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Spritzgießmaschinen und Peripherie rangieren auf der Fakuma 2002 ganz vorn
Trotz des derzeit schwierigen konjunkturellen Umfeldes bewegt sich die Fakuma, Internationale Fachmesse für Kunststoffverarbeitung in Friedrichshafen am Bodensee, auf hohem Niveau. Praxisnähe und ein breit gefächertes Angebot, Trends und Entwicklungen aus der kunststoffver- und -bearbeitenden Industrie stehen im Vordergrund der wichtigsten Kunststoffmesse im deutschsprachigen Raum, auf der trotz der gestiegenen Ausstellungsfläche nur ein Teil der Warteliste abgebaut werden konnte. Erfreulich ist die hohe internationale Beteiligung. Besonders asiatische Anbieter drängen zunehmend auf den deutschen Markt.
Auf ein glänzendes Jahr 2001 können die deutschen Hersteller von Spritzgießmaschinen nicht zurückblicken. Dennoch sind sie im Vergleich zu manch anderer Branche mit einem blauen Auge davongekommen. So lag der Produktionswert im Kernmaschinengeschäft mit 3,848 Mrd. Euro und einem Minus von 2,7 Prozent nur leicht unter dem Vorjahr. Deutlicher zurück mit einem Minus von 18 Prozent ging jedoch der Auftragseingang, so dass für das laufende Jahr die Aussichten nicht gerade positiv sind. Dementsprechend rechnet der Fachverband Kunststoff- und Gummimaschinen im VDMA, Frankfurt, mit einem kräftigen Minus von 12 Prozent im Produktionsergebnis. Aktuell scheint die Talsohle beim Auftragseingang jedoch durchschritten zu sein.
Besonders betroffen von den Rückgängen sind die Spritzgießmaschinenbauer, traditionell die stärkste Klientel der Fakuma. So fiel der Produktionswert der deutschen Maschinenbauer der im Vorjahreszeitraum immerhin die 1-Mrd.-Euro-Grenze überschritten hatte um 14,1 Prozent auf 873 Mio. Euro. Trotzdem und das spricht für den Stellenwert der Fakuma ist die Fachmesse wieder voll ausgebucht. Über 1200 Aussteller und Mitaussteller finden sich auf einer jetzt brutto 62000 m2 großen Ausstellerfläche ein. Mit der Inbetriebnahme einer zehnten Halle soll zur Fakuma 2003 die Warteliste dann ganz abgebaut werden.
Besser als die Spritzgießer haben die deutschen Hersteller von Extrudern und Extrusionsanlagen das Jahr 2001 abgeschlossen. So konnten sie ein Plus von immerhin 2,1 Prozent vermelden, der Branchenwert der Produktion betrug 735 Mio. Euro. Das Wachstum basiert hier insbesondere auf der Verpackungsbranche und der Spinnvliesproduktion. Unverändert schwach war dagegen der Bausektor.
Zufrieden mit der wirtschaftlichen Entwicklung in 2001 können die Hersteller von Peripheriegeräten sein. So stieg die Produktion laut Zahlen der Fachgemeinschaft Kunststoff- und Gummimaschinen von Werkzeugen und Formen für die Kunststoff- und Kautschukverarbeitung um 7,8 Prozent auf jetzt 1,711 Mrd. Euro, der Bereich Rohstoff- und Werkstückhandling um 4,7 Prozent auf 591 Mio. Euro und Flexodruckmaschinen für Folien um 16,7 Prozent auf 158Mio. Euro. Mithin produzierten der deutsche Kunststoff- und Gummimaschinen-bau und seine Peripherie in 2001 Waren für 6,308 Mrd. Euro, ein Plus von 1,1 Prozent.
Im Vordergrund der Fakuma stehen aktuelle Trends und Entwicklungen aus der kunststoffver- und -bearbeitenden Industrie. Wichtig für Paul E. Schall, geschäftsführender Gesellschafter der P. E. Schall GmbH, Veranstalter und Initiator der Fachmesse, ist die Praxisnähe. Das breit gefächerte Angebot reicht von Verarbeitungsmaschinen und der dazugehörenden Peripherie über Rohmaterialien und Anwendungen bis hin zu Automatisierungslösungen und C-Techniken. Die Fakuma hat sich als eine der wichtigsten Kunststoffmessen im deutschsprachigen Raum etabliert. Dementsprechend hoch bei den Ausstellern ist die Nachfrage aus dem Ausland. International ist auch die Besucherstruktur: insgesamt kamen zur 2000er-Fakuma über 35 000 Besucher, davon rund ein Viertel aus dem Ausland.
Die 15. Fakuma findet dieses Jahr auf dem neuen Messegelände nahe dem Flughafen statt. Nach dem Motto Der Branchentreff im neuen Outfit ist das Messegelände mit neun Hallen ganz auf Funktionalität ausgerichtet. Verkehrsgünstig gelegen bietet es gute Anbindung an den Straßen-, Schienen- und Flugverkehr. Kurze Wege sorgen für einen reibungslosen Ablauf, so dass sich das neue Messegelände trotz der größe-ren Ausstellungsfläche kompakter präsentiert.
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