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Das Jahr 2001 war für 3D Systems in vielerlei Hinsicht turbulent. Die Übernahme der DTM Corporation war nicht die einzige Akquisition: Auch in Frankreich und in der Schweiz hat man sich mit Unternehmen gestärkt, die das Spektrum des Unternehmens ideal e
Mit der Übernahme von DTM Corporation, Optoform, einem französischen Hersteller von Rapid Prototyping und Manufacturing Systemen und dem Schweizer Unternehmen RPC (Rapid Prototyping Chemicals) stärkte 3D Systems, als einer der Marktführer in der Solid Imaging Technologie, seine internationale Position. Damit folgt das Unternhemn dem Trend, der zunehmend in Richtung Mass Customization, individuelle Großserienfertigung und kundenspezifische Herstellungsprozesse geht. Durch gezielte Entwicklungen und Erweiterungen des Produktportfolios hat sich 3D Systems für die sich schnell entwickelnden und zukunftsträchtigen Märkte bestens gestärkt.
Um noch schneller und effizienter Produkte zu entwickeln, fordern die Märkte neue beziehungsweise verbesserte Verfahren und Materialien, so das Fazit von Kevin McAlea, VP und General Manager Europa 3D Systems. Auf diese Herausforderung hat das weltweit operierende Unternehmen in diesem Jahr mit strategischen Übernahmen und der Entwicklung neuer Produkte reagiert.
Und auch Oliver Edelmann, Vertriebsdirek-tor der 3D Systems GmbH sowie Sandra Seitz, als Produktmanagerin für den europäischen Markt zuständig, sind sich einig: Das Ziel ist es, die Solid Imaging Technologie zu einem echten Herstellungsverfahren auszubauen. Hier gibt es erste Anwendungsbereiche in der Medizin: Hörgeräte, die individuell an den Kunden anzupassen sind, werden bereits direkt auf Stereolithographie- und Selektiven Laser Sinteranlagen gefertigt.
Ein konkretes Beispiel, das derzeit von sich reden macht, wurde auf der EuroMold gezeigt: Allign Technology, Inc. setzt die SLA 7000 Anlage dazu ein, individuell angepasste und gefertigte Zahnspangen zu produzieren. Invisalign ist der Name dieser Zahnkorrektur-hilfen, die regelmäßig verändert werden und ohne Brücken und Drähte auskommen. Das kanadische Unternehmen Cynovad vertreibt die Multi-Jet Modeling Technologie von 3D Systems unter dem Namen WaxPro an Zahnlabors. Damit werden Formen von Zahnersatz
und Brücken gebaut und mittels Feinguss-
verfahren angefertigt. Weitere Anwendungsge-biete, in denen das RM als Produktionsverfahren zum Einsatz kommt, sind die Luft- und Raumfahrttechnik.
Durch die Fusion von 3D Systems und DTM Corporation ist ein hochinnovatives und technologisch weltweit führendes Unternehmen entstanden. Dabei ergänzen sich die Produkte und Technologien und bieten die besten Voraussetzungen, das Potenzial für zukünftige Anwendungen im Rapid Manufacturing auszuschöpfen. Die Kunden profitieren von einem umfassenden Einsatzspektrum und Lösungsangebot sowie vom technologischen Know-how. Damit haben sie auch an zukünftigen Entwicklungen teil.
Im Februar 2001 wurde die französische Optoform SARL übernommen. Das direkt Composite Modeling (DCM) ermöglicht den Einsatz pastöser Materialien. 3D Systems wird die Technologie in sein Produktportfolio integrieren und zur Marktreife weiterentwickeln. Ziel der Übernahme der in Marly, Schweiz, ansässigen RPC AG war es, stärkeren Einfluss auf die Entwicklung neuer Materialien zu haben. Mit bislang 16 verschiedenen Kunstharzen für alle Arten von Stereolithographie-Anlagen deckt RPC ein breites Spektrum an Einsatzmöglichkeiten und Einsatzbildern ab. Darüber hinaus laufen Forschungsprojekte zum Rapid Prototyping mit neuen Polymer-basierten Werkstoffen. Die enge Zusammenarbeit der vereinigten Unternehmen wird es dabei ermöglichen,
Anlagen und Harze noch präziser aufeinander abzustimmen. Daraus resultieren Fortschritte in der Qualität und Schnelligkeit der Solid Imaging Anlagen. Damit macht 3D Systems einen weiteren, wichtigen Schritt in Richtung Rapid Manufacturing. 3D Systems startete die Vermarktung der RPC Materialien ab dem
18. Februar 2002.
Von sich reden machte 3D Systems im letzten Jahr aber auch durch neue Solid Imaging Systeme. Mit der Lasersinteranlage Vanguard si2 SLS, die speziell für das Rapid Manufacturing entwickelt wurde, erfüllt das Darmstädter Unternehmen die Anforderungen des Marktes, der neben thermomechanisch hochbelastbaren Prototypen verstärkt Kleinserien direkt auf Solid Imaging Anlagen fertigen möchte. Neben Kunststoffprodukten für anspruchsvolle Funktionstests und Serienteile lassen sich auf den Vanguard-Anlagen auch metallische Werkzeugeinsätze für Vor- und Kleinserien fertigen.
Die Viper si2 SLA markiert den Einstieg in eine neue Generation von Stereolithographie-Anlagen. Das flexible System vereint zwei Anlagen in einer. Es ermöglicht sowohl die Fertigung von Bauteilen in Standardauflösung und hoher Geschwindigkeit als auch die Herstellung von Prototypen, bei denen es auf absolute Präzision und die Wiedergabe kleinster Details ankommt.