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Rund um enge Toleranzen

Bei der HSC-Bearbeitung von Graphit, Kupfer und Hartstoffen sind beschichtete Vollhartmetall-Fräser höchster Güte nicht mehr wegzudenken. Denn dort werden Werkzeuge mit filigranen 3D-Konturen im µ-Bereich verlangt. Definierte Werkzeugradien in engsten Toleranzen zu produzieren, erfordert Kompetenz und Erfahrung. Der Zecha Hartmetall-Werkzeugfabrikation GmbH liegen Präzision und Fokussierung auf bedingungslose Qualität im Blut. Ursprünglich aus dem nahen Umfeld der Pforzheimer Uhrenindustrie hervorgegangen, hat sich Zecha zu einem wichtigen Hersteller für Präzisionswerkzeuge entwickelt.

Schon 1964, bei der Gründung des Unternehmens im eigenen Wohnhaus, produzierte Erwin Zecha Hartmetall-Sonderwerkzeuge für die Zerspanungs- und Stanztechnikindustrie. Die prosperierende Uhrenindustrie der Region Pforzheim ließ die Nachfrage nach Mikrowerkzeugen steigen und somit auch das Unternehmen wachsen. Erklärt Stefan Zecha, Geschäftsführer der Zecha Hartmetall-Werkzeugfabrikation GmbH: „Die fortschreitende Miniaturisierung von Elektronikartikeln und deren Bauteilen verstärkt die Nachfrage der Formenbauer nach hochpräzisen Kleinstwerkzeugen mit immer kleineren Durchmessern. Diese Entwicklung bestätigt uns in der Spezialisierung auf dieses Marktsegment.“ Nicht nur bei Vollhartmetall-Werkzeugen für die Stanz-, Umform- und Zerspanungsindustrie hat die Zecha GmbH eine Nische besetzt. Auch für Chirurgie, Orthopädie und Dentaltechnik hat das Unternehmen bei der Bearbeitung von Titan, Edelstahl und Sonderwerkstoffen die passenden Werkzeuglösungen im Programm. Dazu Stefan Zecha: „Dass sich nicht jede Kundenanforderung mit einem Katalogwerkzeug erfüllen lässt, versteht sich von selbst. Dafür sind die Produkte unserer Kunden meist zu speziell. Dem begegnen wir mit jederzeit, auch nach Jahren noch reproduzierbaren Sonderlösungen, die exakt auf die Applikation hin zugeschnitten sind – und die dem Anwender das entscheidende Plus in Leistung, Qualität und Standzeit sichern.“ Solche Kundenwünsche lassen sich zum einen nur durch eine Maschinenausstattung auf dem neuesten Stand der Technik erfüllen, zum anderen durch die Erfahrung aus 40 Jahren Firmengeschichte. „Damals wurden die Werkzeuge noch einzeln mechanisch von Hand auf Schleifmaschinen gefertigt – und das schon bei extrem hoher Präzision. Seit 1991, mit der Einführung der CNC-Schleiftechnologie, haben wir die Fertigung auf eine weitere Qualitätsstufe gestellt. Die Begeisterung für solch kleine Werkzeuge ist also über Jahre gewachsen. Geben sie heute einem unserer Mitarbeiter den Auftrag für einen 16-Millimeter-Fräser, wird er das selbstverständlich perfekt erledigen. Doch richtig leuchten werden seine Augen erst bei Durchmessern von zwei oder drei Millimetern – das sind die Bereiche, in denen er sich wohlfühlt“, so Stefan Zecha. Jeder Mitarbeiter ist für „seine“ zwei bis drei Maschinen eigenverantwortlich zuständig: Er schreibt die CNC-Programme, überwacht die Schleifprozesse und steht für die Qualität des fertigen Produkts. Dazu Stefan Zecha: „Am zuverlässigen Ergebnis des Fertigungsprozesses hat die Maschine einen Anteil von 30 Prozent, 40 Prozent der Kopf vor der Maschine.“ Will sich der Mitarbeiter selbst noch einmal bestätigen oder wünscht der Kunde ein entsprechendes Messprotokoll, ist die Abteilung „Qualitätssicherung“ gefordert: Mit hochmodernen, computergesteuerten Messmaschinen können dort Rundheit, Kontur, Durchmesser und Oberflächenbeschaffenheit exakt bestimmt und protokolliert werden. Wenn es einmal besonders schnell gehen soll, erhält der Kunde über eine CCD-Kamera in kürzester Zeit ein Bild seines Werkzeuges. So kann er sich nahezu „live“ von Aussehen und Qualität des Auftrages überzeugen. Schon im Vorfeld der Produktion haben die Zecha-Mitarbeiter über eine neuartige Software die Möglichkeit, den kompletten Schleifvorgang zu simulieren. Lang anhaltende Partnerschaften machen einen großen Teil des Erfolges für Zecha aus. „Schon seit vielen Jahren vertrauen wir auf die Schweizer Präzision der Rollomatic-Schleifmaschinen, die unsere Arbeitsweise und Qualitätsansprüche in vollem Umfang unterstützen. Weiterhin verwenden wir nur Hartmetalle von Extramet und Ceratizit, je nach Anwendung. Und bei der Beschichtung arbeiten wir eng mit CemeCon aus Würselen zusammen, mit deren Schichtwerkstoffen wir uns stets die bestmögliche Beschichtung konstruieren können“, sagt Stefan Zecha. So bietet das Unternehmen immer die gleichbleibend hohe Qualität, für die es am Markt geschätzt ist. Die Erfolge, die Zecha bisher regional erreicht hat, wollen Stefan Zecha und Mit-Geschäftsführer Reiner Kirschner – verantwortlich für die Stanz- und Umformtechnik – auf nationaler und internationaler Ebene weiter ausbauen: „Mit derzeit 95 Mitarbeitern sowie einer ständig erweiterten, marktgerechten Produktpalette sehen wir uns auch für kommende Anforderungen gerüstet. Bei uns erhalten die Kunden mehr als Zerspanungs-, Stanz- und Umformwerkzeuge – nämlich eine Dienstleistung: Wir halten ihre Produktion auf höchstem Niveau aufrecht.“

www.zecha.de



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