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Ohne Frage bietet das Präzisions-Drahterodieren eine sehr gute Möglichkeit zur Substitution von aufwändigen, weil mehrstufigen herkömmlichen Verfahren. Wurden die Teile aus Werkzeugstahl bislang weichbearbeitet und anschließend gehärtet und geschliffen,
Nach Ausbildung zum Werkzeugmacher, spezialisiert auf den Schnitte-bau, und einem Abendstudium im Maschinenbau ist Manfred Schwermann seit 1998 nun selbstständig und hat sich dabei dem Schneiderodieren verschrieben. Über Auftragsmangel kann er sich seit Beginn seiner Selbstständigkeit nicht beklagen. Die Spezialität des Zwei-Mann-Unternehmens ist die Herstellung von Erodierteilen für die Stanz-
industrie, vor allem für Schmied- und Schlagwerkzeuge, sprich Matrizen und Stempel. Die Anforderungen sind wie immer im Umfeld Erodieren Hochpräzision, als gängige Maßeinheit zählt hier das µm. Ein Hundertstel ist für uns schon die Ausnahme. Schnittspiele bei hochwertigen Werkzeugen liegen unter einem Hunderstel Millimeter, das heißt, dass der umlaufende Schnittspalt in einer sehr viel engeren Toleranz liegen muss. Wir machen alles, was mit Drahterodieren überhaupt machbar ist, bis hin zu Ziehsteinen aus Hartmetall.
Grundsätzlich, so Manfred Schwermann, ...dreht sich bei draht-erodierten Werkzeugeinsätzen alles um Produktivität und Standzeiten. Voraussetzung hierfür ist dabei vor allem die Präzision der Teile, denn jede Fehlpassung beeinträchtigt die Werkzeugstandzeit. Präzision ist also die Voraussetzung schlechthin, aber um Erfolg zu haben, ist die Flexibilität, verbunden mit hoher Termintreue, kaum weniger wichtig. Die Kunden, oft deutlich größere Betriebe, erwarten von Manfred Schwermann, dass er nicht nur Topqualität liefert, sondern eben auch so manches Mal quasi von einem Tag auf den anderen liefern kann. Als kleiner Betrieb liegt in der Flexibilität ein entscheidender Vorteil, denn wir können flexibler und schneller reagieren als beispielsweise die entsprechenden Abteilungen in größeren Betrieben. Dies heißt aber auf der anderen Seite, dass Manfred Schwermann so manches Mal zu nachtschlafener Zeit in seinem Betrieb ist. Allerdings: Wir haben unsere Programme so aufgebaut, dass die Maschinen auch ohne Aufsicht laufen können. Unsere Maschinen müssen zum Teil auch in der Nacht laufen. Eine Maschine die um 17 Uhr abgestellt wird, können wir uns gar nicht leisten. Im Monat summieren sich die reinen Maschinenlaufzeiten, das heißt ohne den manchmal recht zeitintensiven Rüstzeitanteil, auf 300 Stunden im Monat. Dies stellt an die Zuverlässigkeit der eingesetzten Drahterodiermaschinen höchste Anforderungen. Manfred Schwermann schwört dabei auf die Matra-Fanuc Alpha 1-iA Schneid-erodieranlagen. Denn, einmal abgesehen davon, dass sie mit beachtlichen Genauigkeitswerten glänzen, haben sie einen unschätzbaren Vorteil: Sie kosten einfach weniger als die meisten Wettbewerbsmaschinen. Manfred Schwermann: Wir haben im direkten Vergleich mit anderen Lohnbetrieben, bei denen teure Maschinen im Einsatz sind, schon etliche Male den Auftrag bekommen, weil wir bei gleicher Qualität einfach günstiger anbieten können.
Für Matra-Prokurist Oswald B. Schreiber, als Produktgruppenleiter verantwortlich für die Funkenerosionsmaschinen, ein oft gehörtes Argument: Wir bewegen uns mit unseren Maschinen in einer Präzisionsklasse, die durchaus denen deutlich höherpreisiger Wettbewerbsmaschinen ebenbürtig ist. Ø
× Wie gut die Matra-Maschinen sind, lässt sich im Übrigen auch daran ablesen, dass Gebrauchtmaschinen kaum billiger zu haben sind als
Neumaschinen. Gleichzeitig aber, so Manfred Schwermann und Oswald Schreiber unisono, bieten die Matra-Maschinen bemerkenswerte Vorteile. Vor allem in der Zuverlässigkeit bei der Drahtautomatik sind die Fanuc-Maschinen absolut unerreicht. Nur bei diesen Maschinen kann auf das mühselige und zeitaufwendige Ablassen des Wassers verzichtet werden, das heißt, dass in weniger als 25 Sekunden der Draht eingefädelt und die Maschine wieder voll einsatzbereit ist.
Das Einfädeln im Wasserbad ist möglich bei Werkstücken bis 100 mm Höhe. Die Zeit, um den Arbeitsbehälter zu entleeren und wieder zu
füllen, wird somit gespart (im Übrigen ein Verfahren, das ausschließlich bei Fanuc-Maschinen realisiert ist). Das Werkstück ist immer im Wasser-bad, wodurch Rostbildung vermindert und eine stabile Schneid-Präzision gewährleistet werden. Die Bildschirmanzeige gibt wertvolle Informationen über Position und Anzahl der Wiederholungen des Drahteinfädelvorganges an. Auch die Position des Drahtbruches wird markiert.
Manfred Schwermann: Speziell bei kleinen Geometrien, wo die Bearbeitungszeit entsprechend kurz ist, spielen die unproduktiven Neben-zeiten eine immer wichtigere Rolle. Ergo: Wenn die Nebenzeiten gekürzt werden können, dann schlägt dies direkt auf die Kostenseite durch.
Hinzu kommt die hohe Betriebssicherheit der Maschinen, da auch hier im Vergleich zum Wettbewerb auf einen möglichst einfachen Aufbau Wert gelegt wurde. Oswald Schreiber: Wir haben an der ganzen Automa-tik gerade einmal zwei bewegliche Teile, während beim Wettbewerb sehr komplexe Systeme adaptiert sind, die dann entsprechend anfällig sind.
Nun ist der Preis einer Maschine sicherlich eines der wichtigsten Merkmale, oft aber auch ein Kennzeichen der angebotenen Qualität.
Bei den Schneiderodiermaschinen von Matra-Fanuc möchte man aber durchaus den Eindruck gewinnen, dass sie trotz des geringeren An-schaffungspreises qualitätsmäßig wie technologisch absolut gleichwertig sind. Zudem bieten sie eine Reihe von zusätzlichen Features, die ihnen deutliche Pluspunkte sichern.
Oswald Schreiber fasst die Vorteile zu-sammen: Mit preiswertem Messingdraht 0,3 mm Durchmesser und nicht mit wesentlich teureren beschichteten Messingdrähten werden mit dem nicht elektrolytischwirkenden Generator Schnittgeschwindigkeiten bis 300 mm2/min erreicht. Bei der Bearbeitung von Konturen verhindert das Schneiden mit Wechselstrom elektrolytische Korrosion. Auch die Veränderung der Oberfläche wird gegenüber dem Schneiden mit Gleichstrom deutlich reduziert.
Doch damit nicht genug: Die ai-Eckenkontrolle (ai steht für artificial intelligence, sprich künstliche Intelligenz) reduziert an kleinen Radien und Ecken Geometrieverschleppungen. Aktiviert wird die ai-Eckenkontrolle bei Schrupp- und Schlichtbearbeitungen. Eine hohe Geometriegenauigkeit ist durch diese Funktion gewährleistet. Die adaptive ai-Kont-rolle der Werkstückhöhe ermittelt die jeweilige Werkstückhöhe und stellt die Schneidparameter so ein, dass die max. Schneidleistung erhalten bleibt und ein Drahtbruch vermieden wird. Diese Funktion ermöglicht es, die Schnittgeschwindigkeit um 30 Prozent im Vergleich zur bisherigen Methode zu steigern. Und: Für einfache Bearbeitungen liefert die Maschine selbst die günstigsten Schneid-Parameter. Der Bediener muss lediglich Programm-Nummer, Werkstoff, Werkstückhöhe und Drahtdurchmesser eingeben. Aus der graphischen Anzeige kann dann die geeignete Schnittgeschwindigkeit und Genauigkeit ausgewählt werden.
Einen zusätzlichen Pluspunkt nennt
Manfred Schwermann: Die patentierte Fanuc-Methode der Drahttrennung durch Glühen und Erwärmen gewährleistet ein gratfreies glattes Drahtende. Der Draht wird hierbei durch Glühstrom erwärmt, um die Drahtspannung zu eliminieren und den Draht gleichzeitig zu richten. Nur so ist das schon angesprochene einfach aufgebaute Drahteinfädel-System im Übrigen überhaupt erst möglich geworden.
Gute Noten erteilt Manfred Schwermann auch dem Matra Service- und Kundendienst. Dazu Oswald Schreiber: Wir haben unseren Service strikt regional gegliedert, dadurch entstehen dem Kunden nur geringe Anfahrtskos-ten, vor allem aber kann ihm so sehr schnell geholfen werden. Ein Umstand, den Manfred Schwermann nur bestätigen kann: Es ist ja beileibe nicht so, dass viele Servicefälle auftreten, aber wenn, dann ist es doch sehr beruhigend, wenn man weiß, dass einem schnell geholfen wird. ai