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von Tim Bartl Entwicklungen auf hohem Niveau – gerade in Krisenzeiten ist es erfrischend, über innovative Produktneuentwicklungen berichten zu können. Die neue Drahterodiermaschinenserie mit Namen NA Essence aus dem Hause Mitsubishi Electric ist nicht nur innovativ, sie ist eine von Grund auf neue Maschine. Im Windkanal des BMW-Sauber-F1-Teams in Hinwil in der Schweiz wurde die High-End-Drahterodiermaschine erstmalig in Europa präsentiert – sozusagen als Appetitanreger zur EMO in Mailand.
Bei der neuen Generation von Hochpräzisions-Drahterodiermaschinen kommt das neue „Swift-Optic-Communication-System“ zum Einsatz, welches Echtzeit-Kommunkation der einzelnen Komponenten ermöglicht. Kombiniert mit den revolutionären Tubular-Direktantrieben, die erstmals in der Funkenerosion eingesetzt werden, ist es möglich, die Vorteile von Spindelantrieben mit denen von konventionellen Linearmotoren zu kombinieren. Dadurch sollen neue Maßstäbe in punkto Genauigkeit, Regelverhalten und Energie-Effizienz gesetzt werden. Der erhebliche Kraft-einfluss des Magnetfeldes auf die Führungen des bewegten Schlittens, ein kons-truktiver Nachteil von Linearmotoren, wird laut Mitsubishi Electric vollständig eliminiert. Zusätzlich vermeidet diese Konstruktion unnötige Wärmeentwicklung, was die Energie-Effizienz optimiert. Die Drahterodiersysteme der NA Essence Serie kommunizieren auf optischer Basis zwischen Steuerung, Achsenverstärkern und den Antrieben.
Der solide Maschinenkörper aus stark verripptem Meehanite-Metallguss mit integrierter Temperaturstabilisierung und das hochdynamische Ansprechverhalten der Antriebe erlauben höchstmögliche Präzision an den Werkstücken.
Die Baugrößen der beiden Modelle verfügen über die Verfahrwege von XYZ mit 400 x 300 x 220 mm bei der NA1200 Essence und 600 x 400 x 310 mm bei der NA2400Essence.
Konstruktiv sind beide Maschinen für ein breites Anwendungsspektrum ausgelegt – Drahtdurchmesser von 0,05 bis 0,30 mm können im Standard eingesetzt werden. Bei Oberflächen sind mit dem serienmäßigen digitalen Feinschlichtgenerator und dem kostengünstigen Messing-Blankdraht Werte von 0,05 µRa erzielbar. Die Maschinen sind folglich nicht nur effizient, sondern wirtschaftlich – was nicht nur in Krisenzeiten von Bedeutung ist.
Der Generator der NA Essence beinhaltet neben dem digitalen Feinschlicht-Generator D-FS weiterhin einen digital gesteuerten AE-Generator (D-AE), der die vertikale Position der Entladungen am Werkstück steuert und damit beste Parallelitäten erzielt.
Traditionell wurde auf Ergonomie und Bedienerfreundlichkeit besonderer Wert gelegt. Aus diesem Grund ist die NA Essence mit der Advance-Steuerung ausgestattet. Sie beinhaltet sowohl ein 3D- als auch ein 2D-CAM-System. Parasolid-Formate sowie DXF- oder IGES-Dateien können direkt importiert und in die entsprechenden NC-Programme umgewandelt werden. Bedient wird die auf Windows XP-basierende Steuerung über einen 15 Zoll Touchscreen Monitor, feste Funktionstasten sowie über Tastatur und Maus.
Punkten kann die NA Essence auch mit der Zugänglichkeit des Arbeitsbereichs. Die NA1200 Essence ist mit einer automatischen Vertikalschiebetür ausgestattet, die NA2400 Essence mit einem Drei-Seiten-Hubtank.
Das Einfädelsystem AT4 mit Zykluszeiten von zehn bis fünfzehn Sekunden, 48-fach indexierbare Stromzuführer und die automatische Startlochsuchfunktion reduzieren ebenfalls unproduktive Nebenzeiten.
In Europa weniger bekannt ist das große ökologische Engagement von Mitsubishi Electric. In den Unternehmensgrundsätzen ist der Umweltschutz verbindlich zum Ziel erklärt. Auch bei der Entwicklung der NA Essence Drahterodiersysteme wurde dies berücksichtigt, insbesondere beim Energieverbrauch. Ein Beispiel dafür ist der resistorfreie Generator der NA Essence. Auch die notwendigen Nebenaggregate können den Stromverbrauch unnötig in die Höhe treiben. Daher setzt Mitsubishi Electric invertergesteuerte Pumpen im Dielektrikum-Kreislauf ein, deren Leistung sich am aktuellen Bedarf der laufenden Bearbeitung orientiert. Im „Stand-by“-Modus werden fast alle Pumpen abgestellt, lediglich eine minimale Dielektrikumszirkulation wird aufrechterhalten. Auch die massive Meehanite-Metallgusskonstruktion passt in das ökologische Leitbild. Abgesehen von den unbestreitbaren Vorteilen von hochwertigem Gusswerkstoff, speziell in der Dauerhaltbarkeit und Langzeitpräzision, lässt sich eine NA-P am Ende eines sehr langen und erfolgreichen „Arbeitslebens“ auch noch problemlos stofflich wiederverwerten.