java.lang.NullPointerException
DuPont Engineering Polymers kämpfte lange Jahre mit einem Problem, das auch viele Werkzeug- und Formenbauer quält: Die fehlerfreie Übernahme von 3D-CAD-Daten. Doch seit DuPont das System CADfix nutzt, ist das nach einem Transfer früher nötige, nachträ
Neben einer breiten Palette an Produktionsgrundstoffen bietet DuPont Engineering Polymers seinen Kunden auch Beratungsdienstleistungen. Die Spezialisten von DuPont unter- suchen mit der Finiten-Elemente-Analyse (FEA) Endprodukte auf Herstellbarkeit und deren Eigenschaften. Eine wesentliche Schwierigkeit stellte bislang der Datentransfer von CAx-Systemen in ihre Berechnungssoftware dar.
Der leitende Ingenieur bei DuPont, Paul Abraham, und seine Mitarbeiter untersuchen mit unterschiedlicher Berechnungssoftware Entwürfe auf ihre Eignung und Eigenschaften hin. Unter diesen Tools sind beispielsweise die Anwendungen ANSYS für allgemeine Strukturanalyse und Moldflow für die Simulation spezieller Plastikformen. Um die Software effektiv einsetzen zu können, müssen die Entwürfe als vollständig definierte 3D-Volumenmodelle aus CAD-Systemen vorliegen.
Bis vor drei Jahren kommunizierten wir unsere Entwürfe noch hauptsächlich über das Medium Technische Zeichnung, erklärt
Abraham. Wir haben die Zeichnungen quasi zu Fuß in unser eigenes CAD-System oder manchmal direkt in ANSYS eingegeben und anschließend vernetzt und berechnet. Zwar war das Vorgehen aufwändig, aber dafür funktionierte es zuverlässig. Die schnelle Verbreitung von 3D-CAD auf PCs und die zunehmende Komplexität der Entwürfe haben herkömm-liche Konstruktionszeichnungen auf Papier jedoch verdrängt. Damit ergab sich bei DuPont das Problem, das viele Werkzeug- und Formenbauer aus eigener, oft bitterer Erfahrung kennen: Es galt, Modelle aus anderen CAD-Anwendungen in die DuPont-Systeme zu übertragen.
Als größte Schwierigkeit erwies sich die große Bandbreite an proprietären Formaten
für Entwurfsmodelle. Selbst Standardformate wie IGES werden beim Im- und Export von CAD/CAM/CAE-Werkzeugen sehr verschieden gehandhabt. Obwohl ANSYS über einen eigenen IGES-Übersetzer verfügt, entstanden beim Import aus Quellsystemen Inkonsistenzen.
Die unerwünschte Folge: Die Spezialisten von DuPont mussten nach einem Transfer die
3D-Daten per Hand am PC nachträglich aufbereiten. Zwar ließen sich Fehler so korrigieren, allerdings kostete das Verfahren viel Zeit.
Teilweise griffen die Ingenieure sogar auf herkömmliche Zeichentafeln zurück.
Doch seit DuPont das System CADfix nutzt, ist die zeitaufwändige und damit teure Handarbeit Vergangenheit. Die Software des britischen Anbieters TranscenData transferiert Daten zwischen verschiedenen Systemen und bietet Werkzeuge, um geometrische und topologische Ungereimtheiten zu beheben. Das geschieht in vielen Fällen automatisch. CADfix führt Nutzer interaktiv zum Ziel: Eine Analyse hebt grafisch inkorrekte Oberflächen hervor, und die Software tilgt alle doppelten Punkte, Ecken oder Oberflächen. Der Anwender arbeitet dann die Fehlermeldungen schrittweise ab, indem er aus alternativen Heilungsvorschlägen auswählt. Das Resultat ist ein einwandfreies Modell, das im eingesetzten Folgesystem direkt weiterbearbeitet werden kann.
CADfix macht alle 3D-CAD-Arbeiten bei uns überflüssig, sagt Abraham. Wir können jetzt jedes beliebige IGES-File von verschiedenen CAD-Systemen sicher akzeptieren, in CADfix aufbereiten und anschließend gleich berechnen. So arbeiten wir mit originalgetreueren Entwürfen als vorher und führen bedeutend genauere Simulationen durch. Ein wesentlicher Vorteil ist die eingesparte Arbeitszeit: Abraham schätzt, dass mit der Einführung von CADfix durchschnittlich für jeden Entwurf dreimal weniger Arbeitsaufwand anfällt.