java.lang.NullPointerException
Eine fertigungsgerechte EDV-Lösung muss die tatsächlichen Abläufe im Tagesgeschäft der Anwender unterstützen. Wenn zudem auch Nicht-EDV-Fachleute problemlos und mit geringem Schulungsaufwand damit arbeiten können, dann dürfte man die richtige Lösung gefunden haben. Was sich relativ einfach anhört, gestaltet sich in der Praxis oft schwierig. Eine praktikable Software-Lösung für die Einzelfertigung zu finden, war auch für die KWS-Koelle Werkzeugbau und Sonderfertigung GmbH nicht leicht. Die Entscheidung fiel letztlich auf die Segoni AG.
Die KWS-Koelle Werkzeugbau und Sonderfertigung GmbH war bereits 25 Jahre erfolgreich tätig, als Helmut Hübner und seine Frau das Unternehmen vor sechs Jahren übernommen und den eigenen Werkzeugbau mit eingebracht haben. Das bei KWS bereits Jahre zuvor eingeführte PPS-System bot zwar einerseits eine Vielzahl an Möglichkeiten, andererseits fehlten Funktionalitäten, die speziell die Einzelteilfertigung unterstützen. Nach einem detaillierten Auswahlverfahren entschied man sich zunächst zugunsten eines Wettbewerbers der Segoni AG. „Bereits nach wenigen Tagen häuften sich die Probleme“ so Renate Hübner „wir konnten die vom Programm vorgesehene Herangehensweise nicht auf unser Tagesgeschäft und unsere Abläufe und Bedürfnisse übertragen. Nach drei Monaten haben wir uns dann entschlossen, die Notbremse zu ziehen und das System wieder aus dem Betrieb zu nehmen.“ Segoni-Projektleiter Roland Schmid, Werkzeugmachermeister und ehemaliger Fertigungsleiter, kennt die Ansprüche an eine fertigungsgerechte EDV-Lösung: „Eine EDV-Branchenlösung muss die tatsächlichen Abläufe im Tagesgeschäft der Anwender unterstützen. Die Anwender wollen sich hinsichtlich Funktionen, Begrifflichkeiten, der Gestaltung der Masken und den Inhalten von Auswertungen wiederfinden;“ fasst Schmid zusammen „die Handhabung muss so einfach und klar strukturiert sein, dass auch Nicht-EDV-Fachleute problemlos und mit geringem Schulungsaufwand damit arbeiten können, und der Dateneingabe und -pflegeaufwand muss auf ein Mindestmaß reduziert sein.“ Dazu Renate Hübner: „Wir haben uns mit dem Kundenbetreuer bei einem der Kunden von Segoni getroffen, um unsere Abläufe im Segoni.PPMS durchzuspielen und jede offene Frage zu klären“. Zur Entspannung beigetragen hat die Tatsache, dass Segoni.PPMS eine Softwarelösung für Produktions-, Prozess- und Managementanforderungen ist, die sich ganz strikt an der „Fertigungsstückzahl 1“ orientiert. „Bereits nach zwei Schulungstagen waren wir so weit, dass alle Kalkulationen, Angebote und Arbeitspläne komplett über Segoni.PPMS abgewickelt wurden; kaufmännische Auftragsabwicklung, Einkauf, Zeiterfassung und Controlling folgten unmittelbar danach“ wundert sich Helmut Hübner noch heute über die unkomplizierte Einführung. Segoni-Kundenbetreuer Ralf Dürrwächter erläutert: „Der große Vorteil des Segoni.PPMS liegt darin, dass wir den Werkzeugbau ebenso unproblematisch abbilden können wie die Präzisionseinzelfertigung. Wir bieten eine Grobkalkulation für Neuwerkzeuge, zu denen noch keine Konstruktion vorliegt, und eine Feinkalkulation auf Basis der Einzelteilzeichnungen. In beiden Fällen lässt sich dabei bequem auf bereits gefertigte Aufträge sowie Vorlagen zurückgreifen“. „Das erhöht die Kalkulations- und Planungssicherheit enorm, spart zudem Zeit, und ist besonders hinsichtlich der immer größer werdenden Anfrageflut ein wichtiges Kriterium. Die Anbindung von Segoni.PPMS an die Telefonanlage sowie an unser Emailprogramm optimiert übrigens auch hier die Prozesse.“, so Helmut Hübner. Bei KWS bearbeiten fünf Kalkulatoren Kundenanfragen, erstellen Angebote und versorgen eine über 40-köpfige Einzelteilfertigung mit detaillierten Arbeitsplänen. Das schafft man in der Sonderfertigung nur, wenn man effektiv organisiert ist und über eine fertigungsgerechte Kalkulation verfügt. Mit jeder Kalkulation entsteht im Hintergrund des Segoni.PPMS automatisch auch ein Arbeitsplan, der im Auftragsfall nur noch ausgedruckt wird. Dieser Arbeitsplan durchläuft zusammen mit Zeichnung und Material den gesamten Fertigungsprozess. „Bei uns werden Sie in der Fertigung kein Teil finden, das nicht durch den Arbeitsplan eindeutig zu identifizieren ist“ erläutert Helmut Hübner nicht ohne Stolz „alles ist klar zuordenbar und nachvollziehbar. Die Fertigungslogistik wird dabei durch Kästen, in denen die Einzelteile gemeinsam mit Zeichnung und Arbeitsplan transportiert werden, und bereichsbezogene Regale unterstützt.“ Die Zeiterfassung erfolgt mit Barcode-Lesepistolen über Standard-PC´s. Sind die Daten einmal eingegeben, stehen sie in diversen Auswertungen zur Verfügung. „Natürlich wachsen die Ansprüche mit dem Unternehmen. Neben ganz speziell auf unseren Bedarf zugeschnittenen Anpassungen wurde zum Beispiel das Zusammenspiel mit der von uns eingesetzten Dokumentenverwaltungs- und Archivierungssoftware realisiert;“ so Renate Hübner. Das Bestreben zur steten Prozessoptimierung wussten auch die Juroren des Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft und Technologie sowie der Technischen Universität München zu schätzen. Im Jahr 2007 vergaben Sie den Bayrischen Qualitätspreis an die KWS Koelle GmbH und würdigten damit die besonderen Leistungen in Hinblick auf das betriebliche Qualitätsbewusstseins des rund 50 Personen starken Unternehmens. „Die Bewertungskriterien sind dabei ähnlich einer Zertifizierung und berücksichtigen auch die Managementmethoden zur Personal- und Unternehmensführung. Segoni.PPMS dient bei KWS als Informationsdrehscheibe und hat unsere Transparenz deutlich gesteigert. Dank umfangreicher Auswertungen können wir mehr aus unseren Daten herausholen. Unser Qualitätsgedanke wird dabei in elementaren Prozessen unterstützt“, fasst Helmut Hübner zusammen. „Wir freuen uns sehr über diese Auszeichnung und möchten das Lob an unsere Mitarbeiter und Lieferanten weitergeben, denn Qualität ist ein Resultat aus einem bestqualifizierten Team sowie dem Einsatz modernster Techniken“, fügt Renate Hübner abschließend hinzu.