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Die Vorteile der Hochgeschwindigkeitszerspanung und Trockenbearbeitung von Werkstücken liegen klar auf der Hand: Die Umgebungsluft ist frei von KSS-Nebel-Verunreinigungen, die Verschmutzung des Maschineninnen-raumes wird vermieden und der Einsatz teurer Kühlschmierstoffe und deren Aufbereitung entfallen. Allerdings findet bei der Trockenbearbeitung keine Spanabfuhr durch Schmierstoffe statt und nicht selten steigt die Staub-belastung im Innenraum der Maschine.
Zur Absaugung der Prozessstäube und Späne bietet Ringler für die unterschiedlichsten Maschinentypen und Anwendungen Lösungen an. Damit die angeschlossenen Absaugsysteme funktionell sind, müssen sie aber der jeweiligen Maschine beziehungsweise dem Werkzeughandling angepasst werden. Beispiel 1: Ringler Absauganlagen Typ RA 250 sind an Gleason-Pfauter-Wälzfräsmaschinen angeschlossen. Die Werkzeugstahlspäne werden hier ausschließlich über das lufttechnisch angepasste Maschinenbett abgesaugt. Beispiel 2: Dabei handelt es sich um die gleiche Absaugung, aber mit der Erfassung der Kunststoff-Endlosspäne direkt an der Spindel. Dies funktioniert allerdings nur dann, wenn immer dasselbe Werkstück oder Werkzeug zum Einsatz kommt und keine Veränderung der Absaugdüsenstellung notwendig wird.
Bei der Trockenbearbeitung ist schneller als bei der konventionellen Bearbeitung zu spanen, damit die Späne keine Zeit haben, Wärme an das Werkstück oder das Werkzeug zu übertragen. Dies würde zur Aufhärtung des Werkstücks und zu Maß- und Genauigkeitsproblemen führen. Deshalb müssen die heißen Späne den Arbeitsraum schnellstmöglichst verlassen. Das gelingt durch Ausnutzung der Schwerkraft und durch Integration einer kontinuierlichen Absaugung im Arbeitsraum.
Wie nun geht die Beseitigung der Späne konkret vonstatten? Zunächst wird mittels geeigneter Spindel- beziehungsweise Fräser- und Werkstück-Anordnungen sowie Modifikationen des Maschineninnenraums sichergestellt, dass die während des Fräsvorgangs entstehenden Späne nach unten fallen können. Die Leitbleche führen den Span in eine integrierte Rohrleitung, die mit einer Absauganlage verbun-den ist. Gleichzeitig wird der bei bestimmten Werkstoffen, zum Beispiel Grauguss, anfallende Feinstaub mit Hilfe einer integrierten Erfassungs-düse abgesaugt. Eine geeignete Ergänzung solcher konstruktiver Maßnahmen ist es, bei der Umstellung von Nass- auf Trockenbearbeitung die dabei entstehenden Nachteile durch die Integration einer Absauganlage aufzuheben, wie sie von Herstellern wie Ringler in Waldstetten gefertigt werden. Die über 30-jährige Erfahrung des Unternehmens in der Herstellung von Industriesaugern und Absauganlagen für die metallverarbeitende Industrie kommt auch diesem Anwendungsbereich zugute. Die Betriebs- und Folgekosten einer Trockenbearbeitung sind im Vergleich zur Nassbearbeitung äußerst niedrig. Beeinträchtigungen für Bediener gibt es praktisch keine. Die Qualität des Arbeitsplatzes steigt drastisch; die Lärmemissionswerte sowie die MAK-Werte der Berufsgenossenschaft werden deutlich unterschritten. Die Konzeption der Ringler Absauganlage RA 250 und die dafür verwendeten Bauteile sind auf jahrelangen, nahezu wartungsfreien Betrieb ausgelegt. Alle Filter des Ringler-Filtersystems sind mehrmals auswaschbar.
Sofort nach Einschalten der Saugturbine wird im Vorabscheider sowie im Filterbehälter ein Vakuum erzeugt, das sich über das Saugrohrleitungsnetz bis zur Ansaugdüse fortsetzt. Das abzusaugende Abfallprodukt – Späne oder Staub – wird vom Luftstrom angesaugt und über die Rohrleitung in den Vorabscheider gefördert, wobei durch dras-tische Reduzierung der Luftströmungsgeschwindigkeit und durch das Schwerkraftprinzip hier schon Material und Staub von der Förderluft getrennt werden und sich nach unten absetzen. Die Abluft entweicht über die nachgeschalteten Feinstaubfilter. Der Reststaub wird aus der Förderluft ausgefiltert und gelangt über die Saugturbine wieder zurück in die Arbeitsräume. Die Luftqualität entspricht dabei den vorgegebenen Grenzwerten. Das Austragen des Absauggutes erfolgt kontinuierlich über eine Ringler-Doppelkammer-Austragschleuse. Dieses Austragprinzip ermöglicht einen permanenten Betrieb der Absauganlage rund um die Uhr. Würde man beispielsweise einen Sammelbehälter verwenden, müsste die Absauganlage während des Entleerens des Sammelbehälters abgeschaltet werden.
In enger Zusammenarbeit mit Maschinenherstellern wird eine Integration der Absauganlage in Bearbeitungszentren erreicht. Auch in anderen Marktsegmenten – beispielsweise im Werkzeug- und Formenbau bei Graphitbearbeitung – wird eine Komplettlösung mit Ringler Absauganlagen vom Maschinenhersteller angeboten.
www.ringler.gmbh.de