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Die Anforderungen an die Oberflächengüte von Bauteilen steigen beständig. Insbesondere die Ansprüche, die an die Oberflächenbeschaffenheit von formgebenden Werkzeugen gestellt werden, sind sehr hoch. Mit dem von Extrude Hone entwickelten AFM-Druckfließläpp-Verfahren (Abrasive Flow Machining) lassen sich metallische Komponenten gezielt entgraten, Kanten verrunden und polieren. Insbesondere im Werkzeug- und Formenbau wird die Technologie zum Oberflächenfinishing von höchst anspruchsvollen Aluminium-Strangpress- sowie Extrusionswerkzeugen eingesetzt.
Mit dem AFM-Prozess von Extrude Hone wird die Oberflächengüte von Strangpress- und Extrusionsmatrizen erheblich verbessert. Dabei werden thermisch beeinflusste Schichten, die zum Beispiel nach der EDM-Bearbeitung entstehen, entfernt, Oberflächenrauheiten minimiert und alle formgebenden Geometrien innerhalb weniger Minuten sozusagen auf Hochglanz poliert. Zugleich wird eine gleichbleibende Bearbeitungsqualität erreicht, die innerhalb engster Toleranzen liegt. Vorteile der Bearbeitung sind eine Zeitersparnis bis zu 75 Prozent gegenüber dem zeitaufwändigen manuellen Polieren und eine perfekte Oberfläche. „Gerade für die schwierige Reinigung enger und schwer zugänglicher Werkzeug-Fließkanäle ist das Druckfließläppen eine optimale Lösung. Diese konnten vor Einführung des AFM-Verfahrens nicht in der hohen Oberflächengüte hergestellt werden“, so Ralf Krieger, Vertriebsleiter Extrude Hone. „Rauheitswerte bis zu Ra 0,1 µm sind häufig gestellte Anforderungen“, führt Krieger weiter aus. Die gewünschte Oberflächengüte ist auch bei besonders geringem Abtrag erreichbar, denn das „Werkzeug“, ein mit Schleifpartikeln angereichertes Polymer, passt seine Viskosität den einwirkenden Scherkräften an. Der Materialabtrag erfolgt in Fließrichtung des Werkstoffes und ermöglicht deshalb das Einstellen optimaler Prozessparameter in der Extrusion und beim Strangpressen. Das Druckfließläppen eignet sich nicht nur zur Bearbeitung neuer Werkzeuge, sondern auch zum Reinigen und Instandsetzen gebrauchter Matrizen. Funktionsflächen, die aufgrund von Abnutzung oder Beschädigung nicht mehr dem geforderten Qualitätsstandard entsprechen, werden mit AFM schnell und wirtschaftlich „aufpoliert“. Dadurch wird auch die Standzeit der meist kostenintensiven Werkzeuge erheblich verlängert. Das AFM-Verfahren findet neben dem Einsatz im Formen- und Werkzeugbau auch Verwendung beim Oberflächenfinishing von anspruchsvollen Bauteilen, zum Beispiel in der Automobil- und Luftfahrt-industrie und der Medizin- und Fluidtechnik. Zu den typischen Anwendungen zählen Turbinenschaufeln, medizinische Implantate oder auch Dieseleinspritzdüsen. Extrude Hone bietet Unternehmen, für die eine Anlageninvestition nicht in Frage kommt, die AFM-Bearbeitung auch auf Dienstleistungsbasis an.