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Was den Erfolg von think3 ausmacht
(gk) Allen Unkenrufen zum Trotz entwickelt sich der eigentlich gar nicht mehr so junge CAD-Newcomer think3 prächtig. Doch was steckt hinter dem Erfolg? Und was unterscheidet think3 von den anderen Anbietern von CAD-Software? Exklusiv für Special Tooling stand think3-Präsident Joe Costello Rede und Antwort.
Viele der etablierten CAD-Anbieter müssen teils
drastische Einbußen hinnehmen. Anders bei think3; hier jagt eine Erfolgsmeldung die nächste ...
Richtig, die Akzeptanz und der Erfolg von think3 ist gigantisch. In einem Markt, in dem die etablierten Anbieter mit Rückgängen kämpfen, haben wir 2002 ein Wachstum von über 50 % erreicht und trotz enormer Investitionen konnten wir im ersten Quartal 2002 erstmals einen Gewinn erwirtschaften.
Wir sind ja ursprünglich im italienischen Markt gestartet und hatten mit unserem 3D-Produkt dort auch recht gute Erfolge erzielt; doch unser Marktanteil war verschwindend gering. Aber seit 1998, als ich Präsident des Unternehmens wurde, wir unser Vertriebsmodell geändert und das Produkt enorm weiterentwickelt haben, ist der Marktanteil in Italien praktisch explodiert. Ende 2002 werden wir in Italien die Nummer 1 unter den 3D-CAD-Anbietern sein.
Im nächsten Jahr werden wir jetzt verstärkt andere Märkte angehen. Priorität haben dabei die USA als größter Einzelmarkt für Engineering Software und gleich dahinter Deutschland als wichtigster Markt
in Europa.
Einer der entscheidenden Gründe für den Erfolg von think3 ist zweifellos das von Ihnen initiierte Subskriptionsmodell ohne hohen Kaufpreis und mit relativ niedrigen jährlichen Gebühren. Wo sehen Sie denn die entscheidenden Vorteile dieses Vertriebsmodells?
Ich sehe zwei entscheidende Vorteile unseres Subskriptionsmodells:
Nummer 1 ist zweifellos, dass unser Vertriebsmodell die Kosten für die Nutzung eines CAD-Systems dramatisch reduziert. Dies hat viele Anwender anderer Systeme überrascht und wir hören oft Aussagen wie ¿Damit kann sich praktisch jeder so ein System leisten¿.
Diese geringen Kosten sind für viele Unternehmen das entscheidende Argument, mit ihrer gesamten Entwicklung in ein 3D-CAD-System zu wechseln. Und zwar nicht nur kleine Unternehmen, sondern große Anwender. Wir reden hier von teils über 30, 50, bei unseren großen Kunden sogar 300 Arbeitsplätzen.
Der zweite Vorteil: Wenn man mit einem Subskriptionsmodell arbeitet, bezahlt man einen gleichbleibenden, jährlichen Betrag. Was man für das CAD bezahlt und was man davon hat, steht damit in viel engerem Zusammenhang als beim Kauf eines CAD-Systems, denn es fällt keine einmalige, riesige Investition am Beginn der Nutzungszeit an, die man erst über die Jahre wieder hereinarbeitet. Statt dessen bezahlt man jedes Jahr eine vergleichsweise kleine Summe und kann sofort von der Wertschöpfung des Systems profitieren.
think3 ist bekannt dafür, in kurzen Abständen ein neues Release der CAD-Software herauszubringen. Wann wird es denn ein neues Release Ihres Subskriptionsmodells geben?
Wir arbeiten zwar ständig an unserem Geschäftsmodell, aber eine grundlegende Änderung ist nicht geplant. Denn das System erfüllt perfekt die Bedürfnisse der Anwender und ich bin sicher, dass derartige Konzepte die Zukunft aller Softwareanbieter sind. Für die Anwender ist es der beste Weg zur Finanzierung ihrer Software und für die Hersteller ist es der beste Weg, um ein prosperierendes Unternehmen aufzubauen.
Als weiterer Grund für den Erfolg von think3 gilt die Funktionalität von thinkdesign. Wenn Sie Ihre Lösung mit anderen Systemen vergleichen: Was sind die wesentlichen Unterschiede und Vorteile Ihrer Software?
Einer der fundamentalen Unterschiede findet sich im tiefsten Inneren unserer Software: Unser System baut auf der modernsten CAD-Architektur auf, die derzeit auf dem Markt ist. Wir haben unseren eigenen geometrischen Kern entwickelt, der momentan im Bereich der CAD-Software die Maßstäbe setzt.
Alle Firmen, deren Systeme auf neutralen Kernen wie Parasolid oder Acis basieren, können keine grundlegenden Änderungen durchführen, da sie auf der Technologie eines anderen Unternehmens aufbauen. Anders bei uns: Da wir unseren eigenen Kern entwickelt haben, sind wir in der Lage Dinge zu tun, die kein anderer kann.
Dies ist die Basis einer der wesentlichen, funktionalen Unterschiede unseres Systems, denn wir können im untersten Level alle verschiedenen Ansätze des industriellen Designs vereinen: Wir haben es geschafft, die Flächenmodellierung und die Volumenmodellierung in einem System zu integrieren. In der Vergangen-heit waren viele industriell gefertigte Produkte nur Flächenmodelle. Eines der größten Probleme war es, diese Information über das Aussehen des Produktes in Daten umzuwandeln, die für die Fertigung genutzt werden konnten.
Mit unserem System, das sowohl eine Flächen- als auch eine Volu-menmodellierung erlaubt, ist es sehr einfach, die schönsten, komplexes-ten Formen zu schaffen; gleichzeitig lassen sich diese Daten sehr einfach in produzierbare Objekte umwandeln. Dies hört sich einfach an; tatsäch-lich ist think3 aber das erste Unternehmen, dem dies gelungen ist.
Zudem erlaubt es unsere Architektur, 2D- und 3D-Modelle zu mischen. Wir haben das erste 3D-System geschaffen, das eine komplette 2D-Funktio-nalität enthält. Der Anwender kann thinkdesign als 2D-Sytem benutzen, er kann auch 3D-Daten einlesen und im 2D verändern und anschließend wieder als 3D-Daten ausgeben. Jede beliebige Kombination ist möglich.
Dies kommt vielen Anwendern entgegen, denn die überwiegende Mehrheit der Entwickler nutzt doch noch immer ein 2D-System ...
Stimmt, und genau diesen erfahrenen Entwicklern bieten wir den einfachsten Migrationspfad, den man sich vorstellen kann: Der Entwickler kann seine ganzen 2D-Daten weiter nutzen und sich langsam an 3D herantasten, ohne irgendwelche Informationen zu verlieren oder neu eingeben zu müssen. Ø
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Gibt es denn Features, die Ihnen persönlich besonders am Herzen liegen?
Auf jeden Fall Global Shape Modelling. Im industriellen Design ist unsere Global Shape Modelling Funktion die am weitesten fortgeschrittene Funktion für die Konstruktion und Modifikation von Blechteilen. Keines der etablierten Systeme bietet eine Funktion, die auch nur annährend das Potenzial von Global Shape Modelling erreicht. Wenn man keinen eigenen CAD-Kern hat, lassen sich solche Funktionen nicht realisieren.
Einzigartig sind auch unsere Smart Objects, ein extrem leistungsfähiges Tool, um weit kompliziertere Objekte als bisher einfach aufzubauen. Smart Objects erlauben es, dass ein Experte sein Wissen in das Sys-tem einbringt und es ein weniger erfahrener Kollege einfach nutzen kann.
Eine weitere Besonderheit ist unser thinkteam mit seinen Managementfunktionen. Auch dieses System hätte sich ohne einen eigenen Kern unmöglich realisieren lassen.
Wir konnten dadurch aber ein Product Data Management System auf die Beine stellen, wie es selbst große CAD-Systeme nicht haben. Unser Product Data Management ist integraler Bestandteil von thinkdesign. Dies erlaubt das bestmögliche Management der Daten. Mit unserer fortschrittlichen Technologie können zum Beispiel selbst Vertriebs- oder Marketingmitarbeiter die Produktkonfigurationen verändern und dadurch automatisch gut herstellbare Fertigungsdaten generieren.
Für mich gibt es zwei Schlüssel unseres Erfolgs: Erstens unsere eigene CAD-Architektur mit eigenem Kern, was es uns erlaubt, Dinge zu tun, die kein anderer kann. Zweitens: Wir haben in jedem Gebiet des industriellen Designs spezielle Applikationen aufgebaut, die viel
leistungsfähiger sind als alle anderen ¿ und dies gilt sowohl für Low-cost- als auch High-end-Systeme.
Was die Leser von Special Tooling natürlich besonders interessiert: Welche Vorteile bietet think3 denn den Special Toolern?
Zwei Features schätzen die Special Tooler unter unsern Kunden besonders: Erstens die Fähigkeit, extrem fortschrittliche und komplexe Ober-flächen zu erzeugen ¿ ein entscheidender Vorteil im Special Tooling Markt. Vor noch gar nicht so langer Zeit war dies ein riesiges Problem, denn auch fortschrittliche 3D-CAD-Systeme konnten bestens mit prismatischen Teilen um-gehen, aber nicht mit komplexen, organischen Freiformflächen, wie sie im Formenbau be-nötigt werden. Auf der anderen Seite gab es immer CAD-Systeme, mit denen sich recht gut zeichnen ließ, die aber als reine Oberflächenmodelle keine Verbindung zum Volumenmodell hatten, das zur Herstellung der Teile benötigt wird.
thinkdesign kombiniert jetzt beides: eine hervorragende Oberflächenmodellierung mit einer Weltklasse-Volumen-Modellierung. Der Effekt ist eine einfache Freiformflächenmodellierung mit einfacher Herstellbarkeit ¿ ideal für den schnellen, wirtschaftlichen und qualitativ hochwertigen Formenbau.
www.think3.de