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Die Samag Saalfelder Werkzeugmaschinen GmbH, auf mehrspindlige horizontale Bearbeitungszentren spezialisiert, stellte auf der AMB ihr vierspindliges neuestes Modell der Reihe MFZ vor. Der große Spindelabstand der MFZ 6-4W erlaubt die Bearbeitung großvolumiger Teile sowohl aus Stahl und Guss für schwere Zerspanungsaufgaben wie auch aus Aluminium. Weiteres Highlight in Stuttgart: die neue Tiefbohrmaschine WBM.
Kernstück der MFZ 6-4W ist die 3-Achs Einheit mit zwei unabhängigen Doppelspindeleinheiten. Diese besteht aus einem stabilem Y- Konsolrahmen mit hängendem X- Schlitten, auf dem ebenfalls hängend zwei separat angetriebene Z-Doppelspindeleinheiten mit jeweils zwei Motorspindeln pro Spindelkasten angeordnet sind. Die vertikale Y-Achse garantiert durch Gantry-Antrieb eine hohe Steifigkeit und Genauigkeit. Eine verschachtelte Führungsstruktur mit kurzen Führungsabständen gewährleistet einen optimalen Kraftfluss. Die Verfahrwege betragen in X-Richtung 340 mm, in Y-Richtung 825 mm und je Z-Achse 540 mm. Dabei erreichen alle Achsen eine Beschleunigung von 5 m/s2 und eine Eilganggeschwindigkeit von 50 m/min. Der Spindelabstand beträgt 3 x 340 mm. Die Spindeln erreichen eine Antriebsleistung von 24 oder 40 kW. Im S1-Betrieb beträgt ihr Drehmoment entsprechend 150 Nm. Der Drehzahlbereich ist stufenlos von 50 bis 7.500 min-1 regelbar. Alle Spindeln sind für die Aufnahme von HSK-A63-Werkzeugen ausgelegt, für die je 32, insgesamt also 128 Magazinplätze vorhanden sind. Die Werkstückträgereinheit besteht aus einer 180°-Schwenkachse für das hauptzeitparallele Beladen und Bearbeiten. Zwei horizontale 360°-Achsen dienen der Werkstückaufnahme. Optional ist das Bearbeitungszentrum auch mit B-Achsen ausrüstbar. Für die Spannvorrichtungen und ihre Überwachung stehen zehn Hydraulik- und Pneumatikkanäle zur Verfügung. Die Positionierung erfolgt über ein direktes Messsystem direkt auf der Schwenkachse. In den Linearachsen erfolgt die Positionserkennung über eigene absolute Messsysteme. Das Bearbeitungszentrum MFZ 6-4W ist mit zahlreichen Optionen erhältlich, von höheren Anforderungen an das Kühl-Schmierstoffsystem über erhöhte Positioniergenauigkeit bis zur Druckregelung in den Spannvorrichtungen und deren Anbindung an die Steuerung. Möglich ist wie bei der gesamten MFZ-Reihe auch die Verkettung mit Automationszellen. Weiteres Highlight auf der AMB war eine vierspindlige Wellenbohrmaschine mit Taktband für das Tiefbohren von Common Rails. Die WBM 2-800.4 ist für Bohrdurchmesser von 2,5 bis 18 mm ausgelegt und erreicht eine Bohrtiefe von 800 mm in einem Zug. Bohrtiefen bis maximal 1.600 mm sind optional möglich. Als Bohrverfahren kommt das Einlippenbohrverfahren zur Anwendung, und als Steuerung wird eine Siemens 840 D eingesetzt. Über das Taktband erfolgt die automatische Zu- und Abführung der Werkstücke, was vor allem bei der Bearbeitung von Mittel- und Großserien wirtschaftliche Vorteile bietet. Bis zu 5,5 kW Antriebsleistung erreichen die vier Spindeln bei einer stufenlos regelbaren Drehzahl von 1.000 bis 10.000 U/min. Mit der WBM-Baureihe bietet Samag ein Baukastensystem von ein- bis sechsspindligen modular aufgebauten Wellenbohrmaschinen mit abgestuften Bohrtiefen und Werkstückspannlängen an. Die Maschinen kommen als Einzelmaschine oder in automatisierter Ausführung zum Einsatz. Die Werkstückspannung erfolgt mittels Spannkonen, optional auch mit Spannzangen. Gegenlauffutter dienen der Verringerung des Bohrungsverlaufes. Die Maschinen arbeiten mit Werkstückvorzentrierungen und Werkstücklünetten und sind an besondere Gegebenheiten durch Werkstücke oder Kundenvorgaben flexibel anpassbar. Die Einspritzaggregate für Dieselmotoren (Common Rails) sind ein Einsatzbeispiel aus dem Bereich Automotive. Ihre Bearbeitung auf der WBM 2-800.4 wurde auf der AMB demonstriert.