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Die Stimmung macht´s

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Sie ist schon etwas Besonderes, diese Messe: Leichte Rückgänge bei Aussteller- und Besucherzahlen konnten eine positive Gesamt-bilanz der 8. EuroMold nicht beeinträchtigen. Im Gegenteil: Einmal mehr erwies sich die Messe als erfolgreicher Branchen-T

Die EuroMold ging am 1. Dezember letzten Jahres mit großem Erfolg und Zuversicht für das Jahr 2002, für die Wirtschaft allgemein und vor allen Dingen für die nächste 9. EuroMold zu Ende. 1442 Aussteller aus
41 Ländern nahmen daran teil. 51400 Besucher aus 72 Ländern waren zu verzeichnen. Trotz weltpolitisch unsicherer Lage blieb die Internationalität bei Ausstellern und Besuchern gleichbleibend hoch. Stärkere Einbußen wurden nur bei einzelnen Ländern, die von der allgemeinen  weltpolitischen Lage und den damit verbundenen Flugverboten für Mitarbeiter bestimmter Unternehmen betroffen waren, registriert.
 Die 8. EuroMold strahlte bereits in ihrer Eröffnungsveranstaltung am 28. November sehr viel Positivismus und Dynamik aus. Die Messeleiterin der EuroMold, Diana Schnabel, betonte in ihrer Eröffnungsrede, die EuroMold sei schließlich der Motor für die Produktentwicklung und den Werkzeug- und Formenbau. Trotz aktueller Konjunkturschwäche sei die Devise für die diesjährige EuroMold: „Antizyklisch handeln, gemeinsam erfolgreich sein“. Eine geeignetere Fachmesse gäbe es weltweit nicht, die sich als Fachmesse der Prozesskette „Vom Design über den Prototyp bis zur Serie“, versteht. Sie forderte alle auf, diese Fachmesse mit viel Zuver-sicht und Tatkraft zu nutzen und wünschte allen einen großen geschäft-lichen Erfolg. Dr. Lothar Späth, Vorsitzender des Vorstandes der Jenoptik AG, eröffnete die EuroMold 2001 mit dem klaren Aufruf an den Mittelstand, sich selbst helfen zu müssen, „sonst helfe ihm keiner“. Er munterte alle Beteiligten auf, diese einzigartige EuroMold positiv für ihre Geschäfte zu nutzen. In seiner Ansprache betonte er, dass die EuroMold als Fachmesse für die Werkzeug- und Formenbauer, Designer und Produkt-entwickler das Forum schlechthin sei. Winfried Krack, Ausstellerbeirat der EuroMold 2001 und Bereichsleiter Modell- und Prototypen, EDAG AG, sowie Aussteller der ersten Stunde, bezeichnete die EuroMold in seiner Ansprache als „die bedeutendste Prozesskettenmesse der Branche“.
 Nach dem erfolgreichen Auftakt begann der erste Messetag ver-halten, aber dennoch zufriedenstellend. Der zweite Messetag war die Superlative an Besucherstrom. Die Messestände waren so gut besucht, dass der Eindruck entstand, die EuroMold 2001 hätte dieses Jahr mehr Besucher als letztes Jahr.    
 Der Generalsekretär des französischen Werkzeug- und Formenbau-Verbandes (AFIM), Monsieur Thierry Delmotte, bestätigte auch aus französischer Sicht den ganz besonderen Charme dieser Messe: „Die EuroMold bietet den französischen Formenbauern ein gutes Geschäftspotenzial und gute Absatzmöglichkeiten, denn sie verfügen über ein bedeutendes Know-how, das der Qualität der Messebesucher entspricht. Der Grad der Internatio- nalität der Besucher ergänzt die qualitative Seite der Messe.“
 Fast alle 1442 Aussteller, die vertreten waren, konnten während der Messe bereits eine große Anzahl von Geschäftsabschlüssen mit hohen Umsätzen tätigen, auch mit Aussicht auf ein reges Nachmessegeschäft. Hinzu kam, dass die Besucherzahlen mit 51400 Fachbesuchern die angestrebte Zahl  von 50000 übertroffen hat. Besonders stolz ist der
Veranstalter darauf, dass die EuroMold 2001 auch die Internationalität ihrer Besucher hat halten können. Es waren immerhin Fach-
besucher aus 72 Ländern vertreten. Der Anteil der ausländischen Besucher betrug in diesem Jahr 13%. Stärkere Besucherrückgänge um bis zu 30% wurden bei Ländern wie Kanada, USA, Iran, Indien verzeichnet, die aufgrund der weltpolitischen Lage stärker von Flugver-
boten betroffen waren. Die Messeleitung hat immer wieder betont, sie möchte Fachbesucher aus allen wichtigen Industriebereichen anspre-chen und auf die EuroMold bringen. Auch wenn der Löwenanteil (33,6%) der Fachbesucher aus dem Umfeld der Automobilindustrie kam, so spannte sich der Bogen doch über alle Branchen. 
 Wie in jedem Jahr wurden im Rahmen des EuroMold Awards Aussteller für herausragende  Dienstleistungen  und Produkte prämiert. Die Preise wurden von Professor Udo Lindemann, Lehrstuhl für Produktentwicklung, Technische Universität München, während des Messefestes am Donnerstag, 29. November, überreicht.
 Der 1. Preis ging an die Firma QIC System-verbund Kunststofftechnik GmbH für einen Composite Leichtstoßfänger (BMW M3), wobei es sich um den weltweit ersten in Großserie hergestellten ultraleichten Stoßfänger aus Hochleistungs-Faserverbundkunststoff (Advanced Composite) handelt.
 An die Unternehmensgruppe Hofmann (Concept Laser GmbH) ging der 2. Preis für ihr Maschinenkonzept M3 linear. Sie entwickelte ein völlig neues Verfahren der Lasersinter-technologie, das Laser-Cusing. Dieses Verfahren stellt ein Bindeglied zwischen Rapid
Tooling und dem traditionellen Werkzeugbau dar und ermöglicht so die Herstellung von Endprodukten in Stahl für Funktionsteile,
Formeinsätze für Serienspritz- und Druckguss-werkzeuge sowie Prototypenwerkzeuge für Spritz- und Druckguss.
 Der 3. Preis wurde der JUMA Sonderanlagenbau GmbH für ihr JUMA Blackrohr-System verliehen. Dieses ist eine neue Ofentechnik zum Ausbrennen von schwer verbrennbaren Materialien, wobei Modelle aus Rapid Prototyping Materialien bei niedrigen Temperaturen von maximal 650 °C rauch- bzw. geruchsfrei und vollständig ausgebrannt werden.
 Das „design + engineering forum“ in Halle 9.2 fand bei allen Beteiligten sehr guten An-klang: An vier Messetagen haben ca. 10000 Be-sucher das Forum besucht. Auch das „Virtual Reality Forum“, ebenfalls in Halle 9.2, wurde all-gemein gelobt. „See what´s possible“ – dieses Motto des Virtual Reality Forums auf der EuroMold nahmen die zahlreich erschienenen Besucher wörtlich und überzeugten sich selber von den neuen Möglichkeiten für Kommunikation, Kollaboration, Marketing, Forschung und Entwicklung.
 Die Sonderschau „Produktentwicklung im Flugzeugbau“ belegte ca. 400 m2 Fläche. Der Entwicklungsstand der neuen Verfahren und Technologien für den Flugzeugbau wurde anhand von Beispielen und auch von Gesamtflugzeugen demonstriert. Es wurden interessante Entwicklungen in der Leichtbauweise und im modernen Design vorgestellt. Gezeigt wurden Aluminiumfeingussanwendungen im Cockpitbereich von Großflugzeugen für Instrumentenhalterungen und eine lasergeschweißte Leichtbauflugzeugtür für das Airbusprogramm. Im Rahmen einer stündlich wiederkehrenden Präsentationsschau zeigten Flugzeughersteller und Lieferanten die neuesten Möglichkeiten der virtuellen Produktentwicklung im Flugzeugbau und in der Compositanwendung.
 Die Rapid Production Konferenz, fast schon ein EuroMold-Klassiker, wurde in bekannter Weise von Terry Wohlers, Wohlers Associates USA, geführt. Auf hohem Niveau haben Vortragende aus der ganzen Welt die neuesten Entwicklungen im Rapid Tooling, Collaborative Product Development und im  Rapid Manufacturing präsentiert. Zur Zeit ist die Konferenz der jährliche Treffpunkt der GARPA Association (Global Alliance of Rapid Prototyping Associations).
 Messeleiterin Diana Schnabel blickt bereits mit Zuversicht auf die EuroMold 2002 und kon-kretisiert die Ziele wie folgt: „Zielsetzung für das Jahr 2002 ist es, 1600 Aussteller auf einer Bruttoausstellungsfläche von 80000 m2 zu begrüßen. Weitere Zuwächse im Werkzeug- und Formenbau, aber auch in der Produktentwicklung sollen erzielt werden. Für dieses Jahr werden auch weitere Steigerungsraten im Werkzeugmaschinenbereich erwartet. Wichtige und zukunftsweisende Sonderthemen sollen darüber hinaus weiter entwickelt werden.“
Noch ein Hinweis für Ihren Terminkalender: Die EuroMold 2002 findet vom 4. bis 7. Dezember 2002 in Frankfurt statt.


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