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Zwei Technologien hat Schunk mit seinem neuen Hybridfutter verscholzen: Im Rota NCM sind ein klassisches Zentrierfutter und eine runde Magnetspannplatte miteinander vereint. Das Ergebnis der Synthese: Rota NCM senkt bei Schleif- und Drehmaschinen mit pneumatischer Ansteuerung die Rüstzeiten um bis zu 80%, was laut Schunk einen deutlichen Produktivitätsschub zur Folge hat.
Massive Rüstzeitreduktion, deutlicher Produktivitätsschub. Doch Schunk hat noch ein weiteres, technisches Argument für das neue Hybridspannfutter: Aufgrund der flächigen Spannung behalten die Werkstücke ihre Form. Die Bearbeitung kann laut Schunk vollkommen vibrations- und deformationsfrei sogar von drei Seiten erfolgen. Das Hybridfutter ist die jüngste Entwicklung der Drehfutterspezialisten aus Mengen. Während bei klassischen 3- oder 6-Backenfuttern immer eine radiale Kraft auf das Werkstück wirkt, die zu einer Verformung führen kann, nutzt Rota NCM den Magnetismus, um das Werkstück flächig und damit vollkommen deformationsfrei zu spannen. Im Gegensatz zu klassischen Mag-netscheiben zentriert Rota NCM das Werkstück in Sekundenschnelle. Wurden bisher die Werkstücke vom Bediener umständlich per Hand mit der Messuhr ausgerichtet, erledigt diese Aufgabe nun das Hybridfutter von Schunk bei maximaler Präzision in einem Bruchteil der Zeit. So können Bedienerfehler ausgeschlossen, die Prozesssicherheit erhöht und die Werkstückqualität spürbar verbessert werden. Aufgrund der wesentlich verkürzten Maschinenstillstandszeit lässt sich die Produktivität deutlich steigern. Mit dem durchdachten Futter ist ein vollkommen automatisierter Betrieb von Schleifmaschinen möglich. Es bahnt den Weg für die rationelle Großserienfertigung. Rota NCM eignet sich zudem zum Hart- und Feindrehen. Der Spannprozess ist bei der innovativen Spannlösung denkbar einfach gestaltet. Das Werkstück wird manuell oder automatisiert eingelegt, von drei oder sechs Spannbacken referenzgenau zentriert und anschließend von den Elektropermanentmagneten sicher gespannt. Dabei ist lediglich zum Aktivieren und Deaktivieren der Magnete Strom erforderlich. Während der Bearbeitung selbst sorgen die permanenten Radialpolmagnete für einen absolut sicheren Halt der Werkstücke, ohne dass dafür Strom anliegt. Die Magnete lassen sich in unterschiedlichen Leistungsstufen aktivieren. Der komplette Spannprozess kann voll automatisiert ablaufen. Die Maximale Haltekraft und Drehzahl des Futters sind abhängig von der Werkstückgeometrie und vom verwendeten Werkstoff. Sie werden individuell für jede Anwendung berechnet. Die Zentrierung über drei oder sechs Spannbacken kann wahlweise von Innen oder von Außen erfolgen. Zusätzlich zur Magnetspannung lassen sich die Spannbacken auch spannkraftunterstützend einsetzen.