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Wer mit dem Gedanken spielt, sich eine Maschine zum Tiefbohren ins Haus zu holen, aber wegen ungewisser Auslastung zögert, sollte die IA5-Serie von Auerbach in Betracht ziehen. Diese Maschinen können die komplette Vorbearbeitung komplexer Werkzeugformen übernehmen und amortisieren sich so in kurzer Zeit. Special Tooling zeigt, welche Rolle dabei die Fanuc 310i spielt.
Die Auerbach Maschinenfabrik im vogtländischen Ellefeld ist in der Erfolgsspur. Das zur X-tec Gruppe gehörende Unternehmen erreichte im Jahr 2007 mit rund 100 Mitarbeitern einen Umsatz von 11 Mio. Euro, eine Plus von etwa 30 Prozent. Was Geschäftsführer Thomas Gemeinhardt, Chef des Traditionsunternehmens, das seit über 60 Jahren Werkzeugmaschinen baut, optimistisch stimmt, sind vor allem die Erfolge der IA-Baureihe TLF, die Tiefbohren und Fräsen in einer Maschine vereint. Entscheidend für die Entwicklung dieser Werkzeugmaschinen sind das längjährige eigene Know-how im Bau von Bettfräsmaschinen und das von Ixion ins Unternehmen getragene Wissen um die Tiefbohrtechnik. Für Thomas Gemeinhardt steht fest, dass er bei den zugelieferten Komponenten auf höchste Qualität achten muss: „Vor allem auf Steuerungsseite brauchen wir einen starken Partner, der ausgereifte, absolut zuverlässige Produkte anbietet, die so gut wie nie ausfallen. Falls doch einmal Service erforderlich ist, sollte er in allen Ländern vertreten sein.“ Aus diesem Grund entschied sich Auerbach, mit Fanuc, dem Weltmarktführer in CNC-Steuerungstechnologie, zusammenzuarbeiten. Das war vor etwa einem Jahr. Beim ersten gemeinsamen Projekt handelte es sich um eine IA5-TLF. Diese große, fünfachsige Tiefbohr- und Fräsmaschine war für das weltweit aktive Großformenbau-Unternehmen Huawei ARKK in Changzhou/China bestimmt, um große Formen tiefzubohren und Vorbearbeitungen wie Flächen und Taschen fräsen, gewindeschneiden und so weiter zu übernehmen. Die Stärke dieser Maschine ist vor allem in ihren drei Linear und zwei Rundachsen begründet. Es lassen sich mit Einlippenbohrern von 3 bis 65 mm oder mit BTA-Werkzeugen von 18 bis 65 mm Tiefbohroperationen bis zu 2.100 mm in einem Zug durchführen – nicht nur horizontal, sondern durch den Rundtisch und die schwenkbare Bohr-Fräs-Einheit in jedem beliebigen Winkel. Durch die Steifigkeit der Maschine sind außerdem Bohr-, Gewinde- und Fräsoperationen an vier Seiten des Werkstücks in einer Aufspannung möglich, wodurch der gesamte Bedarf des Formenbauers im Bereich der Vorbearbeitung abgedeckt wird. Thomas Gemeinhardt hat sich mit seinen Entwicklern für die Fanuc CNC-Steuerung der Serie 310i-A5 entschieden, denn ihre Leistungsfähigkeit sei für das Anforderungsprofil ideal: „Weder das anspruchsvolle Tiefbohren unter verschiedenen Winkeln noch simultane Fünfachsfräsbahnen sind für diese Steuerung ein Problem. Dafür bietet die Fanuc 310i-A5 spezielle Funktionen wie Koordinatentransformation, Radiuskorrektur und Werkzeuglängenkontrolle. Wichtig war für uns auch das Bohren mit unterbrochenen Schnitten. Denn komplexe Formen haben Hunderte von Bohrungen, und somit ist es üblich, dass der Bohrer auf bestehende Bohrungen stößt. Wir haben dafür Zyklen geschrieben, um den Vorschub und Kühlmittelfluss der Maschine entsprechend zu regulieren. Mit der Fanuc-Steuerung ließ sich das hervorragend lösen, was bei anderen Anbietern schwierig war.“ Auerbach nutzt auch andere komfortable Leistungen der 310i gerne. Thomas Gemeinhardt weist auf das integrierte Sicherheitssystem Dual Check Safety hin, das bei diesen großen Maschinen mit ihren komplexen Bewegungen fast unerlässlich ist. Ebenso lobt er die einfache Bedienbarkeit und fügt noch einen ganz pragmatischen Vorteil hinzu: „Bei vielen unserer Kunden stehen schon Fanuc-gesteuerte Maschinen. Weil die Bediener das Grundkonzept der Fanuc-Steuerung schon verinnerlicht haben, ist es für uns leichter, sie auf die Besonderheiten dieser Tiefbohrmaschine zu schulen.“ Doch zunächst war die Fanuc CNC-Steuerung für die Auerbach-Mitarbeiter Neuland. Da eine Tiefbohrmaschine eher den Exoten im Werkzeugmaschinenbereich zuzuordnen ist, benötigt sie viele Sonderfunktionen, die kein Steuerungshersteller bieten kann. Da musste erst ein Auerbach-Programmierer ran. Laut Geschäftsführer Gemeinhardt lief das besser als erwartet: „Von großem Vorteil war, dass Fanuc schon Monate vorneweg eine komplette Steuerung mit der Originaltastatur zur Verfügung gestellt hat, so dass unser Fanuc-Spezialist frühzeitig trainieren und die gesamten Programme, Zyklen etc. schreiben konnte.“ Denn wie bei großen Projekten häufig, war vor der Auslieferung die Zeit knapp. „Im Prinzip haben wir die Maschineninbetriebnahme hier innerhalb von zwei Wochen durchgezogen“, erwähnt Thomas Gemeinhardt nicht ohne Stolz. „Daher war es für uns sehr wichtig, dass das Implementieren der Fanuc Steuerung 310i relativ problemlos geklappt hat. Die vorab zur Verfügung gestellte Steuerung hat die Inbetriebnahme der Maschine massiv verkürzt und vor allem die Arbeit auf Deutschland reduziert, so dass wir die gesamten Parameter und Programme auf CDs mitgeben konnten. Bei der Wiederinbetriebnahme in China haben unsere Leute die CD reingeschoben und nur noch überspielt.“