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Die neue Version der Software Unigraphics setzt einen wichtigen Meilenstein im Ausbau der Funktionalität von CAD/CAM/CAE- und CAID-Systemen (Computer Aided Industrial Design). Insbesondere die Prozesse in der Produktentwicklung sollen damit produktiver
Die neue Version 18 der CAD/CAM/CAE-Software Unigraphics des Softwareanbieters UGS markiert den Wechsel von einem geome-trieorientierten zu einem wissensbasierten Ansatz in der Produkt-entwicklung. Konstruktionsabteilungen und Fertigungsunterneh-men können ihr Wissenskapital aus Firma und Branche besser nutzen, reproduzieren und wieder verwenden. Darüber hinaus ordnen sie es direkt virtuellen Modellen zu, statt nur geometrische Beschreibungen der Produkte zu erzeugen. Den Grundstein für diesen Wechsel legten Entwicklungen wie Predictive Engineering, Knowledge Fusion, Process Wizards und die integrierte Industrial-Design-Lösung Shape Studio, die in früheren Versionen enthalten waren. Nun potenziert Unigraphics V18 den Nutzen für die Anwender, weil diese Technologien die kundenspezifischen Prozesse im CAD-System abbilden können. Damit wird die Zusammen-arbeit verteilter Entwicklungs-Teams möglich und die Produktivität in der Entwicklung neuer Produkte und marktgerechter Varianten deutlich erhöht. Gleichzeitig gewinnt der Anwender die volle Freiheit, seine eigenen Prozesse abzubilden und zu kontrollieren. So eröffnen sich den Konstrukteuren ganz neue Wege. Statt nur Geometriedaten zu erzeugen und zu manipulieren, können sie nun nach funktionalen Anforderungen Produkte entwickeln.
Das aus Version 17 bekannte Modul Knowledge Fusion ist Grundlage für neue Process Wizards in der Unigraphics Version 18. Sie sind nach gleichem Prinzip aufgebaut wie die bereits sehr erfolgreich in vielen Unternehmen eingesetzten Wizards für die Konstruktion von Spritzgießformen (Mold Wizard) und Getrieben (Gear Wizard). Der Progressive Die Wizard nutzt verfügbares Wissen aus der Industrie und dem eigenen Unternehmen zur Automatisierung des hochkomplexen Prozesses der Entwicklung von Folgeverbundwerk-
zeugen. Ein anderes Beispiel ist der Strength Wizard. Damit können Konstrukteure ohne Spezialwissen bereits im Konstruktionsprozess Bauteile nach der Finite-Elemente-Methode analysieren und optimieren.
Unigraphics Collaborate ist die erste und einzige direkt in ein CAD-System integrierte Funktionalität für die Echtzeit-Zusammenarbeit verteilter Entwicklungs-Teams über das Intra- oder Internet. Damit werden nicht nur Online-Konferenzen und die Visualisierung virtueller Produktmodelle ermöglicht. Produktänderungen und Varianten können von allen Beteiligten sofort analysiert und der Einfluss auf andere Prozesse im Entstehungsprozess geprüft werden. Sofort mögliche Entscheidungen und Maßnahmen werden die Entwicklungszeiten drastisch reduzieren, nachträgliche Änderungskosten entfallen.
Mit den Knowledge Fusion Checkern bietet die neue Version vordefinierte Bauteil-Überprüfungsmechanismen und Regeln an, die ohne KBE-Kenntnisse eingesetzt werden können. Einmal eingeschaltet, verfolgen diese Beobachter den gesamten Entwicklungsprozess und melden, wenn das einmal gesetzte Regelkriterium nicht eingehalten wird. Das ebenfalls neue Quick Stack-Modul bietet Anwendern, die wenig Erfahrung mit der Auslegung und Simulation von Toleranzen haben, bereits während der Konstruktionsphase die Möglichkeit zur Analyse und Simulation der Toleranzen in Baugruppen. Der Anwender bekommt dabei sofort Hinweise, welchen Einfluss die wichtigsten Toleranzen auf die gesamte Baugruppe haben. Dadurch lassen sich beispielsweise viel zu klein ausgelegte Angsttoleranzen, die einen großen Einfluss auf die Fertigungskosten haben, auffinden und verändern. Eine grafische 3D-Toleranz-Simulation der Baugruppe macht die Auswirkungen noch transparenter.
UGS entspricht in Unigraphics Version 18 der Verpflichtung, CAD-Investitionen und intellektuelles Kapital der Kunden zu schützen. Ein Beispiel dafür ist die Technologie der Direct Modeling eXtensions (DMX), die in der neuen Version deutlich erweitert wurde. Die DMX-Technologie gehört zu den Werkzeugen von Unigraphics, die eine Nutzung inkompatibler CAD-Daten erleichtern. Sie ermöglichen eine direkte Beeinflussung der Modelle, egal ob sie History-Files über den Entstehungsprozess enthalten oder nicht. Mit DMX fügt der Benutzer editierbare Parameter automatisch hinzu oder verändert seine nicht-parametrisierten Modelle direkt. In Version 18 erhöhen neue Möglichkeiten den Nutzen: Viele importierte Modelle enthalten Flächensätze, die zu Regionen verschnitten wurden. Selbst wenn diese Features nur geringfügig verändert werden, müssen die Flächenübergänge meist vollständig überarbeitet werden. Die DMX-Technologie aktualisiert diese nun automatisch, sobald der Anwender einzelne Flächen verschiebt, ersetzt oder in der Größe verändert. Die Operation wird dann als dauerhaftes Feature abgelegt. Der Produktivitätsvorteil ist erheblich, der Aufwand zur Überarbeitung alter Datenbestände reduziert sich deutlich.
Innovatives Design entscheidet immer mehr über den Erfolg neuer Produkte am Markt. Mit neuen Werkzeugen für den Entwurfsprozess von Industrie-Designern werden kreative Ideen schnell und präzise in virtuelle Produktmodelle umgesetzt. Fotorealistische Darstellungen und die Möglichkeit zu ihrer Verbreitung sind ebenso gefordert. Das Modul Shape Studio enthält neue, dynamische Möglichkeiten zur Erzeugung und Manipulation von Kurven und Flächen.