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Die IBTL GmbH, Hersteller von innovativen 3D-Koordinatenmessmaschinen, stand vor der Herausforderung, eine funktionale, schnelle, robuste sowie kontaktfrei arbeitende Messmethode für teil- und unbearbeitete Gussteile zu konzipieren. Die optimale Lösung hat IBTL schließlich mit den RayDex Messgeräten der ISIS sentronics GmbH gefunden.
Gerhard Armlich, Geschäftsführer der IBTL GmbH, blickt auf den Auswahlprozess zurück: „Bestehende taktile Methoden stoßen bei rauen Gussoberflächen schnell an ihre Grenzen. Sowohl in Bezug auf Reproduzierbarkeit als auch bei Geschwindigkeit und Verschleiß. Um diese Nachteile auszugleichen, beschlossen wir die Anschaffung eines gleichermaßen kompakten wie hochgenauen Messgeräts, das sich auch an KMGs integrieren lässt. Mit den RayDex Messgeräten hat uns Isis sentronics das überzeugendste Angebot unterbreitet.“ Die hochpräzisen und sehr schnellen RayDex Messgeräte erlauben durch die Realisierung der Optik als ‚Messnadel’ die Messung auch in sehr engen Räumen und lassen sich, analog zu den bekannten taktilen Systemen, entsprechend der Aufgabenstellung auch wechseln. Durch den sehr kleinen Messfleck – vergleichbar der Tastspitze an Formmessgeräten – und die gleichzeitig sehr hohe Toleranz gegenüber Oberfläche und Kontur ergibt sich eine ideale Erweiterung zu den bestehenden, sehr limitierten taktilen Systemen. Die optische Messung hat tatsächlich keine Antastkräfte und der direkte Messbereich von 200 µm erlaubt das Scannen selbst von rauen Oberflächen und Konturen mit höchster Geschwindigkeit ohne Einschränkungen und dem Risiko von Abnutzung oder Schäden am Taster. Durch eine interne Fokusmechanik, die in den RayDex Sensorköpfen voll integriert ist, lassen sich tatsächliche Messstrecken von maximal 8 mm mit der Sub-Mikrometergenauigkeit der Messgeräte realisieren, ohne die großen Achsen am Portal der KMG verfahren zu müssen. Aufgrund dieser besonderen Eigenschaften des Sensorsystems kombiniert mit der Wechseloptiksystematik wurde die ConoPortalCast-Multikoordinatenmessmaschine von IBTL mit optischer Virtuell-Taktiler Messtechnik gebaut. Diese befindet sich mittlerweile mehrfach bei Nemak, ehemals Rautenbach in Wernigerode, im Einsatz. Dort wird mit den Isis RayDex Messköpfen täglich im 24-Stundenbetrieb – sieben Tage die Woche – alle 50 Sekunden ein Zylinderkopf (entspricht zirka 1.500 Zylinderköpfen pro Tag) im flexiblen Betrieb, das heißt mit ständig wechselnder Produktpalette, gemessen. Der RayDex wird in einem KMG an der Pinole adaptiert. Im Gegensatz zu anderen optischen Sensoren, die in der Regel für die taktile Standard-Schnittstelle geeignet sind, verlangt der interferometrische Sensor eine eigenständige Integration in das KMG. Die Messunsicherheit von 0,3 µm bei einem gleichzeitig praxistauglichen Messweg von fast 10 mm ermöglicht in der Kombination mit einer 3D-Koordinatenmessmaschine eine annähernd unbeschränkte Einsatzmöglichkeit der Messtechnik. Durch das in den RayDex integrierte Rotationslager ist die Maschine bei fixiertem Portal in der Lage, beispielsweise Bohrungen mit einer Messunsicherheit von 0,3 µm innerhalb von ein bis vier Sekunden scannend zu messen. „Gerade bei Bauteilen mit zahlreichen hochpräzisen Bohrungen wie Ventilplatten und Hydraulikgehäusen erlaubt RayDex die sowieso schon deutlich überlegene Messzeit im Vergleich zu den bisher bekannten taktilen Verfahren weiter zu steigern und aufgrund der dadurch stark verkürzten Taktzeit auch bei Teilen eine 100%-Prüfung vorzunehmen, bei denen bisher noch nicht daran zu denken war,“ zieht Gerhard Armlich ein positives Fazit.