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Eine Spritze sollte bei der Herstellung mit zwei unterschiedlichen Anbindungen für Nadeln gefertigt werden können. Nötig war dafür ein Werkzeug, das dazu noch leicht und kompakt gebaut ist. Ermöglicht haben das spezielle Düsen: In einem Planetenrad lassen sich mehrere Artikel positionieren. So kann die Düse, je nach Ausführung, ein bis acht Nester gleichzeitig anspritzen.
Um ein Werkzeug mit diesen Anforderungen zu realisieren, sah die Konstruktion einen mechanisch relativ einfachen und robusten Aufbau vor, der auf sehr kleinem Bauraum ausgeführt werden kann. Daher entwickelte die Amtec GmbH gemeinsam mit der Heitec Heisskanaltechnik GmbH ein Werkzeug in kleinsten Abmessungen für die Herstellung von medizinischen Spritzenzylindern mit Luerlock und Needlelock Anschluss für die Nadel. Das 64-fach Werkzeug mit einer Größe von nur 496 mm x 596 mm ist mit acht Star-Line Düsen mit je acht Spitzen und neuartiger Entformungstechnik ausgestattet. Das Konzept ist darauf ausgelegt, ein preiswertes und Fertigungsbudget schonendes Präzisions-System zu bieten. Amtec, 1956 als Unternehmen des weltbekannten Spielwarenherstellers Lego gegründet, seit 2002 unter dem Namen Amtec firmierend und dem weltweiten Wentworth-Konzern zugehörig, bietet hohes Know-how im Hochpräzisionswerkzeugbau mit eigenen Systemlösungen. Kombiniert mit preisgünstiger Fertigung von Aufbaukomponenten im eigenen Werk in Polen und den genialen Star-Line Düsen von Heitec Heisskanaltechnik GmbH, dem Technologieführer im Bereich der seitlichen Anspritzung, führt dieses außergewöhnliche Konzept zu wartungsarmen Systemen mit besonders günstigen Marktpreisen. Das neuartige Entformungsprinzip nutzt die durch die Star-Line vorgegeben kreisförmige Anordnung der Artikel. Hierdurch wird es möglich, bis zu acht Artikel mit Hilfe eines „Planetenrades“ auf einmal anzutreiben. Bei der neuartigen Konstruktion erhält man einen mechanisch relativ einfachen und robusten Aufbau, der auf kleinstem Bauraum ausgeführt werden kann. Realisiert wird dies dadurch, dass man diese Planetenräder über Steuer-Zahnräder mit Hilfe zweier gegenläufiger Zahnstangen über nur einen Hydraulikzylinder antreibt und die Ausdrehkerne nicht mit Leitgewinden, sondern vielmehr mit Schleppkernen realisiert. Ein weiterer sehr erheblicher Vorteil dieses Systems ist, dass man mit einfachen Umbaumaßnahmen von einer Luerlock-Spritze auf eine Needlelock-Spritze wechseln kann, ohne die Ausdrehmechanik anfassen oder die Form aufwändig zerlegen zu müssen. Dies ist möglich durch die Mitnahme der Schleppkerne durch ein Zahnrad. So ist es frei wählbar, ob eine Schleppkerngeometrie gewählt wird, die durch das Zahnrad mitgenommen wird oder eben nicht und erlaubt auch einfache spätere Erweiterungen des Werkzeuges. Aufgrund der Kombination der Star-Line-Düsen mit den Planetenrädern erreicht das Werkzeug mit Ausdreh-Entformung eine kleine Baugröße und ein geringes Werkzeuggewicht von nur etwa 850 kg. Hierdurch werden teure Rohmaterialien eingespart und Fertigungskosten reduziert. Die Handhabung des Werkzeugs ist vereinfacht, zudem reicht eine kleinere Spritzgussmaschine für die Anwendung aus. Ein vergleichbares herkömmliches System wiegt etwa das Doppelte und erfordert durch die großen Abmessungen eine holmlose Maschine mit mindestens 3.000 kN Zuhaltekraft. Für dieses System reicht schon eine Maschine mt 1.800 kN Schließkraft aus. Der Einsatz der Star-Line-Düse von Heitec Heisskanaltechnik GmbH verringert den Kostenaufwand auch dadurch, dass keine Trennung in der Form notwendig ist. Der makellose Abriss bei dieser seitliche Anspritzung ist besonders im medizinischen Bereich sehr wichtig, da eine Verletzung von Schutzhandschuhen durch scharfkantige oder spitze Abrisse ausgeschlossen sein muss. Zur Unterstützung dieser Funktion hat Amtec eine korrespondierende eigene Geometrie des Anspritzpunktes entwickelt. Die Besonderheit der Star-Line Düse ist es, dass die Spitzen erst nach Einbau der Düse montiert werden. Daher ist ein Einsatz der Düse auch für extreme Positionen der Anspritzstelle möglich. Die Einsatzmöglichkeit individueller Spitzenlängen bietet größtmögliche Konstruktionsfreiheit. Bereits mehr als zwanzig 48- und 64-fach Systeme mit der Star-Line Düse sind im Einsatz bei Amtec-Kunden, seit diese vor einigen Jahren in den medizintechnischen Markt eingestiegen sind. Ähnliche 64-fach Systeme laufen bei einem der Top 5 Medizinhersteller der Welt seit 14 Monaten wartungsfrei im 3-Schicht Betrieb. Wenn es nötig ist können die Spitzen auf der Maschine ausgetauscht werden, was den Produktionsausfall möglichst gering hält.