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von Harald Klieber Schluss mit Gefügeänderungen durch Plasmaschneiden oder Brennscheiden. Zum konturnahen Sägen von Platten, Blöcken, Brammen und Flachstäben empfiehlt Kasto-Chef Armin Stolzer seit der Metav seine Vertikal-Plattenbandsägemaschine, „die neben gut 2 m breiten und 600 mm hohen Werkstücken mit bis zu 1.500 N/mm2 vor allem vertikal sägt und damit bessere Schnittleistungen bringt.“
Zwar ist bei einer Horizontal-Bandsäge beim Plattensägen in der Regel die Zahneingriffslänge größer. Allerdings kann man mit dem vertikalen KastoCross-Konzept mehr Schnittleistung erzielen, weil die Schnittlänge geringer,der Abstand zwischen den Bandführungen kleiner und somit die Stabilität des Sägewerkzeugs größer ist, argumentiert Geschäftsführer Armin Stolzer für das vertikale Band. So seien ebenfalls Serienschnitte mit hoher Schnittleistung machbar. „Zudem, und das ist ganz wichtig für die großen Werkstücke, können alle drei Größen der KastoCross wunderbar mit dem Kran von oben beladen werden“, was nach Erfahrung von Armin Stolzer den Zuschnitt kleiner Platten aus großen Blöcken erheblich erleichtert. Denn gerade das Thema Anarbeitung durch konturnahes Sägen von Blöcken, Platten, Brammen sowie Flach- und Vierkantstäben gewinnt im Formen- und Werkzeugbau, aber auch im allgemeinen Maschinen- und Anlagenbau, nach Einschätzung von Armin Stolzer derzeit rasant an Bedeutung. Die spürbare Reduzierung der Durchlaufzeiten sei dort eng mit der Qualität der Vorfertigung verbunden, weil damit die Aufmaße für die nachfolgende Fräsbearbeitung deutlich verringert werden können. Probleme würden dabei das Brennschneiden und Plasmaschneiden machen, die an den Schneidflächen Gefügeveränderungen verursachen, was sich wiederum negativ auf die Standzeit der Wendeschneidplatten und der Fräswerkzeuge auswirkt. Deshalb stellt nach Erfahrung von Armin Stolzer das konturnahe Sägen derzeit die einzig vernünftige und in jedem Fall wirtschaftlichste Vorfertigung dar – „die in den Dimensionen zwischen 410 x 1.270 und 660 x 2.060 mm für Materialien von bis zu 1500 N/mm2 Zugfestigkeit in Form der leistungsfähigen Vertikal-Plattenbandsägemaschinen-Baureihe KastoCross ihresgleichen sucht – und das bei ordentlichen Standzeiten für das Hartmetallsägeband“, betont Armin Stolzer. Gleiches gelte für Bi-Metallsägebänder, die den Bereich bis 1.250 N/mm2 abdecken. Die KastoCross wurde speziell für hochwertige Schnittergebnisse zur effizienten Anarbeitung von Platten, Blöcken, Brammen, Flach- und Vierkantstäben entwickelt. Ihre Einsatzgebiete finden die anwendungs- und nutzungsflexiblen KastoCross-Sägemaschinen neben dem Werkzeugstahlhandel zur auftragsbezogenen Anarbeitung von Werkzeugstahl in allen Qualitäten, besonders im Werkzeug- und Formenbau für projektbezogene, form- und konturnahe Zuschnitte, sowie in der Stahlproduktion und im Metallhandel für Kopf- und Fußschnitte oder für die Brammenkonfektionierung. Ein weiterer Vorteil gegenüber Horizontalbandsägen ist laut Kasto darin zu sehen, dass der Handlingaufwand geringer ist, die Bearbeitung schneller vonstatten geht, die Investitions- und vor allem auch die Werkzeugkosten gemindert sind, und dass sich durch die gute Zugänglichkeit die Rüstvorgänge erheblich verkürzen. Die Hochleistungs-Plattenbandsägemaschinen hat Kasto in Vertikalbauweise konzipiert, also mit einem vertikal ablaufenden Sägeband versehen. Damit ist der Arbeitsbereich frei zugänglich und die Werkstücke können etwa per Kran einfach auf die integrierte Materialrollenbahn gelegt werden. In massiver und schwerer Bauart ausgeführt, sorgen die verwindungssteife Schweißkonstruktion, vorgespannte Profilschienenführungen sowie ein frequenzgeregelter Kugelrollenspindelantrieb nach Angaben von Kasto für mehr Stabilität und Steifigkeit, höhere Vorschübe bei vibrationsarmem und werkzeugschonendem Lauf und schließlich für schnelle Schnitte in sehr guter Qualität. Je nach Baugröße haben die Hauptantriebe für das Sägeband 4 bis 10 kW Leistung, wobei ein Kegelstirnradgetriebe für die Übertragung auf das Sägeband-Laufrad zuständig ist. Für die wirkungsvolle und sichere Materialspannung ist auf der Abschnittseite ein mit Tiefziehbacken versehener, hydraulisch betriebener Horizontalspannstock oder alternativ ein ähnlich ausgeführter Vorschubspannstock verantwortlich. Die Materialzufuhr geschieht über eine in den NC-gesteuerten Materialvorschub integrierte Rollenbahn. Beidseitig vom verfahrenden Sägeband gibt es breite Materialauflagen, so dass auch Restmaterialien oder kleinere Werkstücke problemlos gesägt werden können. Der automatische Vorschub arbeitet mit Hüben zwischen 10 und 3.000 mm, Mehrfachhübe sind bis maximal 9.999 mm Vorschub möglich. Die Kastocross-Maschinen werden ab Werk mit einer Kühlmittelanlage und einem Spänefördersystem ausgerüstet. Als Steuerung kommt die Kasto-BasicControl mit einem Touchscreen zum Einsatz. Die Maschinen hat Kasto in den drei Schnittbereichsklassen 4 x 12 oder 6 x 16 und 6 x 20 mm konfiguriert, womit dann bezüglich Materialhöhe und Materialbreite 410 x 1.270 mm, 660 x 1.660 mm und 660 x 2.060 mm abgedeckt sind. Gegenüber den herkömmlich angewandten Horizontalbandsägemaschinen reduzieren die neuen Vertikal-Bandsägemaschinen die Schnittzeiten um 50 bis 60%. Die Werkzeugkosten lassen sich um 50 bis sogar 70% verringern. Schließlich sind auch die Investitionen um 25 bis 30% geringer, was die Maschinen nach Einschätzung von Armin Stolzer unterm Strich noch mal besonders attraktiv macht.