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Rapid Profiling und absolute Präzision für extrudierte Kunststoffprofile
TKP, ein Tochterunternehmen der international agierenden Technoform-Gruppe, hat ein Extrusionsverfahren
entwickelt, das nicht nur Rapid Profiling, also eine schnelle Mustererstellung für nahezu alle technischen
Thermoplaste erlaubt. Das Verfahren ermöglicht auch die Fertigung absolut hochpräziser Profile aus einer Vielfalt von thermoplastischen Kunststoffen. Dadurch eröffnen sich völlig neue Einsatzmöglichkeiten für Extrusions-
profile, die bislang nicht oder nur mit einem erheblichen Kostenaufwand realisierbar waren.
Gängige Rapid Prototyping-Verfahren sind bei Extrusionsprofilen nicht geeignet für die Mustererstellung, da weder das benötigte Material, die Länge, die Genauigkeit der Geometrie noch die erforderliche Funktion umgesetzt werden können. Da die Musterfertigung mit dem Technoform-Verfahren in Extrusion geschieht, kann in der benötigten Länge bemus-tert werden. Nahezu alle technischen Thermoplaste können dabei in derselben Geometrie und Funktion bemustert werden, in der später das Serienprodukt hergestellt wird. So können diese Musterprofile in Machbarkeitsstudien und Funktionsversuchen praktisch eingesetzt werden.
Eine schnelle Verfügbarkeit von Mustern erlaubt es, den gestiegenen Anforderungen an immer kürzere Produktentwicklungszyklen zu begegnen. Musterprofile können mit dem Technoform-Verfahren innerhalb von 14 Tagen erstellt werden. Ist die Prototypenphase beendet, kann bei TKP innerhalb von 2 bis 3 Wochen mit der Serienfertigung begonnen werden. Eine wirtschaftliche Serienfertigung ist in diesem hochpräzisen Verfahren für alle Polyamide und Polypropylene (auch verstärkt) sowie für HDPE und PEI realisierbar. Weitere Materialien werden zurzeit von TKP zur Serienfähigkeit entwickelt.
Kunststoffe, die bislang nur im Spritzguss einsetzbar waren, können mit dem Technoform-Verfahren ebenfalls extrudiert werden. Insbesondere brandgeschützte Materialien wie halogenfreie Kunststoffe sind für die Brandsicherheit beispielsweise in der Luftfahrt und der Elektrotechnik von großer Bedeutung. Die Verwendung von Spritzgussmaterial schafft außerdem neue Einsatzmöglichkeiten. So können Extrusionsteile zum Beispiel optisch passend zu vorhandenen Spritzgussteilen wie Schaltern, Griffen und Verkleidungen gefertigt werden. Beide Elemente können zudem gemeinsam der Wiederverwertung zugeführt werden.
In vielen Bereichen der Industrie ist der Anspruch an Präzision mit der Zeit stetig gestiegen. In der Elektrotechnik beispielsweise müssen in Schleifleitungen eingebrachte Kupferleiter, die unter anderem bei Datentransport, Stromschienen und Bussystemen eingesetzt werden, sehr genau positioniert werden. Im klassischen Extrusionsverfahren, der so ge-nannten freien Extrusion, kann lediglich eine Genauigkeit von 0,2 bis ±0,3 mm erzielt werden.
Mit dem von Technoform entwickelten PPZ-II-Verfahren ist TKP in der Lage, Profile mit einer Toleranz von bis zu ±0,05 mm zu fertigen. Höchste Präzision ist aber auch bei der Geometrie der Profile von enormer Bedeutung, zum Beispiel für den Einsatz von Gleitprofilen in der Automatisierungstechnik, oder wenn Extrusionsteile mit Spritzguss- oder Aluminium-teilen kombiniert werden sollen. Das neue Verfahren erlaubt erstmals die Umsetzung von absolut passgenauen Profilen mit exakten Kanten und einer glatten, nicht gewölbten Oberfläche, die bislang beispielsweise bei Polypropylen in freier Extrusion nicht erzeugt werden konnte. Das Technoform-Verfahren erlaubt auch die Einarbeitung von Metalleinlagen.
www.technoform.de