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Praxishelfer

Die Hirschmann GmbH aus Fluorn-Winzeln hat zur bevorstehenden EuroMold zwei neue Produkte aus dem Umfeld des Erodierens im Fokus. Der Spanntechnik-Spezialist weiß um die Bedürfnisse seiner Kunden und bietet auch mit den beiden neuen Produkten echte Hilfestellung im Fertigungsalltag.

Für das Spannen von Werkstücken in Drahterodiermaschinen bietet Hirschmann bereits bisher ein sehr umfangreiches, vielseitiges und flexibles Spannsystem an. Seit mehr als 20 Jahren wird dieses Spannsystem ergänzt durch hochpräzise NC-gesteuerte A-Achsen und Rundteiltische. Viele Kunden haben jedoch nur vereinzelt und unregelmäßig Anwendungen, bei denen das Werkstück unter bestimmten Winkeln gedreht und indexiert werden muss. Aus Kostengründen scheidet hier eine NC-gesteuerte Lösung aus. Bei den manuellen Lösungen mussten die Winkel jedes Mal mit einem Sinuslineal eingestellt und mit einer Messuhr abgefahren werden. Mit der neu entwickelten Dreh- und Indexiereinheit H4420 ist es möglich, in 5°- Schritten feste Indexierpositionen im Bereich von +90° und -90° wiederholgenau einzustellen. Die Justier-/Indexiereinheit verfügt über die bekannte, einheitliche Schnittstelle zu den 2D- beziehungsweise 3D-Paletten des Spannsystems 4000 und kann, im Gegensatz zu den bisherigen Lösungen, ohne Zwischenadapter befestigt werden. Die Spannung des Werkstückes erfolgt in den horizontalen oder vertikalen Schraubstöcken und Prismenhaltern des Spannsystems 4000. Im Palettenspanner H4202 ist zusätzlich Aufnahme von Paletten und Elektrodenhaltern des Spannsystems 5000 möglich. Selbstverständlich ist auch das externe Voreinstellen möglich. Hierzu wird die komplette Einheit bestehend aus Palette, Dreh-/Indexiereinheit und Werkstück mit einer Wiederholgenauigkeit von ≤ 0,002 mm vom Voreinstellplatz direkt auf dem entsprechenden Spanner in der Drahterodiermaschine befestigt. Auch ohne Spannsystem auf der Drahterodiermaschine kann die Dreh-/Indexiereinheit mit dem Montagewinkel H4421 direkt auf dem Maschinentisch montiert werden. Die Schnittstelle zu den entsprechenden Werkstückaufnahmen ändert sich dadurch nicht. Ein zweites Beispiel für das Verständnis und die Umsetzung von Kundenbedürfnissen ist die Rotierspindel HDC1000-H für Senkerodiermaschinen. Die Herstellung von kleinen Bohrungen in gehärteten Werkstücken ist bisher eine Domäne der speziell dafür gebauten Startloch- oder Bohrerodiermaschinen. Selbstverständlich ist es möglich, diese Bohrungen auch auf einer Senkerodiermaschine herzustellen. Der fehlende Spüldruck und die niedrigen Drehzahlen der C-Achsen machen dieses Verfahren jedoch unwirtschaftlich. Eine Drehzahlerhöhung durch marktübliche Rotierspindeln bringt hier nur eine sehr beschränkte Verbesserung. Vor mehreren Jahren hat Hirschmann eine Rotierspindel mit Drehzahlen bis 1.000 min-1 und einem Spüldruck von bis zu 100 bar entwickelt. Diese werden von verschiedenen Herstellern von Startloch- und Bohrerodiermaschinen, oft auch im Zusammenhang mit automatischen Röhrchen- und Elektrodenführungswechslern von Hirschmann eingesetzt. Nun ist es gelungen, Senkerodiermaschinen mit dieser Hochdruck-Rotierspindel HDH1000-H nachzurüsten. Dazu wurde die Spindel mit einer Standardpalette aus dem Hirschmann Spannsystem 5000 für Senkerodiermaschinen ausgestattet. Die Rotierspindel kann dadurch direkt in das Pinolenspannfutter der Erodiermaschine eingesetzt werden. Eine auf einem separaten Wagen montierte Hochdruckpumpe versorgt die Spindel über eine integrierte Drehdurchführung mit einem Druck von bis zu 100 bar. Das Dielektrikum wird aus dem Behälter der Erodiermaschine entnommen. Der hohe Druck in Zusammenhang mit den Drehzahlen von bis zu 1.000 min-1 ergibt auch bei kleinen Röhrchendurchmessern ein gutes Spülverhalten und damit eine deutlich höhere Bohrgeschwindigkeit. Die in allen Achsen justierbare Röhrchenführung für handelsübliche Keramikführungen ist an einer Linearführung befestigt. Der Wagen mit der Hochdruckpumpe und dem erforderlichen Drehzahlregelgerät kann bequem neben jeder Senkerodiermaschine platziert werden. Die wirtschaftliche Herstellung von präzisen kleinen Bohrungen in gehärteten Werkstoffen, Hartmetall, Kühl- und Schmiermittelbohrungen in Fräs- und Gewindeschneidwerkzeugen oder auch Startlochbohrungen für das Drahterodieren auf einer vorhandenen Maschine, ohne zusätzlichen Platzbedarf, ist dadurch möglich geworden. Durch die Verwendung von Dielektrikum als Spülmedium sowie die hochpräzise Positionierung der Achsen der Senkerodiermaschine eröffnen sich weitere Einsatzmöglichkeiten zum Beispiel im Bereich der Medizin- und Mikrotechnik ohne die durch das konventionelle Startlochbohren verursachte Beeinflussung der Werkstoffstruktur. Auch der im Vergleich zur Startlochbohrmaschine wesentlich größere und für höhere Belastungen ausgelegte Maschinentisch ermöglicht die Bearbeitung von großen und schweren Werkstücken in einer Aufspannung.

www.hirschmanngmbh.com

 



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