrane Zusammenspiel von Bestückungsroboter und den Hermle-Bearbeitungszentren hat den Spezialisten in beiden Unternehmen das komplette Know-how abverlangt. Wer aber glaubt, dass diese Vollautomatisierung einen Stellenabbau zur Folge hatte, liegt falsch. Das Gegenteil ist der Fall: „Für die neue Anlage haben wir allein sechs neue Mitarbeiter eingestellt“, so Viebrans. In weitere Arbeitsplätze sowie in einen Neubau mit einer Fläche von 500 Quadratmetern wird das Mönchweiler Unternehmen schon in Kürze investieren, um die Prozesskette weiter zu optimieren und den technologischen Vorsprung zu halten.