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Schnell in Form

Um weiterhin erfolgreich zu bleiben, optimieren Werkzeug- und Formenbauer wie die Babilon GmbH permanent ihre Prozesskette. Beispielsweise durch das CAD/CAM-System WorkNC von Sescoi. Diese Software erleichtert unter anderem das Elektrodenfräsen oder die Mehrfachbestückung von Paletten. Zusätzlich können NC-Programme zur 5-Achsen- Simultanbearbeitung mit WorkNC erstellt werden – garantiert kollisionsfrei.

Ob Türöffner, Griffschalen, Airbag-Abdeckungen oder Lenkradskelette – die Babilon GmbH Werkzeugbau in Breuberg ist spezialisiert auf Spritz- und Druckgießwerkzeuge für den Automotive-Bereich. Um langfristig erfolgreich zu sein, muss ein Unternehmen seine Abläufe und seine Ausstattung immer wieder überdenken. So ist Babilon vor mehreren Jahren zu der Überzeugung gelangt, den internen Durchsatz – optimieren zu müssen. Am dringendsten rationalisierungsbedürftig erschien Jochen Babilon und seinem Team die Strecke vom Programmieren der Elektroden bis zur anschließenden Graphitbearbeitung. So machte sich Jochen Babilon auf die Suche nach der passenden CAM-Software. Während eines Messebesuchs wurde er auf WorkNC aufmerksam. Der Anbieter dieses CAM/CAD-Systems, Sescoi in Neu-Isenburg, war ihm schon seit 1987 als Spezialist für Software bekannt, die vor allem auf Werkzeugbau-Bedürfnisse ausgerichtet ist. Auf Anfrage räumte Sescoi den Breubergern eine vierwöchige Testphase ein, um sich ein Bild von der programmtechnischen Vorgehensweise zu machen. Den Einstieg erleichterte ein mit der Inbetriebnahme verbundener Tages-Crashkurs. Jochen Babilon, der sich damals selbst vorwiegend ums Programmieren gekümmert hatte, schildert: „Zunächst beeindruckte mich die unkomplizierte Anwendung aller programmtechnischer WorkNC-Features, ob zum Rohteilhandling oder zur Fertigbearbeitung. Schon nach zwei Tagen konnten wir perfekt funktionierende Fräsprogramme herstellen.“ Auch die Erwartung, ohne übermäßige Mehrarbeit gespiegelte Bauteile sowie Elektroden mit unterschiedlichen Untermaßen herstellen zu können, wurde erfüllt. Denn WorkNC bietet den Vorteil, von einer programmierten Elektrode mit einem globalen Offset die Untermaße vergrößern oder verkleinern zu können. So entstehen auf einfache Weise neue Schrupp- oder Schlichtvarianten der Elektrode. Diese Pakete lassen sich außerdem mit einem Mausklick für spiegelbildliche Teile umrechnen, wobei sich auch die Frässtrategien entsprechend ändern. „Mit WorkNC kamen wir unserem Ziel, die Programmierzeiten für konturgebende Teile und Elektroden drastisch zu verkürzen, einen großen Schritt näher“, resümiert Jochen Babilon. Flankierend zum neuen CAM-System investierte er für die Graphitbearbeitung in neue HSC-Bearbeitungszentren mit Palettensystem, wodurch die Engpässe bei der Elektrodenherstellung nahezu eliminiert wurden. Dazu trug auch der Einsatz der WorkNC-Zusatzsoftware Multi-Part Machining (MPM) bei, die das Fräsen unterschiedlicher Bauteile auf einer Palette optimiert. Hinter MPM steckt die Idee, die gesamte Palette als ein zu bearbeitendes Bauteil zu betrachten, für das WorkNC ein passendes NC-Programm zur Verfügung stellt. Im Idealfall kommt so jedes Werkzeug nur einmal zum Einsatz, und die Anzahl der Fräsbahnen bleibt übersichtlich. MPM minimiert dadurch den Werkzeugwechsel, spart Zeit und erhöht die Prozesssicherheit – was sich bei Babilon und seinen bis zu 400 Elektroden pro Monat schnell bezahlt macht. Kollisionssicherheit wird bei Babilon groß geschrieben, denn schließlich kann in der HSC-Bearbeitung der Bediener gar nicht schnell genug reagieren, um während des Fräsvorgangs einen drohenden Crash abzuwenden. Doch MPM bietet derartige Sicherheitsvorkehrungen: So lassen sich im Programm die Positionen der einzelnen Elektroden einfach darstellen, wodurch der erfahrene Bediener auch kleinste Fehler sofort erkennt. Um Kollisionen zu vermeiden, ermittelt MPM zudem automatisch eine sichere Rückzugshöhe, die sich aus dem höchsten Projekt ergibt. Wenn das Werkzeug von Projekt zu Projekt zieht, um die nächste Fräsbahn abzuarbeiten, ist der Rückzug auf diese Höhe Pflicht. Die sichere Kollisionsfreiheit aller durch WorkNC generierten Programme war für Jochen Babilon ein entscheidender Faktor, das System auch für die Stahlbearbeitung einzusetzen: „Über Kollisionen musste ich mir bei WorkNC noch nie Gedanken machen. Die Programme haben stets sicher funktioniert, weshalb wir die komplette Fräsbearbeitung – in Graphit sowie in Stahl – auf WorkNC umgestellt haben. Seit kurzem programmieren wir darüber sogar die 5-Achsen-Simultanbearbeitung.“ Schließlich ist Babilon auch im Maschinenpark up-to-date. Drei Fräsmaschinen mit Schwenkkopf und Drehtisch werden in der Fertigung zur 5-Achsen-Bearbeitung eingesetzt, teils mit angestellter Achse, teils simultan. Für Jochen Babilon ist WorkNC inzwischen zu einer wichtigen Stütze der gesamten Zerspanung geworden: „Wir wickeln mittlerweile den kompletten Kollisionsschutz über das Programmieren ab. Es muss sich kein Bediener an der Maschine Gedanken machen, ob es irgendwo Probleme mit der Werkzeuglänge geben könnte, solange er sich an die Vorgaben aus der Programmierung hält. Die trägt die Verantwortung. So konnten wir die Zeiten für mannlose Fertigung wesentlich erhöhen, und ich kann mittlerweile ohne Bauchschmerzen eine 40 Stunden-Bearbeitung übers Wochenende anstoßen.“ Heute nutzt Babilon vier WorkNC-Arbeitsplätze – Tendenz steigend. Der Firmenchef attestiert der Software eine starke Entwicklung: „Als wir uns damals für WorkNC entschieden haben, wies die Software ein paar Schwächen zum Beispiel im Rohteilhandling und in der Restmaterialerkennung auf. Außerdem war der CAD-Part ganz neu und noch nicht hundertprozentig integriert. Mittlerweile sind diese Schwachstellen beseitigt, und unsere Programmierer nutzen inzwischen auch den CAD-Part – vorwiegend zu CAM nahen Veränderungen an der Konstruktion, um beispielsweise Flächen zu schließen oder zu verlängern.“ WorkNC wird von Version zu Version weiterentwickelt und praxisnah ausgebaut. Dies ist auch im letzten Versionensprung von WorkNC V18 auf V19 geschehen. Allerdings mit einer Besonderheit: Parallel zu den „üblichen“ Detailverbesserungen in V19 haben die Sescoi-Entwickler eine völlig neue Benutzeroberfläche gestaltet, die optimalen Zugriff auf alle Funktionen des CAM- und des CAD-Bereichs bietet. Sescoi-Vertriebsleiter Werner Möller ist überzeugt: „Unter der Bezeichnung WorkNC G3 steht jetzt eine Software zur Verfügung, die dem Anwender durch die Funktionalität von Version 19 und die neue Oberfläche ein noch effektiveres und schnelleres Programmieren ermöglicht.“ Dem stimmt Jochen Babilon zu: „In WorkNC G3 hat Sescoi die Oberflächen fürs Fräsen und für die Konstruktion zu einem System zusammengefasst. Das Ergebnis ist sehr modern und intuitiv zu bedienen. Zudem hat WorkNC neue Funktionen implementiert, die zum Beispiel skalierbare Oberflächengüten ermöglichen.“ Ein Beispiel für die Zusammenarbeit von CAD- und CAM-Part in WorkNC G3 ist die Simulation der Fräsbahnen, die mit einer einzigen Dialogbox gesteuert wird.

www.sescoi.com



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