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Röders auf der AMB: Hochdynamischer 5-Achser für mittelgroße Werkstücke, hydrostatisch gelagerte Führungen und Automation

Late News aus Soltau

“High-tech is our business!“ mit dieser Headline wirbt der Soltauer Maschinenbauer Röders für seine Produkte – und wie wir alle wissen: mit Fug und Recht. Überzeugen konnte man sich vor kurzem einmal mehr auf der AMB in Stuttgart. Auf dem eigenen Stand gab es neben der RXP800DS auch noch zwei lineare Handhabungssysteme zu sehen. Darüber hinaus lockte auf dem Gemeinschaftsstand des PTW Darmstadt die RHP500 mit hydrostatischen Führungen die HSC-Klientel.

Ausgehend von den guten Erfahrungen bezüglich erreichbarer Genauigkeit und Dynamik bei der HSC-Bearbeitung mit der kleineren RXP500DS stellt Röders eine neue 5Achs-HSC-Maschine mit Direktantrieben in allen Achsen für mittelgroße Werkstücke vor, die RXP800DS. Kernstück der Maschine ist wiederum die kompakte hochsteife Drehschwenktischkonstruktion mit zwei Torqueantrieben. Die Schwenkrichtung der Schwenkachse wurde unter 90 Grad zur Verfahrrichtung der X-Achse gewählt, so dass eine wechselseitige dynamische Beeinflussung der beiden Achsen ausgeschlossen wird. Das ist insbesondere bei hochdynamischen Anwendungen wichtig, um optimale Oberflächenqualitäten und Genauigkeiten zu erreichen. Außerdem wird die Schwenkachse mit einem Gegenlager abgestützt, was die Steifigkeit und Genauigkeit erheblich erhöht. Das Gegenlager wurde konstruktiv so ausgeführt, dass eine automatisierte Beladung des Maschinentisches über das Gegenlager hinweg mit palettierten Werkstücken problemlos möglich ist. Der Drehtisch hat einen Durchmesser von 400 mm, bei einem Störkreis von 500 mm. Somit können auch größere Werkstücke 5-achsig bearbeitet werden. Basis der Maschine ist das sehr robuste Maschinengestell der RXP800 mit einem Gewicht von über 12 t. Es können unterschiedliche Spindeln bis HSK50 eingesetzt werden. Die Frässpindeln haben eine doppelte Kühlung. Aber insbesondere auch alle Achsen, auch die Dreh- und Schwenkachse, sind wassergekühlt. Damit wird auch bei längeren Bearbeitungen eine hohe Genauigkeit gewährleistet. Als absolute Hochgenauigkeitsmaschinen führt Röders seit 2002 hydrostatisch gelagerte Maschinen mit Linearmotoren im Programm. Auf Grund der hohen Konturgenauigkeiten der Maschinen lassen sich diese nicht nur für das HSC-Fräsen sondern auch für das Koordinatenschleifen einsetzen. Zahlreiche Kunden nutzen inzwischen diesen Vorteil, beide Verfahren in einer Aufspannung anwenden zu können, teilweise auch in automatisierten mannlosen Schichten. Erstmals auf der AMB, auf dem Gemeinschaftsstand des PTW Darmstadt, wird die RHP500 vorgestellt, die im Rahmen eines Bundesforschungsprojektes in Zusammenarbeit mir mehreren Instituten und Firmen entwickelt wurde. Als Ergebnis lassen sich auf der Maschine noch kleinere Toleranzen prozesssicher halten. Es stehen die beiden Bearbeitungsverfahren HSC-Fräsen und Koordinatenschleifen ergänzt durch automatisierte Kontrollmessungen im Fertigungsprozess, alles integriert in die Maschine, zur Verfügung. Basis für die hohen Genauigkeiten ist die Kombination aus hydrostatischen Führungen und Linearmotoren sowie ein hochgenaues Temperturmanagement der Maschine. Sämtliche Elemente werden auf 0,1 °C konstant gehalten. Neben dem Einsatz modernster Maschinen und Fertigungstechnologien ist die Automation das Mittel um Kosten und Durchlaufzeiten zu senken. Insbesondere größere Betriebe verfolgen dabei eher eine Mehrmaschinenautomation und lösen sich zunehmend von der Automation nur einzelner Maschinen. In HSC-Fräszellen wird häufig auch eine Messmaschine mit eingebunden. Somit wird die Qualitätskontrolle in die automatisierte Zelle integriert und automatisiert mit erledigt. Neue lineare Handhabungssysteme, den RC3 und RC4, stellte Röders auf der AMB vor. Diese sind extrem Platz sparend, da die mehrachsige Handhabungseinheit oben auf den Regalsystemen für die Ablage Werkstücke verfährt und dadurch sehr dicht an die Maschinen gestellt werden kann. Die softwaretechnische Steuerung solcher Anlagen, das Zellenmanagement, kommt natürlich auch von Röders. Gleichzeitig ist diese Automation aber auch offen für die Anbindung an andere Datenbanken, zum Beispiel von übergeordneten ERP-Systemen sowie die Nutzung von Chipidentifikation und Weitergabe der Daten an nachgelagerte Erodierzellen. Mehrmaschinenautomation – das ist in Soltau eigentlich schon länger ein Thema. Vor einigen Jahren bereits wurden Lösungen mit stationärem Fanuc-Roboter und mehreren um den Roboter angeordneten Maschinen von Röders realisiert und auch für die Einzelmaschinen war Automation schon immer gefragt. Mit den standardisierten Systemen RC1 bzw. RC2 verfügt Röders schon länger über zwei Werkstück-Handlingsysteme, die im Prinzip aus jeder Röders-Maschine eine kleine Fertigungszelle machen können. Auch spezielle, rotative Handlinggeräte wurden und werden von den Soltauern genutzt, wenn es um Automatisierung geht. Mehr als 100 automatisierte Zellen wurden von Röders bereits installiert, in unterschiedlichsten Ausbaustufen. www.roeders.de


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