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Circa 50 Prozent des weltweiten Marktsegments für Fräs- und Bohroperationen werden heute von Bearbeitungszentren belegt, der restliche Anteil fällt zu ungefähr gleichen Teilen auf Stand-alone-Maschinen für niedrige Stückzahlen und Sondermaschinen für ho
Als einer der führenden Hersteller von Metallzerspanungssystemen für mittlere und hohe Stückzahlen war sich Lamb Technicon das zu Unovas Konzerntocher Industrial Automation Systems gehört über die Konstruktionstrends im HSC-/HSP-Bereich im Klaren. Das Unternehmen hatte bereits eine HSC-Konstruktion die so genannte Jaguar in sein Produktprogramm aufgenommen und sich als nächstes Ziel die Entwicklung eines HSP-Gegenstücks gesetzt, das ebenso vielseitig sein sollte.
Wie die Jaguar, so sollte auch die neue Maschine als Stand-alone-Horizontalbearbei-tungszentrum (HMC) konfigurierbar sein aber auch als Transfermaschinenmodul (TMM), das sich mühelos in Lamb Technicons-Systeme für mittlere und hohe Stückzahlen integrieren lassen sollte. Im Gegensatz zur Jaguar, die robust genug für die Bearbeitung von Gusseisen ist, sollte die neue Maschine für die Bearbeitung von Aluminium- und Magnesiumteilen optimiert werden, bilden diese Teile doch ein rasch wachsendes Segment des angepeilten Hauptmarkts in der Automobilindustrie.
Schnell war klar, dass die Konstruktionsziele für die neue Maschine mit Hilfe einer herkömmlichen Geometrie mit drei Linearachsen für die Hauptbewegungen nicht erreicht werden könnten. Nachdem zahlreiche unkonventionelle, parallelkinematische Konzepte untersucht wurden, einigte man sich auf ein Hybridkonzept, bei dem eine Drehachse in Kombination mit zwei Linearachsen eingesetzt wird, um die gewünschte Positioniergeschwindigkeit mit der erforderlichen Präzision und Langlebigkeit zu erreichen. Das Ergebnis ist das Horizontalbearbeitungszentrum (HMC) Bobcat, das einen völlig neuen Ansatz bei der Konstruktion von Bearbeitungszentren verkörpert. Dabei wird einerseits die Zerspanungsleistung beim Fräsen und Bohren von Werkstücken aus Aluminium und Magnesium optimiert, andererseits werden die Investitions-kosten so gering wie möglich gehalten.
Der Schlüssel zur Leistungsfähigkeit der Bobcat liegt in ihrer einzigartigen hybrid-kinematischen Konstruktion, die für eine mit den Linearmotor-Maschinen vergleichbare Schnelligkeit und Beschleunigung sorgt und das bei gleich großer Genauigkeit, allerdings wesentlich kostengünstiger. So bietet die Bobcat nicht nur schnelle Beschleunigungen (1,5 g in den X- und Y-Achsen, 2,0 g in der Z-Achse) und hervorragende Eilganggeschwindigkeiten (80 m/min in den X-, Y- und Z-Achsen),
sondern auch außergewöhnliche Präzision (±0,005 mm Positionsgenauigkeit und
±0,0015 mm zweiseitige Wiederholgenauigkeit). Außerdem besitzt sie eine Spindel mit
24 000 U/min für eine hohe Zerspanungsleistung.
Die kompakte und flexible Bobcat ist sowohl in der Konfiguration als Stand-alone-Bearbeitungszentrum wie auch als Transfermaschinenmodul erhältlich und wurde unter Echtbedingungen in Bearbeitungsanwendungen der Automobilindustrie gründlich erprobt. Die Kunden verlangen Bearbeitungslösungen, die einerseits die Produktivität steigern und andererseits die Investitionskosten gering halten, erklärt Jim Herrman, Präsident von Lamb Technicon. Die Bobcat ist ein Beispiel für Lamb Technicons ständiges Bestreben, innovative, flexible und dabei kostengünstige Lösungen für die Fertigung großer Stückzahlen zu entwickeln.