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Gerade auf den Bau von Prototypen für die Automobilindustrie haben sich diverse Unternehmen mit einem breiten Kompetenz-Spektrum spezialisiert.
Dazu zählt auch die Thüringer ModellTechnik Rapid Prototyping GmbH, die im Rahmen der Qualitätssicherung RapidFit von Materialise ¿ eine kombinierte Hard- und Softwarelösung zur Fixierung von Bauteilen auf einer Referenzplatte ¿ einsetzt. Das System überzeugt die ¿ModellTechniker¿ vor allem durch seine Flexibilität und die einfache
Bedienung.
Die ModellTechnik Rapid Prototyping GmbH ist als Entwicklungsdienstleister für ein breites Spektrum der Industrie als ¿High-Tech-Problemlöser¿ bei der Optimierung und Beschleunigung von Produktentwicklungspro-zessen tätig. Der Umsatz des 1990 gegründeten Unternehmens mit seinen rund 130 Mitarbeitern beträgt jährlich ca. 10 Mio. Euro. Zum Kundenkreis der Thüringer aus Waltershausen, die getreu dem Motto ¿schnell ¿ pünktlich ¿ perfekt in Funktion und Qualität¿ agieren, gehören Automobilhersteller und vor allem die großen Zulieferer wie Faurecia, Johnson Controls und Peguform.
Das Leistungsspektrum der ModellTechnik RP GmbH reicht von einfachen Urmodellen und Prototypen bis hin zu kompletten Prototypenbaugruppen im Originalwerkstoff und Kleinstserien. Die Kunden können durch die Zusammenarbeit mit der ModellTechnik RP GmbH nicht nur die ¿Time-to-market¿ um bis zu 30 % verringern, sondern gleichzeitig auch die Kosten im Produktentwicklungsprozess um bis zu 30 % reduzieren. Diese Vorteile nutzen die Kunden reichlich, denn die ¿ModellTechniker¿ bauen jährlich rund 12.000 verschiedene Prototypen für die verschiedens-ten Industriezweige. Der Hauptkunde der Thüringer ist allerdings eindeutig die Automobilbranche.
Gerade Unternehmen aus der Automobilindustrie sind jedoch bekanntermaßen sehr anspruchsvolle Kunden. So erwarten die Hersteller genauso wie die Zulieferer, dass jedes Teil in jedem technologischen Zustand in Einbaulage (Netzlage) vermessen werden kann. Der Vorreiter dafür war Volkswagen mit seinem RPS (Referenz-Punkt-System), mittlerweile setzen die Wettbewerber das gleiche System ein, wenngleich unter anderem Namen. Der entscheidende Vorteil dieses Systems stellt die objektive Bewertung unabhängig vom Bearbeitungszustand durch die Aufnahme in RPS dar. Dafür existieren auf dem Markt eine große Anzahl von Aufspann-/Aufnahmesystemen, die eine hohe Universalität bieten. Diese haben jedoch auch den Nachteil, dass die Aufspann-/Aufnahmesysteme nur mit sehr großem Aufwand so zu gestalten sind, dass zu messende Teile exakt an den geforderten Punkten aufgenommen werden können. Außerdem sind diese Systeme sehr teuer in der Anschaffung.
¿Deshalb haben wir uns für RapidFit von Materialise entschieden. RapidFit erlaubt uns, hauptsächlich Teile aus der Automobilindustrie in Einbaulage im Fahrzeug aufzunehmen. Anschließend vermessen wir die Teile mit einer unserer beiden 3D-Koordinaten-Messmaschinen gegen den Datensatz. Dafür ist RapidFit wunderbar geeignet, denn das System ist schnell, günstig und vor allem genau¿, erläutert Helmut Sienhold, Leiter der Qualitätssicherung bei der ModellTechnik RP GmbH.
RapidFit ist eine kombinierte Hard- und Softwarelösung zur Fixierung von großen, dünnwandigen Bauteilen auf einer Referenzplatte. In einer eindeutigen Position können Maße exakt abgenommen oder kontrolliert werden. Folgemodelle, die mit Kopierverfahren, wie zum Beispiel dem Vakuumguss, erzeugt wurden, können auf demselben, als Lehre fungierendem System geprüft werden. Wenn große Teile gefügt oder nachbearbeitet werden müssen, dienen die Säulen zur eindeutigen Positionierung. Am Computer werden automatisch und in sehr kurzer Zeit ¿Auflagesäulen¿ für das Bauteil erzeugt und als STL-Dateien gespeichert. Die Form dieser Säulen ist so an das Bauteil angepasst, dass die Lage eindeutig definiert ist. Diese Aufnahmeelemente können mit allen gängigen RP- oder Fräsverfahren aufgebaut und exakt auf der mitgelieferten Lochplatte fixiert werden.
RapidFit kommt seit 2002 bei der ModellTechnik RP GmbH im wesentlichen im Rahmen der Qualitätssicherung, aber auch im Prototypenbau zur Nachbereitung von Rapid Prototyping-Modellen zum Einsatz. Typische Anwendungsfälle ¿ allesamt für Kunden aus der Automobilindustrie ¿ sind Aufnahmen für Stoßstangen, Armaturentafeln und Handschuhkästen. So hat die ModellTechnik RP GmbH in einer Losgröße von 100 Stück für den neuen Audi A6 die Instrumententafel mit Mittelkonsole gebaut. Diese setzte sich aus Baugruppen aus Vakuumgießteilen und zum Teil hinterschäumten Rim-Teilen (die Werkstoffe waren verschiedene PU-Harze) zusammen. Die Instrumententafeln waren elektrisch und mechanisch voll funktionsfähig, vormontiert, und besaßen verschiedenes Oberflächenfinish.
Ein weiteres Projekt betraf die Lüftungsdüsen des Maybach, die die Thüringer in einer Losgröße von 32 Sätzen gebaut haben. Die Lüftungsdüsen bestanden aus Baugruppen aus Vakuumgießteilen (die Werkstoffe waren wiederum verschiedene PU-Harze) und waren elektrisch sowie mechanisch voll funktionsfähig. Die ModellTechnik RP GmbH hat die Lüftungsdüsen komplett montiert, mit verschiedenem Oberflächenfinish und fertig zum Einbau ausgeliefert. ¿Unsere Abteilung führt im Rahmen dieser Projekte sowohl die produktionsbegleitende Qualitätssicherung, als auch die End- sowie die Warenausgangskontrolle durch. Zur Erfüllung dieser Aufgaben setzen wir neben RapidFit auch noch die Software Magics von Materialise ein. Möglicherweise kommt es in Kürze zur Anschaffung eines weiteren Software-Paketes, denn da gibt es etwas Neues von Materialise, das uns sehr interessiert ...¿, ergänzt Helmut Sienhold.
RapidFit hat sich in den letzten drei Jahren bei der ModellTechnik RP GmbH bewährt. Das System stellt für die Thüringer ein ausgezeichnetes Softwaretool zur Unterstützung der 3D-Messtechnik dar, das gleichermaßen kosten- wie platzsparend aufgrund seiner wiederverwendbaren Spannplatten und des modularen Aufbaus ist. RapidFit bietet den Qualitätsleuten einfachste Bedienung der Software und auch der Konstruktionsaufwand ist sehr gering.
Bei aller Zufriedenheit haben die ¿ModellTechniker¿ aber auch konstruktive Verbesserungsvorschläge an Materialise, um das System noch besser zu machen, so zum Beispiel bei der Umsetzung von automobilen Forderungen. Die Thüringer betrachten als Ansatz dazu die Aufnahmepunkte, die sie gerne in den STL-Datensatz integriert sehen möchten, analog zur CAD-Welt. Denn in diesem Bereich ist es möglich, Zusatzinformationen bezüglich Werkstoff, Toleranz oder ähnlichem im Datensatz mit abzulegen. Die Qualitätssicherer aus Waltershausen sind aber auch kreativ, wenn es um unkonventionelle (Eigen-)Lösungen geht: So haben sie sich Standardstützen in den Längen 50 mm, 100 mm, 300 mm und 400 mm angefertigt, die es ihnen erlauben, bei großen zu vermessenden Teilen die Auflagepunkte näher an die Platten zu setzen. Dies bietet den ¿ModellTechnikern¿ eine nochmals gesteigerte Genauigkeit und Wirtschaftlichkeit des RapidFit-Systems.
Zu überzeugen weiß RapidFit auch aufgrund seines geringen Schulungsaufwandes, da die Software intuitiv erlernbar ist und von ¿Profis für Leute aus der Praxis¿ (H. Sienhold) gemacht wurde. Von großer Bedeutung ist für die ¿ModellTechniker¿ zudem der gute Materialise-Service. Im Falle von Fragen bekommen die Thüringer über die Hotline eine gleichermaßen schnelle wie kompetente Beratung.
¿RapidFit hat unsere Erwartungen vollauf erfüllt. Das System bietet uns die Möglichkeit, es immer wieder auf den konkreten Datensatz umzustellen. Dies ist insofern sehr wichtig für uns, weil wir eine 100%-Prüfung bei den Prototypenteilen durchführen. RapidFit beeindruckt uns aber auch regelmäßig durch seine Flexibilität, den geringen Platzbedarf und den einfachen Aufbau der gesamten Software. Das Plattensystem kann außerdem immer wieder verwendet werden, während Messaufnahmen im ¿Plastetütchen¿ verschwinden. Die freie Wahl des Verfahrens stellt für Rapid Prototyping-Dienstleister einen wesentlichen Vorteil dar. Erwähnt werden sollte zudem, dass mit RapidFit das teure Fräsen von sperrigen Messaufnahmen entfällt¿, fasst Helmut Sienhold seine Argumente für das Materialise-System zusammen.
www.materialise.de