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Fündig geworden

Fündig geworden

Es ist praktisch das Paradebeispiel eines klassischen Familienbetriebs: Vom Vater mit genau einem Mitarbeiter in einer ehemaligen Schmiede gegründet, hat sich die Firma Präzisions-Formenbau Lothar Lehnardt mit 40 Mitarbeitern als typischer mittelständischer Betrieb etabliert ¿ und das auf dem hart umkämpften Markt für den Spritzguss-Formenbau. Dabei setzt man auf modernste Maschinen- und Konstruktionstechnik und seit geraumer Zeit auf die CAD Lösung thinkdesign von think3 ¿ eine absolut richtige Entscheidung, wie sich herausstellte.

¿Hohe Qualität ist unser Markenzeichen¿, erläutert Peter Lehnardt. Nach dem plötzlichen Tod des Vaters im Jahr 1999 musste der Sohn des Firmengründers die Firma praktisch von heute auf morgen übernehmen. ¿Bei dem teilweise katastrophalen Kostendruck, dem unsere gesamte Branche ausgesetzt ist, können wir uns nur dank höchster Präzisionsarbeit bei gleichzeitiger Termintreue am Markt behaupten. Und natürlich müssen wir gerade jetzt alle Kostenvorteile nutzen, die sich uns in unserem Arbeitsfeld bieten. Umso dankbarer und zufriedener sind wir mit unserer CAD/CAM-Umgebung auf der Basis von thinkdesign und hyperMILL, die uns erhebliche Zeit- und Kapitaleinsparungen ermöglicht hat ¿ das sind entscheidende Faktoren im täglichen Geschäft.¿
 Das im fränkischen Bad Windsheim beheimatete Unternehmen
fertigt vornehmlich Spritz- und Druckgusswerkzeuge für renommierte Kunden aus der Automobil- und Telekommunikationsindustrie sowie den Bereichen Haushaltselektronik und Medizintechnik. Dabei handelt es sich in der Regel um komplizierte technische Artikel und Komponenten für die Produktion von Kunststoffteilen aus Polykarbonat, ABS, PA oder ähnlichen Thermoplasten. Werkzeuge dieser Art werden typischerweise extrem hohen Belastungen im Dreischichtbetrieb ausgesetzt ¿ äußerste Präzision ist daher ein Muss, weil selbst minimalste Abweichungen sich negativ auf das Endprodukt beziehungsweise auf die Endfertigung auswirken würden. Ohne eine entsprechend mächtige CAD/CAM-Lösung wären solche Arbeiten gar nicht denkbar ¿ die aber natürlich auch dem Aufgabenbereich und der individuellen Situation des Unternehmens gerecht werden muss. Die klassische 2D-Bearbeitung ist für den komplexen Werkzeug- und Formenbau heute aber in jeder Hinsicht unzulänglich geworden; zu schwierig und detailbehaftet sind die Werkzeuge, die für die Fertigung der komplizierten Kunststoffteile heute notwendig sind.
 ¿Ursprünglich hatte das Unternehmen noch die typische AutoCAD-2D-Lösung mit Mechanical Desktop eingesetzt¿, so Peter Lehnardt weiter. ¿Aber mit der wachsenden Komplexität unserer Werkstücke erwies sich diese Lösung als zunehmend ungeeignet ¿ es war klar, dass wir uns dringend nach einer zeitgemäßeren 3D-Software umsehen mussten. Dabei musste aber die Kompatibilität zu unserem Datenbestand aus AutoCAD in Im- und Export zu 100 Prozent gewährleistet sein ¿ und gleichzeitig mussten die Daten quer durch alle Bearbeitungsschritte jederzeit ohne Verzögerung lesbar bleiben.¿
 Auf Anraten des CAD-Systemhauses ProComp entschied man sich Ende 2000 kurzerhand für das Softwarepaket thinkdesign der Firma think3 ¿ ein Entschluss, den man bei Lehnardt seither nicht bereut hat. ¿Dank unseres sehr guten Vertrauensverhältnisses zu unseren Betreuern von ProComp fiel uns diese Entscheidung wirklich leicht. Nicht zuletzt dank der umfassenden Beratung fiel der Umstieg auf die neue Arbeitsumgebung wesentlich einfacher, als wir es erwartet hätten ¿ auch wenn die Software wirklich sehr schnell erlern- und anwendbar ist.¿
 So ganz kann aber auf AutoCAD noch nicht verzichtet werden ¿ es gibt noch immer einen Arbeitsplatz für die Programmierung der Draht- und Senkerodiermaschinen, der aus-schließlich unter AutoCAD läuft. ¿Wir würden zwar lieber heute als morgen auch diese Workstation auf thinkdesign umrüsten, aber wir haben einen riesigen Bestand an fertigen Erodierprogrammen für unsere Werkstücke, die sich nicht so ohne weiteres in ein anderes Programm einlesen und zu 100 Prozent originalgetreu wiedergeben lassen¿, erläutert Lehnardt beim Gang durch die 1250 m2 große Produk-tionshalle, die erst 1998 durch einen weiteren Anbau mit fast 650 m2 allein für den CAM-Bereich sowie die Senkerodier- und Drahtschneidabteilung erweitert worden ist. Im Konstruktionsbüro arbeiten derzeit vier Konstrukteure in Vollzeit an thinkdesign-Workstations, während in der Maschinenhalle insgesamt elf Auszubildende eine Lehrstelle gefunden haben. Aus- und Fortbildung wird im Betrieb generell groß geschrieben; nicht nur, um den ständig steigenden Anforderungen auch in Zukunft gerecht werden zu können, sondern um auch den Nachwuchs im eigenen Haus zu fördern. Dabei ergeben sich überraschende Synergieeffekte: ¿Während der Einführungsphase von thinkdesign haben wir mit ProComp im Austauschverfahren einen neuen Mitarbeiter in die hauseigene CAM-Situation eingewiesen, während unsere Fachkräfte in thinkdesign eingeführt wurden. Auf diese Weise haben wir letztlich zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen: Wir hatten ständig Fachleute für thinkdesign im Haus, und unser Partner, die ProComp GmbH, hat einen tiefergehenden Einblick in unsere CAM-Techniken und Verfahren gewonnen, mit dem sie jetzt die anstehenden Probleme noch umfassender erkennen und kreativ lösen können. Das nenne ich echte Partnerschaft.¿
 Ernüchternd sei in vieler Hinsicht die strategische Bedeutung der Wahl der richtigen CAD/CAM-Software für das Überleben eines Betriebes, so Lehnardt weiter. ¿Tatsächlich drängt sich die Frage auf, wie bei der Schnelligkeit des technologischen Fortschritts gerade auch im CAD-Bereich ein Betrieb wie der unsere überhaupt noch in der Lage sein soll, sich immer auf dem aktuellen Stand der Technik zu bewegen. Ohne kompetente und verlässliche Partner für die EDV-Betreuung ist man eigentlich verloren; der Informationsfluss ist für die Entscheidungsträger in den Firmen anders gar nicht mehr zu gewährleisten.¿
www.think3.de

 



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