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von Harald Klieber Wie auf der AMB wird Ingersoll Werkzeuge seine Innovationen auch auf der EuroMold weithin sichtbar Rot einfärben – samt der Neuheiten der Dreh- und Stech-Reihe Taeguline. Interessant für den Werkzeug- und Formenbau sind das neue Programm zum Gewindefräsen, die IsoPlus-45°-Planfräser mit achtschneidiger, positiver Platte sowie die sechsschneidigen PowerFeedPlus-Platten für sehr hohe Vorschübe.
Auch die Werkzeug- und Formenbauer werden davon profitieren, dass sie ab 2009 auch die Dreh- und Stech-Werkzeuge unserer Tochter TaeguTec über unseren Vertrieb beziehen können“, erklärte Ingersoll-Werkzeuge-Geschäftsführer Armin Engelhardt bereits auf der AMB die Integration von TeaguTec. „Die Marke bleibt als Taegu-Line natürlich erhalten. Damit wird der Ingersoll-Vertrieb künftig ein rundes Werkzeugprogramm eben aus einer Hand anbieten, dass für sämtliche Zerspanungsoperationen immer eine absolut passende Lösung bereit hält – oder binnen Tagen für Spezialanforderungen auch konfiguriert“, unterstreicht Armin Engelhardt den hohen Anteil an Sonderwerkzeugen bei Ingersoll. Dennoch sei nach Erfahrung von Armin Engelhardt aber auch schon mit den Standardwerkzeugen Hochleistungszerspanung im Werkzeug- und Formenbau uneingeschränkt machbar. Bester Beweis seien beispielsweise die neuen Vollhartmetall-Schaft- und Wechselkopffräser. Diese HPC-Schrupp- und Schlichtfräser 47C..RQ.. sind eben für hohe Spanvolumen, aber auch beim Schlichten für beste Oberfläche prädestiniert. Die Vorteile liegen besonders beim Schruppen von hochlegierten und rostfreien Stählen, Titanlegierungen und anderen exotischen Legierungen, die auf leistungsschwachen Maschinen bearbeitet werden sollen. „Aufgrund der speziellen Schneidengeometrie wird nur eine geringe Leistung an der Maschinenspindel benötigt und es treten kaum Vibrationen auf – auch bei Zustellungen von 2 x D“, erklärt Werkzeug- und Formenbau-Experte Andreas Schneider die Vorteile. Durch die geringe Leistungsaufnahme besteht die Möglichkeit, auch kleine SK40-, BT40- oder HSK63-Spindeln wirtschaftlich einzusetzen und beim Schruppen der schwer zu bearbeitenden Werkstoffe ein hohes Spanvolumen zu erreichen. Aufgrund der gerade verzahnten Schneiden erzeugen die Fräser auch beim Schlichten gute Oberflächen. Die Werkzeuge sind mit vier oder fünf Schneiden lieferbar, wobei die kleinere Schneidenzahl bevorzugt beim Vollnuten, die größere beim Besäumen zur Anwendung kommt. Die Fräser sind als VHM-Schaftfräser mit Aufnahmen DIN 6535 HA (zylindrischer Schaft) und DIN 6535 HB (Weldon-Schaft) mit einem Spiralwinkel von 38° in 24 Größen für Durchmesser von 6 bis 20 mm lieferbar. In diesem Arbeitsbereich beträgt die Schneidenlänge der vier- und fünfschneidigen Werkzeuge 14 bis 50 mm. Die VHM-Einschraubköpfe Chip-Surfer 47 C..RQ stehen im Durchmesserbereich von 8 bis 25 mm bereit. Mit vier effektiven Schneiden verfügen sie ebenfalls über einen 38°-Spiralwinkel. Ihre Schneiden sind 5 bis 15 mm lang. Da bei diesem Wechselkopfsystem eine Aufnahme für verschiedene VHM-Einsätze genutzt werden kann, ist es besonders wirtschaftlich. Dagegen erweitert Ingersoll mit der neuen 45°-Planfräserlinie IsoPlus DN5H/DN6H deren Fräsprogramm um Werkzeuge mit einer doppelseitigen Wendeschneidplatte. „Die Wendeschneidplatte mit acht Schneidkanten ermöglicht Schnitttiefen bis maximal 6 mm und ist in einem rechtsdrehenden Werkzeug voll verwendbar.“ Ihre Rund- und Planlauftoleranz wird durch den kompletten Umfangsschliff deutlich verbessert. Die Wendeschneidplatten verfügen über eine positive Geometrie und sind in verschiedenen Hartmetallqualitäten für kurz- und langspanende Werkstoffe lieferbar. Die 45°-Planfräser IsoPlus mit einer Aufnahme nach DIN 8030 werden in 15 Größen mit Durchmessern von 50 bis 200 mm und mit 4 bis 26 Schneiden angeboten. Alle Werkzeuge verfügen über eine innere Kühlmittelzufuhr. Als zwei absolute Entwicklungs-Highlights, die auch auf der EuroMold in Frankfurt in Rot präsentiert werden, bezeichnet Andreas Schneider die neuen 6-schneidigen PowerFeed-Plus-Wendeschneidplatten und das überarbeitete Programm für das Gewindefräsen, das jetzt komplett die Größen von M1,4 bis Steigung 6 im ISO-Bereich abdeckt. Die Werkzeuge gibt es als Wendeschneidplatten-Werkzeuge, VHM-Fräser und Einschraubfräser der Produktfamilie Chip Surfer. Es gibt die verschiedensten Typen für ISO, UN, NPT bis W für Innen- und Außengewinde. Der größte Vorteil des Gewindefräsens ist die Prozesssicherheit bei schwer zu zerspanenden Materialien auch bei extrem langen Ausspannlängen. „Mit unseren neuen 6-schneidigen PowerFeed-Plus-Platten können Sie dagegen sehr hohe Vorschübe in Guss und Stahl realisieren – und das bei Zustellungen bis 2 mm“, skizziert Andreas Schneider das Ergebnis des Technologiesprungs. Effektiv stehen dafür sechs nutzbare Schneiden an den Weitwinkelfräsern bereit, die ihre Vorteile besonders auf große Planflächen ausspielen werden. Die Werkzeuge gibt es als Aufsteck-, Schaft- und Einschraubfräser ab Durchmesser 32 bis 125. Ingersoll hat nun sieben Hochvorschubwerkzeuge im Programm, wobei jedes Werkzeug seine speziellen Vorteile hat. Der Power Feed Plus spielt seine Vorteile speziell beim Planfräsen von Materialien unter 1.000 N/mm² voll aus. Der Fräser zeichnet sich aufgrund der positiven Spanformergeometrie aus, die eine sehr ruhige Zerspanung und optimale Spanbildung bewirkt.