java.lang.NullPointerException
Über Präzision lässt sich nicht streiten. Wenn neben der Klimatisierung der Räume aber auch noch die Temperatur des Kühlmittels und die unmittelbare Umgebung der Maschine kontinuierlich kontrolliert und geregelt werden, muss es schon auf das µm zugehen. Deshalb setzt man im Werkzeugbau der BT Magnet-Technologie GmbH (BTMT) in Herne auch auf Fehlmann.
Für Elektroden aus Kupfer oder Grafit, für die Prototypenbearbeitung oder auch die Standardzerspanung war bei BTMT in Herne ein äußerst präzises Allroundtalent gefragt, das in modularer Bauweise Schritt für Schritt auf die aktuellen Anforderungen ausgebaut werden konnte. Die geforderte Präzision von 10 µm bringt mittlerweile die Fehlmann Picomax 90-M/HSC ohne Probleme. Die Genauigkeit war Frank Pietzuch, Leiter des Werkzeugbaus, aber ebenso wichtig wie der universelle Einsatz der Maschine: „Unsere Vergleiche vor der Investition haben ergeben, dass es nur einen Hersteller gibt, der eine annähernd ähnliche Präzision erreicht. Wir erzielen mit der Maschine zwischen 1 bis 2 µm. Die groß dimensionierten Profilschienenführungen, die direkten Messsysteme in allen Achsen oder die geschabte Maschinengeometrie unterstützen diese Präzision natürlich noch zusätzlich.“ Um diese hohe Genauigkeit konstant und auf Dauer zu produzieren, wurden – obwohl die Fehlmann-Maschine diese Präzision noch nach Jahren hält – zahlreiche unterstützende Maßnahmen entwickelt. So wird beispielsweise die Temperatur des Kühlmittels kontinuierlich überwacht und geregelt. Gleiches gilt für die Abluft des Spindelkühlers, damit die warme Abluft unter der Maschine keinen negativen Einfluss nehmen kann. Maßnahmen, die für die Verantwortlichen nicht nur hinsichtlich der Maschine, sondern auch bei den Spannsystemen für dauerhafte Genauigkeit sorgen sollen. Diese Temperaturregelungen findet man in Herne deshalb auch beim Kühlmittel für das Schleifen oder dem Dielektrikum beim Erodieren. Verschweigen will Frank Pietzuch aber auch nicht, dass das Gefühl hinsichtlich des vorhandenen Know-hows bei Fehlmann die Entscheidung maßgeblich für das Bearbeitungszentrum mit beeinflusst hat: „Ein gutes Beispiele hierfür ist die Kompensation der Längenausdehnung in Z-Richtung. Das ist ausgezeichnet gelöst und funktioniert wohl deshalb so gut, weil Fehlmann die Spindeln selbst entwickelt und herstellt“. In die Picomax 90-M/HSC wurde aber auch zwecks des universellen Einsatzes beziehungsweise auf Grund des modularen Aufbaus investiert. Dazu Frank Pietzuch: „Bei der Investition in die Maschine hatten wir einen Rückstand von zwei bis drei Innovationsstufen der Maschinenhersteller aufzuholen. Das heißt, zum Zeitpunkt der Anschaffung war noch nicht klar, wie viele Achsen wir benötigen. Deshalb war für uns wichtig, dass wir die Maschine schrittweise von drei auf fünf Achsen bis hin zur Automatisierung mit Roboter problemlos erweitern können“. Zudem unterstützen die Grafitabsaugung, eine Motorspindel mit 20.000 min-1 und die große Aufspannfläche den universellen Einsatz der Picomax 90-M/HSC. Inzwischen arbeitet die Maschine mit den fünf Achsen, und auch der zweite Schritt – die Einführung des Palettensystems – ist bereits vollzogen. Selbst die „Endausbaustufe“, die Vollautomatisierung mit Roboter, so die Verantwortlichen, kann innerhalb weniger Tage vorgenommen werden. Das eine ist der stufenweise Aufbau zur vollautomatisierten Fünf-Achsen-Maschine, das andere die Maschine, die in keinem Werkzeug- und Formenbau fehlen sollte. Beispielsweise die Picomax 54 als optimaler Ersatz für konventionelle Werkzeugfräsmaschinen. Bohren, Fräsen, Ausbohren und Gewindeschneiden, es lässt sich damit alles mit minimalem Programmieraufwand ausführen. Frank Pietzuch spricht deshalb fast schon begeistert über die Maschine: „Die Picomax 54 ist eine Halb-CNC-Maschine, es kann wirklich jeder Werkzeugmacher daran arbeiten ohne groß zu programmieren. So eine Maschine gibt es meines Wissens nur von Fehlmann“. Der Clou: Die Maschine ist sowohl von Hand wie auch über die CNC-Steuerung bahngesteuert zu bedienen. Dass Größe nicht immer mit Nutzwert gleichzusetzen ist, macht in Herne die dritte Fehlmann deutlich: die Bohr-Fräsmaschine Picomax 20. Zunächst sollte bei BTMT in eine Drehmaschine mit Revolver und angetriebenen Werkzeugen investiert werden. Das Versprechen, die Picomax 20 würde höchste Präzisions- und Handlichkeitsanforderungen bei Bohr-, Gewindeschneid- und Fräsarbeiten erfüllen, überzeugte die Werkzeugspezialisten bei BTMT dann aber doch, anstelle des Revolvers zusätzlich eine Picomax 20 anzuschaffen. Zumal die Investition in etwa in der Höhe des Revolvers lag. Jetzt wird auf den Spannsystemen zunächst auf der Drehmaschine vorgearbeitet und dann praktisch ohne Rüstzeit auf der Picomax® 20 fertig bearbeitet. Die Maschine wird in der aktuellen Version über eine Kugelrollspindel angetrieben. Das ermöglicht auch das Fräsen im Gleich- oder Gegenlauf. Eine autarke Maschine also, von der man in Herne genauso überzeugt ist, wie von Fehlmann allgemein.