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Die neuen horizontalen Bearbeitungszentren von MCM namens Concept stehen in Ausführungen mit vier, fünf und sechs Achsen zur Verfügung. Neben dem Einsatz als Stand-alone-Maschinen können sie auch in flexible Bearbeitungssysteme integriert werden. Sie eignen sich zur Hochgeschwindigkeitsbearbeitung und versprechen höchste Präzision. Bei der Entwicklung der neuen BAZ-Serie Concept hatte der italienische Werkzeugmaschinenhersteller MCM, Vigolzone, anspruchsvolle Anwendungen in der Automobil-, Elektronik- sowie Luft- und Raumfahrtindustrie im Auge.
Die horizontalen Zentren sind in verschiedenen Konfigurationen mit vier bis sechs Achsen erhältlich und können mit automatischen Be- und Entladesystemen ausgestattet werden. Jede Concept bietet einen kubischen Arbeitsbereich von 600 mm Kantenlänge und kann 400 mm x 500 mm große Paletten aufnehmen. Für kurze Nebenzeiten sorgt ein integriertes Antriebssystem zu Wechseln zweier Paletten. In der fünfachsigen Version eignet sich die Concept auch zu kombinierter Dreh- und Fräsbearbeitung. In diesem Fall übernimmt die auf einer schwenkbaren A-Achse sitzende B-Achse die Drehfunktion. Auch eine sechsachsige Ausführung mit zwei B-Achsen ist möglich. Für die rotierenden Achsen werden Torquemotoren von Fanuc GE eingesetzt. Die Seltenerdmagneten im Rotor gewährleisten ein sehr hohes Drehmoment, hohe Winkelbeschleunigungen von über 20.000 Grad/s2 und Maximaldrehzahlen zwischen 75 und 400 U/min. Daraus resultiert bei den fünfachsigen Maschinen die gute Dynamik der B- und A-Achsen. Auch die linearen Achsen sind sehr dynamisch. Eilgangsgeschwindigkeiten von bis zu 75 m/min und hohe Beschleunigungen von 1 g in Y- und Z-Achse sowie 2 g in der X-Achse sorgen für hohe Produktivität. Das Concept-Bearbeitungszentrum verfügt über ein stabiles Maschinenbett mit einer Drei-Punkt-Auflage. Es enthält die Führungen der Z-Achse, deren Kugelrollspindeln auf beiden Seiten des Maschinenbettes angeordnet sind. Auf dem Bett sitzt eine steife, feste montierte Säule, die die Führungen der X- und Y-Achsen enthält. Dies minimiert die Trägheitskräfte und verhindert Schwingungen, welche die Präzision beeinträchtigen würden. Auch hier schafft die Anordnung der Führungen an den Seiten der festen Säule eine thermische Symmetrie und sorgt für Schlittenschübe im Schwerpunkt. Eine der großen Stärken der Concept-Serie ist ihre Genauigkeit, die sich in einer geringen Präzisionsunsicherheit P von 5 µm und Präzisionsstreuung Ps med von 3 µm (verifiziert gemäß VDI 3441) ausdrückt. Die linearen X-, Y-, und Z-Achsen verfügen über Standard-Messsysteme mit optischen Skalen von Heidenhain. Die Kreisachsen werden über einen Heidenhain-Encoder mit großem Durchmesser gemessen. Das Concept-Bearbeitungszentrum wird von einer CNC der Serie 16i oder 31i von Fanuc GE gesteuert. Die in die CNC integrierte SPS übernimmt alle Maschinenfunktionen wie das Magnetventilmanagement, Hilfsschaltkreise, Werkzeugwechsel, Schmierpumpen usw. Dies ermöglicht den Verzicht auf externe Relais und andere elektronische und programmierbare Geräte. Zur Serie MCM Concept ist eine breite Palette an Spindeln mit HSK-A63-Kegel verfügbar. Diese Elektrospindeln sind auf den Spindelkopf montierte, unabhängige Einheiten, die große Vorteile bezüglich Präzision und Wartungsfreundlichkeit bieten. Die Concept-Serie ist mit einem innovativen, von MCM entwickelten Magazin für 80 Werkzeuge ausgestattet, das Kompaktheit und Kapazität miteinander verbindet. Es besteht aus einem Rad, auf dem die Werkzeuge in konzentrischen Kreisen angeordnet sind und das die Werkzeugbewegung zur Spindel führt. Die Maschine verfügt zusätzlich über den „MCM Tool Monitor“, ein System, das die zur Bearbeitung benötigte Leistung an der Spindel überwacht. So kann ein Werkzeugbruch durch übermäßigen Verschleiß oder starke Spanansammlung verhindert werden.