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Die Deva-Kunststoff-Technik GmbH in Lemgo hat sich auf die Produktion von Artikeln aus Hochtemperatur-Kunststoffen
besonders für den Flugzeugbau spezialisiert und setzt in der Werkzeugkonstruktion auf die CAD/CAM-Software Visi. Der sehr gute Umgang mit Fremddaten hat die Entscheidung für Visi leicht gemacht. Weiterer Pluspunkt für die Konstrukteure sind die guten Flächen- und Volumenfunktionen. So kann beispielsweise problemlos in die Fläche zurückgegangen werden, wenn man
an einem Punkt in der 3D-Darstellung nicht mehr weiterkommt.
Bei Deva Kunststofftechnik erfolgt die Konstruktion der Werkzeuge im Unternehmen. „Die drei Konstrukteure setzen dazu Visi mit den Modulen Modelling, Mould, Split, Elektrode sowie die CAM-Module 3- und 5-Achsen Machining ein. Neu hinzugekommen und noch in der Erprobungsphase ist das Modul Visi Flow zur Simulation des Spritzgießens“, berichtet Projektleiter Nils Waterboer. Die Daten der Kunden bekommt die Deva-Kunststoff-Technik im Catia-Format, die dann mit Hilfe der Catia-Schnittstelle von Visi in das Konstruktionsmodul importiert werden. Der sehr gute Umgang mit Fremddaten war einer der Gründe, warum sich die Lemgoer nach dem Vergleich mit anderen Programmen für Visi entschieden haben. Intern werden die Daten auf einem zentralen Server mit speziellen Zugriffsrechten verwaltet, alle Zugriffe müssen zudem protokolliert werden. Mit Visi Mould erstellen die Konstrukteure nach dem Einlesen der Daten den Grundaufbau des Werkzeuges inklusive Auswerfer und Kühlung, was sich zügig realisieren lässt. Ebenso hilfreich sind für die Spezialisten die Trennungsfunktionen des Split-Moduls, mit dem sich die möglichen Trennungen schnell auf ihre Realisierbarkeit hin überprüfen lassen. Sofern es Probleme gibt, sucht der Konstrukteur zusammen mit dem Kunden nach Möglichkeiten, den Artikel so zu verändern, dass er sowohl den geforderten Eigenschaften als auch den Produktionsmöglichkeiten entspricht. Vermehrt konstruieren die Kunden den Artikel aber nicht mehr selbst, sondern geben nur noch eine Spezifikation vor. Der Artikel wird dann von Deva entwickelt und konstruiert, wobei wegen der Durchgängigkeit der Visi-Module jederzeit die Umsetzung im Werkzeug geprüft und berücksichtigt werden kann. Ein weiterer Vorteil von Visi aus Sicht der Konstrukteure sind die guten Flächen- und Volumenfunktionen, die es erlauben, vom Volumenmodell problemlos in die Fläche zurückzugehen, wenn man an einem Punkt in der 3-D-Darstellung nicht mehr weiterkommt, was bei anderen Programmen eher schwierig ist. Ist der Artikel fertig konstruiert, wird je nach Kundenvorgabe ein Prototypenwerkzeug mit einer Kavität gebaut. Die Einsätze montiert der Werkzeugbau in ein Stammwerkzeug, sodass schnell die ersten Spritzversuche für Prototypen erfolgen können. Beim Kunden, respektive nach Auftragsform bei Deva, werden diese dann auf ihre Tauglichkeit hin geprüft. Bei notwendigen Änderungen überarbeitet der Konstrukteur in Visi die Konstruktion, und der Werkzeugbau ändert dann den Einsatz des Versuchswerkzeugs entsprechend. Um die Prozesssicherheit zu erhöhen, hat die Deva-Kunststoff-Technik GmbH letztes Jahr das Visi-Modul Flow angeschafft, mit dem sich Füll-, Verzugs- und Temperatursimulationen durchführen lassen. „Durch den Einsatz des neuen Moduls werden wir zukünftig viel Zeit in der Versuchsphase einsparen können. Die Praxis zeigt zudem, dass sich dank der durchgehenden Bedienoberfläche in allen Visi-Modulen die Software schnell erlernen lässt. Besonders gut gelöst ist auch die 5-Achs-Programmierung im CAM-Modul, da Visi die Umsetzung selbstständig übernimmt und ohne großen Aufwand Programme für das 5-Achs-Simultanfräsen aus bestehenden 3-Achs-Programmen erzeugt werden können,“ fasst Nils Waterboer zusammen. Die Deva-Kunststoff-Technik GmbH mit Sitz in Lemgo fertigt mit ihrem 70-köpfigen Team im 3-Schicht-Betrieb mehrere Hundert unterschiedliche Spritzgussteile für alle zivilen Airbus-Modelle sowie für den Militärtransporter A 400M und den Eurofighter. Nahezu alle Airbus-eigenen Werke wie auch viele Zulieferunternehmen in Deutschland, Frankreich, England, Spanien, Indien und Malaysia gehören zum Kundenkreis. Der Betrieb ist nach der ISO-Norm DIN EN 9100:2003-10 zertifiziert – diese Norm beinhaltet auch die in der Luftfahrt notwendige Entwicklungsfreigabe gemäß der QSF-C. Rund 60 Prozent der Aufträge des Unternehmens kommen aus der Luftfahrtindustrie, die restlichen 40 Prozent verteilen sich auf Artikel für die Möbelindustrie, Haushaltsgeräte, Sanitärartikel, elektronische Bauteile und die Schifffahrt. Des Weiteren bietet die Deva-Kunststoff-Technik Dienstleistungen wie zum Beispiel Aluminiumbedampfen, Chromatieren, Lackieren, Prägen, Montagen, usw. an. Kleinere Systeme werden ebenso gefertigt. Außerdem gehört zum Unternehmen eine Sonderfertigung, in der Aluminiumsichtteile für die Motorradveredelung in Einzelfertigung und in Kleinserien entstehen.