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Erste Verschleißerscheinung nach über 100 Stunden

Standfest

40 Stunden mit einer Auskraglänge von 6xD schlichten. Ohne Probleme und sichtbarem Werkzeugverschleiß. Konturgenau. Das klingt wie aus tausend und einer Nacht, hat sich aber bei Krämer + Grebe mit einem OSG-Fräser tatsächlich so ereignet. In fundierten Tests erzielte man hier nahezu die doppelten Schnittwerte gegenüber vergleichbaren Wettbewerbsfräsern.

Vergleichstests bei Werkzeugen haben es für gewöhnlich in sich. Während hier teilweise leider Äpfel mit Birnen verglichen werden, nehmen es andere Anwender wiederum sehr genau. Genau wissen wollten es die Verantwortlichen im Modellbau bei der Krämer + Grebe GmbH in Biedenkopf-Wallau. Im „Rennen“ waren ausschließlich Werkzeughersteller, die national wie international zur Champions League zu zählen sind. Als Werkstoff war 1.2344, 46 HRC angesagt. Das Problem: Im Modellbau in Biedenkopf sind durch die äußerst tiefen Taschen überdimensionale Auskraglängen, teilweise bis 10xD, an der Tagesordnung. So ist die Sorge von Hans Klein, dem Leiter der mechanischen Bearbeitung, leicht nachzuvollziehen: „Wir können zum größten Teil mit den Angaben der Werkzeughersteller nicht arbeiten, weil die nur 4xD reichen. Im konkreten Fall ging es also um bereits erwähnten Werkstoff, der mit 5.800 min-1, 3.200 mm/min Vorschub und einem Aufmass von 0,15 mm zu bearbeiten war. Für uns ist bei einem solchen Schlichtvorgang natürlich besonders wichtig, dass wir ihn komplett ohne Werkzeugwechsel fahren können. Und das war in der Vergangenheit einfach nicht möglich, weil das Schlichten eines Werkstückes 40 Stunden und mehr in Anspruch nimmt. Wir mussten hier dann immer die Schnittparameter entsprechend nach unten korrigieren.“ Um so mehr war er von den Testergebnissen des OSG-Fräsers mit der WXS-Beschichtung überrascht. Zumal man sich bei den Tests ständig an den Grenzwerten bewegte. (Bei der WXS-Beschichtung von OSG handelt es sich um eine Nanobeschichtung. OSG verspricht damit die effiziente Bearbeitung von Härten bis 70 HRC und eine thermische Beständigkeit bis 1.300° C.) Die Überraschung war dabei hauptsächlich – auch bei Hans-Werner Christ, technischem Leiter bei Krämer + Grebe – die Standfestigkeit des OSG-Fräsers: „Wir haben bei den anderen Fräsern, deren Hersteller übrigens alle in der gleichen Liga spielen, nicht derartige Schnittwerte erzielt.“ Solche Test sind das eine, was sich da-raus aber zwangsläufig entwickelt, ist die Neugier. Wir weit kann man gehen, wo erreicht man die Schmerzgrenze, sprich den Bruch des Werkzeugs? Das wollte natürlich auch Hans Klein genau wissen. Etwas gedämpfter in der Lautstärke gibt er dann auch zu: „OSG sollte hier besser weghören. Wir haben mit dem Fräser an einem Werkstück 60 Stunden geschlichtet und das nächste Werkstück noch mitgenommen. Erst nach zirka 100 Stunden haben wir dann am Fräser erste Verschleißspuren entdeckt. Allerdings waren bis dahin alle Oberflächen erste Klasse und die Rundungen absolut sauber.“ Selbstverständlich und auch das sei hier erwähnt, spielt bei solchen Ergebnissen die richtige Frässtrategie eine große Rolle. Wohl auch deshalb wurden die Schnittwerte der OSG-Fräser korrigiert, denn OSG empfiehlt beispielsweise 4xD bei dem Kugelfräser R5, bei einer Härte von 45 bis 55 HRC, einer Drehzahl von 9.550 min-1 und einem Vorschub von 2.650 mm/min. Nach derart positiven Erfahrungen stellt sich natürlich die Frage: Warum setzt das Unternehmen Krämer + Grebe künftig nicht in allen Bereichen, also auch beim Schruppen, auf OSG-Fräser? Dazu Hans-Werner Christ: „Zunächst ist das sicher der Preis. Selbst wenn sich der OSG-Fräser in etwa im gleichen Preissegment bewegt wie vergleichbare Fräser, dafür aber zirka 30 Prozent mehr bringt, so tun ihm Umschlingungen beim Schruppen sicher auch nicht gut. Das kommt bei uns aber häufig vor“. Hans-Ulrich Blöcher, technischer Verkauf bei OSG, sieht das freilich anders. Was aber letztendlich so viel heißt, wie: Er muss einfach noch einiges an Überzeugungsarbeit leisten. www.kraemer-grebe.de ww.osg-germany.de


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