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Nomen est Omen: Universalfräsmaschinen heißen nicht von ungefähr so. Das scheint so mancher Werkzeugmaschinenhersteller angesichts der Jagd nach immer neuen Dynamikrekorden vergessen zu haben. Nicht so bei Hermle in Gosheim. Zwar gibt es auch von dort Rekordhalter in Sachen hochdynamischer Werkzeugmaschinen, aber mit der neuen U 740 präsentiert sich eine konsequent kundenorientierte Maschine, die den Begriff Universalität bis in die Details mit Leben füllt. Kundengruppe sind Einzel- und Serienfertiger und demnach ganz gezielt auch der Werkzeug- und Formenbau. Dort weiß man universelle Werkzeugmaschinen seit jeher besonders zu schätzen.
Die U 740 setzt überall dort, wo Flexibilität, Genauigkeit und Universalität gefordert wird ihre Akzente. Ein tausendfach bewährtes Maschinenkonzept mit neuesten Technologiewerten, ideal für den Werkzeug- und Formenbau und die Produktion von Einzelteilen und Kleinserien. So neu die U 740 ist, zur EMO soll das Konzept um eine „große Schwester“ erweitert werden, die ebenso den Nerv des Werkzeug- und Formenbaus treffen wird.
Die U 740 kann 3-, 4- oder 5-achsig ausgeführt werden, ein echter Universalist eben. Hier eine kleine Auswahl der Möglichkeiten:
- Bei 5-Seitenbearbeitungen oder 5-Achs-Simultanbearbeitungen wäre die U 740 mit CNC-gesteuerter B-Achse, NC-Rundtisch, Werkzeugwechsler und individueller Ausstattung das Anlagenkonzept der Wahl.
- Für 4-Achs Bearbeitungen empfiehlt sich die U 740 mit starrem Aufspanntisch, NC-Teilapparat, manuell schwenkbarer Hauptspindel mit Digitalanzeige, Werkzeugwechsler und individueller Ausstattung.
- 3-Achs Bearbeitungen, das kann heißen, die U 740 mit starrem Aufspanntisch, starrer Hauptspindel und individueller Ausstattung.
Eine sinnvolle Kombination der Ausstattung richtet sich nach dem Bearbeitungsfall und kann kundenindividuell über den modularen Baukasten erstellt werden.
Das kompakte Maschinenbett (in bewährter Manier ein Mineralgussbett in Massivblock-Bauweise) garantiert höchste Steifigkeit und daraus resultierend beste Genauigkeitswerte bei der Bearbeitung, und dies bei einem sehr geringen Platzbedarf. Durch das Konstruktionsprinzip mit oben liegendem Kreuztisch liegen X- und Y-Achse im Werkzeug, so dass eine werkstückunabhängige Dynamik erreicht wird. Die Z-Achse wiederum liegt im Werkstück, so dass eine ergonomisch günstige Arbeitshöhe, unabhängig von der Werkstückhöhe an sich, erzielt wird.
Als Hauptspindelantrieb stehen Hohlwellenmotoren mit 12000 min-1 beziehungsweise 18000 min-1 zur Verfügung. Beide mit einem Drehmoment von 200 Nm bei 32 kW. Die Hauptspindel wird in drei Ausführungen angeboten: Die starre Ausführung, eine manuell schwenkbare mit Handkurbel und Digitalanzeige in der Steuerung sowie als voll CNC-gesteuerte B-Achse mit hydraulischer Klemmung. Die Medienzuführung von Luft, Kühlschmierstoff oder Minimalmengenschmierung, kann einzeln oder in Kombination, durch die Spindel oder von außen erfolgen.
Weitere wichtige Daten sind der große X-Verfahrweg von 740 (optional 915) mm, Eilgänge bis 30 m/min bei einer Beschleunigung bis 4 m/s2. Als Steuerung kommt die neueste Heidenhain Steuerungstechnologie mit der iTNC 530 zum Einsatz. Als Werkzeugmagazine
stehen einmal ein Kettenmagazin, das automatisch in und aus dem Arbeitsraum geschwenkt werden kann, mit 16 Plätzen und ein Ring-magazin mit 28 Plätzen (beide für SK 40/HSK A 63) zur Verfügung.
Der Clou liegt bei der U 740 in der Hauptspindel. Bei herkömm-lichen schwenkbaren Hauptspindeln liegt die Spindelmitte genau auf dem Drehpunkt, so dass bei der Umstellung von vertikal auf transversal (horizontal) die Spindel um die Hälfte der Spindelbreite von der Tischaufspannfläche wegwandert und somit flache Teile „unterfüttert“ werden müssen. Bei Hermle wurde die Spindelmitte außerhalb des Drehpunktes gelegt und somit die Spindel in der Transversallage nahe zur Tischaufspannfläche verlagert. Das umständliche „unterfüttern“ wird wesentlich verringert.
www.hermle.de