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In einer Aufspannung

In einer Aufspannung

Neues von Wendt für Hersteller von CBN- und PKD-Werkzeugen

Mit ihrer CNC-gesteuerten Maschine WCD eco präsentiert die Wendt GmbH eine neue Anwendung: das Schleifen von CBN-bestückten Einstechwerkzeugen. Besonderer Vorteil ist die zusätzliche 90°-Schwenkachse. Damit schleift die Maschine Einstechprofil, Spanleitstufe und Schutzfase, das heißt, sie fertigt das gesamte Werkzeug in einer Aufspannung. Außerdem stellt der Systemanbieter, der Schleifmaschinen, Schleifwerkzeuge, Kühlschmiermittel und Zubehör aus einer Hand entwickelt, baut und vertreibt, neue Schleifscheibenbindungen vor, die mit
erstaunlichen Ergebnissen aufwarten.

Während auf der EMO 2001 die robotisierte WCD 44 RA zum Schleifen von Hartmetall-Wendeschneidplatten gezeigt wurde, handelt es sich bei der in Stuttgart auf der AMB 2002 ausgestellten WCD eco um die manuelle Version. Mit der weiterentwickelten, keramisch gebundenen CBN-Schleifscheibe und dem neuen Rotodress-Abrichtsystem, das die Scheibe während des Schleifprozesses kontinuierlich schärft, werden wirtschaftliche Taktzeiten und eine hohe Produktivität erzielt: ein komplettes Einstech-profil in 2 min 30 s. Auch beim Werkstückwechsel ergeben sich kürzeste Nebenzeiten. Natürlich lassen sich Einstechnuten in den verschiedensten Formen produzieren. Anwender dieser Maschine sind hauptsächlich die Hersteller von CBN- und PKD-Werkzeugen für die spanende Fertigung.
 Alle Achsen des Schleif- und des Werk-stückaggregates sind hydrostatisch gelagert. Damit arbeiten sie praktisch verschleißfrei und sorgen bei den zu schleifenden Hartstoffen CBN und PKD für ein gutes Dämpfungsverhalten, das Ausbrüche an den Werkzeugschneiden verhindert. Mit 350 mm Durchmesser bietet die magnetisch befestigte Schleifscheibe durch die große Fläche viel Schleifbelag. Radien lassen sich ohne Ansätze schleifen, da jedes Werkstück an einer Schleifscheibenseite fertig bearbeitet wird.
Die hohe Standzeit der Scheibe reduziert häufige Korrekturen. Ein Schnellwechselsystem für Schleifscheibe und Dressrolle ermöglicht den Wechsel beider Schleifwerkzeuge in wenigen Minuten. Die Schleifscheibe und ihre Belagspezifikation werden automatisch erkannt. In der C-Achse lässt sich die Maschine in beiden Richtungen um jeweils 110° durchgängig nutzen. Der große Vorteil des eingebauten 2D-Messsystems: Bei den zu fertigenden Werkzeugen ist die Einstechbreite sehr wichtig, das heißt, der Bediener kann mit den Mess-tastern auf beiden Seiten das engsttolerierte Stechmaß direkt messen.
 Die moderne, digitale CNC-Steuerung er-laubt eine Produktion der Einstechwerkzeuge ohne manuelle Kontrolle und das flexible Programmieren der Maschine – auch extern. Dabei sind Standard-Spanleitstufen vorgesehen. Eine variable Geometrie der Spanleitstufe wird über Spline-Interpolation eingerichtet. Schutzfasen-seiten und Schutzfasenradien lassen sich frei programmieren. Schutzfasenwinkel bis zu 25° bieten eine große Anwendungsbreite. Ein Schleif-programm für eine Gruppe von ähnlichen Werkstücken durch eine Variantenprogrammierung ist vorhanden. Die Netzwerkanbindung und die Ferndiagnose über Modem sind möglich. Damit kann die Steuerung in die Bürowelt integriert und Störmeldungen per E-Mail weitergeleitet werden. Insgesamt arbeitet die Steuerung so einfach und durch die verwendete Hochsprache so komfortabel, dass der Bediener ohne Programmiersprachen auskommt und direkt die gewünschten, durch die Steuerung bestimmten Technik-Parameter eingeben kann. Auch Wartungsarbeiten werden automatisch verwaltet.
 Neben der WCD eco stellte Wendt in Stuttgart außerdem zwei neue Hochleistungsbindungen vor. Zum einen die neue Schleifscheiben-Bindung L75, mit der durch eine besondere Materialauswahl das Temperaturaufnahmevermögen der Schleifscheibe in den Flansch und somit zur Maschine stark verbessert wird. Außerdem wurde ein weicheres Schleifverhalten erzielt bei gleichzeitig sehr guter Standzeit. Die Neuentwicklung erfolgte in enger Zusammenarbeit mit dem Institut für spanende Fertigung der Universität Dortmund. Dort wurden Feinstkorn-Hartmetalle und Cermets mit der neuen Bindung bearbeitet. Besonders Cermets haben ein ausgeprägtes temperaturempfindliches Verhalten. Mit der L75, bei der Schleifkorn, Ummantelung und die Bindung selbst optimiert wurden, erzielte man deutliche Verbesserungen. Erste Einsätze bei namhaften Werkzeugherstellern für das Umfangsschleifen von WSP zeigten hervorragende Leistungen bei Schnittfreudigkeit und Standzeit. Besonders die Ergebnisse der Kantenqualitäten der geschliffenen WSP – immer ein wichtiges Kriterium – sind ebenfalls beeindruckend.
 Eine weitere Hochleistungsbindung, die in Stuttgart zu sehen war, ist die P60, die das Schleifen von Kaliberwalzen wesentlich erleichtert. Seit Jahren setzte Wendt für diesen Prozess erfolgreich seine Schleifscheiben-Bindung MX...R ein. Die neue Bindung P60 bietet allerdings eine höhere Schnittigkeit und damit ein wesentlich weicheres Schleifverhalten. Außerdem senkt die bessere Zerspanungsfähigkeit die benötige Antriebsleistung der Schleifmaschine. Die daraus gefertigten Schleifscheiben haben meistens 200 mm Durchmesser, sind in allen Profilgeometrien lieferbar und werden sowohl auf Fremdmaschinen als auch auf der Wendt-Maschine D405 eingesetzt. Mit dem Nachschleifen von Kalibern, bedingt durch den Verschleiß beim Walzen und dem Umschliff, bietet die neue Bindung weitere Anwendungen: Brauchen die Stahlverarbeiter neue Kaliber, werden aus wirtschaftlichen Gründen nicht immer neue Walzring-Rohlinge verwendet, sondern vorhandene Kaliberformen umgeschliffen. Ein Merkmal dafür, dass der Kaliberwalz-Prozess eine sehr anspruchsvolle Technik darstellt.
www.wendtgroup.com



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