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Das Lasersintern zählt zu den Basis-Technologien des Rapid Prototyping. Produktentwickler, Konstrukteure und Designer nutzen das Schichtbau-Verfahren sowohl zur Herstellung reiner Anschauungsmodelle als auch zur Fertigung seriennaher Funktionsteile. Ein neues Polymer von hoher Zähigkeit ermöglicht nun auch die Herstellung durch und durch schwarzer Objekte. Zu den ersten, die diesen innovativen Pulver-Werkstoff einsetzen, gehört der bekannte Engineering-Dienstleister FKM.
Durch die stetige Ausweitung seiner Werkstoff-Palette bietet Engineering-Dienstleister FKM Sintertechnik den Entwicklungsingenieuren immer wieder neue Perspektiven im Rapid Prototyping. „Die wirklichen Innovationen im Lasersintern kommen seit Jahren vor allem aus der Materialwelt. Wir legen daher großen Wert darauf, für unsere Kunden immer die neuesten Lasersinter-Werkstoffe bereit zu halten“, erläutert Jürgen Blöcher, der das Unternehmen FKM nun schon seit 1994 gemeinsam mit Harald Henkel leitet. Zu den Standard-Werkstoffen im Programm von FKM gehören seit jeher das sehr breit eingesetzte Polyamid PA 12 fine sowie das glasgefüllte Polyamid PA 12 fine GF. Ebenfalls bereits seit Jahren im fast täglichen Einsatz sind das Aluminium gefüllte Polyamid Alumide mit seiner Leichtmetall-Optik sowie das Elastomer Somos 201, das Kautschuk ähnliche Eigenschaften hat. Als einer der ersten RP-Dienstleister setzt FKM seit Anfang dieses Jahres nun auch ein neues schwarzes Polymer an. Im Gegensatz zu früheren Schwarzpulvern ist dieses sinterfähige PA 11 nicht nur äußerlich schwarz oder nachträglich eingefärbt, sondern durch und durch schwarz. Dieses inhärente schwarze Polymer weist zudem eine sehr hohe Zähigkeit auf, was sich in der erstaunlichen Bruchdehnung von 47 Prozent niederschlägt. Außerdem ermöglicht es die Realisierung qualitativ hochwertiger Oberflächen sowie komplexer Geometrien. Aufgrund seiner physikalischen Eigenschaften und seiner Schwärze lassen sich mit dem neuen Sinter-Kunststoff sowohl optisch ansprechende und seriennahe Design-Prototypen als auch belastungsfähige Funktionsmodelle anfertigen. Typische Anwendungsbeispiele wären Verkleidungsteile für den Pkw-Innenraum oder Komponenten, die im Motorraum verbaut werden. Vor allem aufgrund seiner guten Werkstoff-Parameter eignet sich das schwarze PA 11 auch für die Serienfertigung im Sinne des Rapid Manufacturing beziehungsweise e-Manufacturing. Die Arbeit mit dem schwarzen Polymer-Pulver stellt besonders hohe Anforderungen an die technische Infrastruktur in der Prototyping-Werkstatt von FKM. „Eine zentrale Voraussetzung für den qualitativ einwandfreien Einsatz des schwarzen PA 11 ist die strickte Abgrenzung vom übrigen Produktionsbereich, der mit den weißen oder hellgrauen Lasersinter-Werkstoffen arbeitet. Damit es zu keinerlei Verunreinigungen kommt, läuft das schwarze Polymer in eigenen Materialkreisläufen und wird in einer eigens dafür angeschafften Lasersinter-Anlage verwendet“, berichtet Firmenchef Jürgen Blöcher. Mit nunmehr 16 RP-Anlagen verschiedener Hersteller betreibt FKM Sintertechnik im hessischen Biedenkopf den derzeit wohl größten Lasersinter-Maschinenpark in Europa. Mit diesen enormen Kapazitäten und seinem langjährigen Know-how gehört das Unternehmen mittlerweile zu den europäischen Top-Adressen für Produktentwickler und Konstrukteure – ganz gleich ob aus Automobilbau, Luftfahrt, Konsumgüterindustrie oder Medizintechnik.