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Neu konzipierte Fräsanlage macht auch vor komplex geformten Geometrien nicht Halt
Die Rolf Wissner GmbH hat sich der Präzisionstechnik verschrieben. Sie entwickelt, konstruiert, baut und
vertreibt hochtechnologische HSC-Maschinen vom einfachen Stand-Alone-System angefangen bis hin zu
verfahrenstechnisch entwickelten und eventuell sogar verketteten Systemen. Mit ihrer neu konzipierten Fräs-anlage werden die Göttinger auch auf der EuroBLECH 2002 präsent sein. Ziel dieser Anlage ist das vollauto-
matische Ausfräsen von beliebigen Blechteilen ohne Haltestege. Das erfolgt ohne irgendeine Rüstzeit und bei beliebig geformten auszufräsenden Geometrien.
Ausgangspunkt ist die bewährte Portalmechanik WiTEC, die es in verschiedenen Formaten der Verfahrwege von 1,5 m bis 12 m gibt. Die Portalmechanik erlaubt eine höchste Dynamik, also sehr hohe Vorschubgeschwindigkeiten auch bei komplex geformten Geometrien. Gesteuert wird diese Mechanik über die eigenentwickelte Steuerung oder aber über handelsübliche Produkte, wie zum Beispiel die neue Steuerung iTNC 530 der Firma Heidenhain.
Das neue Kernelement dieser Maschine ist die Vakuumplatte, die jedes beliebige Ausgangsformat spannt, ohne dass irgendwelche Zurichtungen vorgenommen werden müssen. Ein Vakuumpapier trennt die Vakuumplatte geometrisch von dem zu fräsenden Gut, so dass die eigentliche Vakuumspannplatte von jeder Fräsoperation unbeschadet bleibt.
Diese hervorragende Fähigkeit, dynamisch jedes Format zu spannen, wird durch eine weitere Entwicklung ergänzt. Über eine oder mehrere Haspeln zieht man Restzeitungspapier über diese Konstruktion. Darauf findet das zu schneidende Blechmaterial seinen Sitz. Nach dem Ausfräsen spült man das Vakuumfeld mit
Pressluft, so dass sich über einen Hoovereffekt die Papiere voneinander trennen. Mit einfachem Handgriff zieht man über das nicht durchgefräste Papier alle erzeugten Fräsgüter auf einen Andocktisch. Dieser wird mit einem Handgriff an die Maschine angedockt und verfügt ebenfalls über das Hooversystem. Nach dem Weiterziehen des Papiers und dessen Abschneiden kann sofort, ohne jegliche Zeitverzögerung, die Maschine neu bestückt werden. Die Rüstzeit ist so auf ein Minimum begrenzt. Der Preis des Restpapiers ist außerordentlich gering, so dass dies kaum in der Kalkulation der Maschinenstundenzeit auffällt.
Zur Steigerung der Effektivität der Ma-schine ist diese auch mehrspindelig ausführbar. Bei der zweispindeligen Maschine lassen sich die Spindeln im Abstand programmtechnisch einstellen, so dass dies angepasst an die Teilegröße ablaufen kann.
Das neu entwi-ckelte Niederhaltesys-
tem W-clamp ist zum Anpressen und damit zum Fixieren von kleinsten Teilen notwendig. Beim geschickten Einstellen der Fräsparameter können so kleinste Teile bis hinunter zu einer Teilegröße von 2 cm3 ohne Haltesteg gefräst werden. Ein trickreiches System verhindert das Verkratzen der Oberfläche und sorgt auch für die Absaugung der Frässpäne und der Restdämpfe der Minimalmengenschmierung. Der Kopf dichtet hermetisch ab, was den Schallpegel drastisch reduziert, und der eingebaute Tornadoeffekt garantiert einen Entsorgegrad von nahezu 100 Prozent. Umfasst wird diese Einheit mit einem Kontaktring, so dass die Maschine sicherheitstechnisch ohne Probleme offen genutzt werden kann. Die Abbildungen zeigen Varianten, die in dem Modularbausystem gezielt auf die entsprechende Kundenanforderung adaptiert wurden.
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