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Geschliffene Teile sind die besten, weil sie im Vergleich zu anderen Technologien die genauesten sind. Das ist die Aussage von jemand, der es wissen muss. Der Lercher Werkzeugbau GmbH in Klaus (Österreich) hat den Einstieg ins CNC-Schleifen 1993 mit einer Jung JA 600 begonnen. Vor drei Jahren kam dann eine J 630 D hinzu und mittlerweile ist die C 740 bestellt.
Das Teilespektrum wächst kontinuierlich und damit die Anforderungen. Die Stempel zum Stanzen von Skikanten beispielsweise: Der Werkstoff 1.2379 mit einer Härte von 63 HRC wird im Kriechgang geschliffen. Das spart zwar keine Zeit, ist aber schonend für die Abrichtdiamanten. Bei pulvermetallurgischen Werkstoffen dagegen setzt man auf das CD-Abrichten. Das Werkstück sollte sich möglichst nicht erwärmen. Das kontinuierliche Abrichten während des Pendelschleifens, gewährleistet einen guten Abtrag trotz hoher Härte und reduziert ein Erwärmen des Werkstückes. Der der Maschine weiß genau was er tut. In Klaus sieht man die J 630 D als handliche Maschine, die vor allem durch die kurze Aufwärmzeit zum Erreichen der Betriebstemperatur und durch höchste Präzision überzeugt. Mit der Investition in die J 630 D begann beim Werkzeugbau Lercher auch das Zeitalter des automatischen Abrichtens. Mit dem Schleifscheiben Profiliergerät A-PA 31 K, ähnlich dem A-PA 37 K, nur mit weniger Diamanten, ist die Maschine bestens bestückt. Bei Losgrößen von einem bis einhundert Stück wird bis zu fünfmal täglich umgerüstet. Ausgelegt zum Bahnschleifen, Stirnschleifen und CD-Abrichten ist sie dennoch einfach zu bedienen. Bislang deckt man damit das gesamte Werkstückspektrum mit unterschiedlichen Werkstoffen ab. Toleranzen von teilweise 5 µm sind kein Problem. Bernhard Lercher, Inhaber gleichnamigen Betriebs, sieht deshalb in der Maschine die optimale Lösung: „Für uns war zunächst die Präzision, die Handlichkeit und auch der Name Jung, damit verbunden die Genauigkeit, entscheidend. Für einen Werkzeugbau wie wir sind aber auch die Verfügbarkeit und der Service ein wichtiges Indiz. Deshalb haben wir uns für größere Teile, die aktuell anstehen, wieder für eine Jung entschieden.“ Es wird eine C 740 mit besonderen Schmankerln. So wurde statt eines Kopfabrichters zunächst eine Tischabrichtung gewählt. Mit dem neu entwickelten PA 130 TM, der das Diamantrad ebenfalls automatisch einmisst, ist sie in Verbindung mit einem Teilapparat und einem Zusatzgerät für kleine Schleifscheiben geeignet. Sohn Dominik Lercher denkt dabei vor allem an Scheiben mit Durchmessern zwischen 50 bis 90 mm: „Die Stempel mit den engen Auslaufradien lassen sich nicht mit der 400 mm-Scheibe bearbeiten. Das Besondere an der Option der aufsteckbaren Schnellschleifeinrichtung aber ist, dass damit die kleinen Scheiben auch profiliert werden können.“ Die Schnellschleifeinrichtung ist für Drehzahlen bis 11.000 min-1 ausgelegt und um 90° schwenkbar. Vor allen Zeit- und Kostenvorteilen ist in Klaus aber die Präzision wichtig. Durch die Spezialisierung auf langlebige Etagenwerkzeuge ist die besonders bei der Formtrennung zwecks der Schließkräfte notwendig. Als nächsten Schritt denken die Verantwortlichen in Klaus bereits über den Schritt in die Automatisierung nach. Die C 740 ist hierfür bereits vorbereitet und die Kontakte zu den Spannmittelherstellern sind geknüpft.